Pay Day Africa fordert Rückgabe von kolonialer Raubkunst. Mahnwache in Köln trägt offenbar Früchte: Museumsdirektorin Nanette Snoep sprach von einem „historischen Tag“ und will einen Dialog ermöglichen

Das zweitägige, von Pay Day Africa 2020 initierte Event anlässlich des Welttags gegen Sklaverei am 22. & 23.August 2020 (hier mein Bericht vom ersten Tag) in Köln war ein Erfolg. Weshalb es die neue internationale Bewegung PAY DAY AFRICA zu weiteren Aktionen inspirierte. Im Rahmen des diesjährigen Akwaaba-Festivals 2020 veranstaltete Pay Day Africa am vergangenen Samstag zunächst eine Mahnwache vor dem Kölner Rautenstrauch-Joest-Museum, um für die bedingungslose Rückführung kolonialer Raubkunst aus dem Museum zu protestieren.
In diesem Zusammenhang muss daran erinnert werden – wie es Serge Palasie (Eine Welt Netz NRW) letzten Samstag vor dem Rautenstrauch-Joest-

Museum in Köln tat -, dass das Deutsche Reich den ersten großen Völkermord in seiner afrikanischen Kolonie Deutsch-Südwestafrika (heute Namibia) an den Herero und den Nama zu verantworten hat. Die Angehörigen von deutschem Militär ermordeter Menschen waren gezwungen worden, die Schädel der Toten auszukochen. Sie wurden dann nach Deutschland verbracht und pseudowissenschaftlichen Tests unterzogen. Diese sollte beweisen, dass Afrikaner Europäern in jeder Hinsicht unterlegen seien.
Noch heute lagern in bundesdeutschen Museen Gebeine afrikanischer Ahnen der heute dort lebenden Menschen
Derzeit bis zu 97 Raubkunstobjekte aus dem Königreich Benin im Kölner Rautenstrauch-Joest Museum?
Aktuell sollen bis zu 97 Raubkunstobjekte aus dem uralten Königreich Benin im heutigen Nigeria im Besitz des Kölner Museums lagern. Auf der Homepage des 2012 mit dem Museumspreis des Europarates ausgezeichneten Rautenstrauch-Joest-Museums ist u. a. zu lesen:

Wichtige Teile der frühen Afrika-Sammlung stellen wertvolle Metall- und Elfenbeinobjekte aus dem Königtum Benin im heutigen Nigeria dar. Sie wurden von der Familie Rautenstrauch in London erworben, nachdem eine englische Strafexpedition 1897 Benin geplündert hatte und man durch den Verkauf der erbeuteten Metall- und Elfenbeinobjekte die Kosten der Militäraktion abdecken wollte.“ (hier mehr)

Tatsächlich hatten die Briten 1897 das historische Königreich Benin überfallen, geplündert und in Brand gesetzt. Bei dieser Invasion der Briten wurde der König, Oba Ovonramwen, festgenommen, entmachtet, entwürdigt und nach Calabar (auch im Niger-Delta Nigerias) abgeschoben. Er starb dort im Exil.
Eli Abeke Batemona Bündnis Africa 14

Hehlerei ist strafbar!
Bis zu 6.500 Kunstschätze der Benins, auch religiöse Objekte, wurden gestohlen und befinden sich immer noch in zahlreichen Museen in Groß-Britannien, Deutschland, den USA und anderen Teilen der Welt, unter anderen auch im Rautenstrauch-Joest-Museums in Köln. Nach §259 des deutschen Strafgesetzbuchs ist Hehlerei – selbst der Versuch – strafbar:

Wer eine Sache, die ein anderer gestohlen oder sonst durch eine gegen fremdes Vermögen gerichtete rechtswidrige Tat erlangt hat, ankauft oder sonst sich oder einem Dritten verschafft, sie absetzt oder absetzen hilft, um sich oder einen Dritten zu bereichern, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

Köln ist multikulturell, weltoffen und antirassistisch – „kein Veedel für Rassismus!“ Die noch andauernde Beschlagnahmung unrechtmäßig erworbener fremder Eigentürmer im Rautenstrauch-Joest-Museum widerspricht ganz klar diesem Image der modernen weltoffenen Domstadt.
Peter Donatus „Menschen werden abgeschoben, aber die Kunst wollt ihr behalten?“

Peter Donatus vom Bündnis Pay Day Africa machte in seiner emotionalen Rede darauf aufmerksam, dass die Weißen, die afrikanische Reiche unterwarfen zu dieser Zeit selbst noch in der Barbarei lebten. Und sich in Afrika über zivilisatorische Fortschritte – über die sie seinerzeit selbst nicht verfügten – erstaunt zeigten.
Das Bündnis Pay Day Africa fordert:
Die bedingungslose Rückführung der Raubkunstobjekte aus Benin (Nigeria) sowie die Rückführung aller anderer kolonialen Raubbeute aus Afrika.
Die Errichtung moderner Museen mit Einbruchdiebstahlschutz in Benin City und anderen Orten Afrikas – dies ist nicht als sogenannte „Entwicklungshilfe!“, sondern als Ansprüche auf RESTITUTION anzusehen.
Einen Runden Tisch zur Aufarbeitung des kolonialen Erbe Kölns.
Des Weiteren startet Pay Day Africa demnächst diesbezüglich eine Online-Petition sowie eine Petition beim Kölner Stadtrat.
Nanette Snoep, Direktorin des Museums nannte diesen Tag historisch!

Offenbar tut sich etwas Vielversprechendes in Köln. Die Museumsdirektorin Nanette Snoep zeigte Verständnis für die Anliegen der Teilnehmer der Mahnwache. Sie versprach am Samstag in einen Dialog mit Pay Day Africa auf Augenhöhe einzutreten. Anscheinend rückt die Einrichtung eines Runden Tischs nach der erfreulichen Erklärung der Museumsdirektorin nun näher.
Olabisi Olusoga „When black lives matter?“ (Englisch)

Bündnis Pay Day Africa fordert: Die bedingungslose Rückführung der Raubkunstobjekte aus Benin (Nigeria) sowie die Rückführung (#BringBackOurTreasures) aller anderer kolonialen Raubbeute aus Afrika. Aktion vorm Rautenstrauch-Joest-Museum am kommenden Samstag in Köln
Hinweis 1: Pay Day Africa ist in Social Media vertreten: Facebook, Instagram, Twitter, YouTube

Hinweis 2: Da ich am Samstag nicht selbst in Köln sein konnte, entstand dieser Beitrag nach Informationen und Videos von Pay Day Africa. Danke dafür!

Update am 24.9.2020: Video-Botschaft von Dr. Karamba Diaby (MdB, SPD) aus Halle

PAY DAY AFRICA 2020 in Köln setzte am Wochenende in Köln Akzente. Am Sonntag: Stille Mahnwache in Gedenken an alle versklavten Menschen auf dem Neumarkt

Von Claus Stille

Es war der Aufstand gegen die europäische Sklavenwirtschaft durch afrikanische Sklaven in Saint-Domingue (heute Haiti) in der Nacht vom 22. auf den 23. August 1791, der den Weg für die Abschaffung des Transatlantischen Sklavenhandels ebnete. Dem zufolge erklärte die UNESCO 1997 den 23. August eines jeden Jahres zum INTERNATIONALEN TAG DER ERINNERUNG AN SKLAVENHANDEL UND DESSEN ABSCHAFFUNG – auch WELTTAG GEGEN SKLAVENHANDEL genannt.

Zur Geschichte

Wie der Aufstand in Saint Domingue seinerzeit organisiert werden konnte, obwohl die Sklaven im Land und auf den dazugehörigen Inseln weit verstreut waren, erzählte gestern auf der Eröffnungsveranstaltung des Events PAY AFRICA DAY 2020 in Köln Mukhtar Bakakary Kamara, Vorsitzender des Zentralrats der afrikanischen Gemeinde in Deutschland e.V. (ZAGD e.V. ):

Die Sklaven baten ihre Besitzer um eine Möglichkeit sich zu vernetzten. Sie hätten vor, sich einmal im Jahr bei ihren Herren für deren „gute Behandlung und Fürsorge“ alle gemeinsam mit Tänzen zu bedanken. Mittels dieser List konnte der Aufstand seinen Lauf nehmen. Moctar Kamara sprach davon, dass es da heraus zur „Haititianischen Revolution“ gekommen sei. Die erste Republik Lateinamerikas wurde dann 1804 gegründet.

Moctar Kamara. Foto: C. Stille

Kamara erinnerte daran, dass der biblische Kanaan als Vorfahre der Schwarzen interpretiert worden sei. Demnach könne man diese Menschen mit niedrigem Status auch versklaven: „Eine religiöse Ideologie.“ Die Sklavenhalter hätten auf die Bibel zurückgegriffen, um die Haltung schwarzer Sklaven zu rechtfertigten.

Unter dem Titel „Die Heilige Schrift als Legitimation Rassismus“ schrieb Margarita Schubert 2010 in Die Presse:

„In Teilen der afrikanischen Communitys wird vor allem ein Thema immer noch diskutiert: der Ham-Mythos. Im Alten Testament (Heilige Schrift der Christen) wie auch in der jüdischen Thora verflucht Noah seinen Sohn Ham wegen einer Respektlosigkeit. Von nun an sollen er und seine Nachkommen seinen Brüdern dienen. Noah, so erklärt der Historiker Amadou Lamine Sarr, gilt in beiden Religionen als Stammvater. Und Hams Sohn Kanaan wurde später als Vorfahre der Schwarzen interpretiert. Die Konsequenz: Mit Verweis auf diesen Bibelvers rechtfertigten sich etwa amerikanische Sklavenhalter. In ihrer Argumentation war die Haltung schwarzer Sklaven dadurch legitimiert.“

Das Übrige hätten auch die Philosophen – auf der religiösen Ideologie aufsetzend – dazu beigetragen. Kamara nannte beispielsweise die von uns bis heute mit nach ihnen benannten Straßen geehrten Philosophen Kant, Hegel, Rousseau sowie Voltaire – die Philosophen der „so genannten Aufklärung“. Sie hätten die ideologische Begründung für die Versklavung von schwarzen Menschen geliefert. Denn diese stünden ja – religiös wie ideologisch begründet – so die Philosophen, als Menschen auf der untersten Stufe, seien im Grunde ja gar keine Menschen.

Am Sonntag, den 23.08. findet der PAY DAY AFRICA 2020 eine Fortsetzung auf dem Kölner Neumarkt. Von 14:00 bis 18:00 Uhr soll dort eine stille Mahnwache in Gedenken an alle versklavte Menschen stattfinden.

Hintergrund

Bevor die Europäer*innen kamen, waren die Araber (fast alle männlich!) längst da: der Trans-Sahara-Sklavenhandel. Schätzungsweise wurden bereits bis zu 17 Millionen Afrikaner*innen in die arabische Sklaverei verkauft. Dann kamen die Europäer*innen, übernahmen die Sklavenhandelsstrukturen der Araber in Afrika und bauten diese aus. Ungefähr so könnte man die Entstehung des Transatlantischen Sklavenhandels der Europäer*innen mit wenigen Worten erklären. Also, vor dem Transatlantischen Sklavenhandel, gab es den Trans-Sahara-Sklavenhandel, der heute in verschiedenen Formen ungehindert fortgesetzt wird.

Vor 576 Jahren (1444) fand in Lagos, Portugal, die erste öffentliche Ausstellung und der Verkauf afrikanischer Sklaven statt. 1518 begann die erste direkte Verschiffung afrikanischer Sklaven nach Amerika. Die Sklavenhandel-Überseereise des Briten, John Hawkins, im Jahre 1562 markierten den Beginn des Transatlantischen Sklavenhandels in Großbritannien. Portugal und Großbritannien kontrollierten nicht weniger als 70 % der afrikanischen Sklaven, die nach Amerika verschifft wurden. Zwischen 1640 und 1807 wurde Großbritannien jedoch zum größten und mächtigsten Sklavenhändler der Welt.

1833 verabschiedete das britische Parlament den historischen ‚Slavery Abolition Act‘ (Gesetz über das Verbot des Sklavenhandels), das die Sklaverei in den meisten Kolonien des Britischen Empires abschaffte. Das Gesetz trat am 1. August 1834 in Kraft. Durch dieses Verbot regte sich bei Sklaven- und Plantagenbesitzern zunächst massiver Widerstand. So wurde eine Vereinbarung getroffen, um die Sklavenbesitzer zu entschädigen, die an dem Jahrhunderte praktiziertes kollektives Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu Profit Zwecken der Menschheit beteiligt waren: der Transatlantische Sklavenhandel.

Um das Entschädigungspaket für Sklavenhändler und Sklavenhalter in Höhe von 20 Millionen Pfund zu finanzieren, erhielt Großbritannien einen Kredit in Höhe von 15 Millionen Pfund von zwei der damals berühmtesten Banker Europas, Nathan Mayer Rothschild und Moses Montefiore: 5 Million Pfund stammte aus Eigenmitteln der britischen Regierung. Es ist wichtig, zu erwähnen, dass dieser Kredit einer der größten Kredite ist, die Großbritannien je aufgenommen hat; erst 2015 zahlte Großbritannien endlich diesen Kredit ab.

Das Gesamtvolumen des o. g. Entschädigungspakets machte etwa 40 % der gesamten Staatseinnahmen und 5 % des Bruttoinlandsprodukts des Landes aus, etwa 145 bis 300 Milliarden Pfund, gemessen an heutigem Geldwert.
Kein einziger Pfennig wurde als Entschädigung an die Versklavten, an ihre Nachkommen oder/ und an Afrika ausgezahlt. Um der offenen Wunde noch Salz drauf zu streuen, halfen die Versklavten und ihre Nachkommen, die im Vereinigten Königreich und in anderen Ländern des gesamten Commonwealths lebten, direkt oder indirekt mit, den Kredit zurückzuzahlen. Dies geschah in Form von direkten Steuerzahlungen im Vereinigten Königreich, Kolonialsteuern sowie kolonialen Beuten von menschlichen und natürlichen Ressourcen und Schätzen. Aufgrund der oben dargelegten Hintergründe bzw. Umstände, hat das BÜNDNIS PAY DAY AFRICA beschlossen, diese historisch wichtige Veranstaltung in der Domstadt durchzuführen.

Auftaktveranstaltung am Samstag mit einer Mischung aus anspruchsvollen Musikbeiträgen und einer spannenden Podiumsdiskussion

Die samstägliche Auftaktveranstaltung des Zahltag Afrika 2020, die ich besuchte, bot eine interessante Mischung aus Redebeiträgen, Lesungen, Poetry und Live-Musik mit über 17 coolen und talentierten Acts. Am Rande waren Infopoints aufgebaut. Diverse Radiosender streamten die Veranstaltung live. Auch via Facebook und You Tube konnte das Event verfolgt werden. Ebenfalls übertragen wurde die zweistündige, interessante – nicht nur zurückblickende, sondern visionär in die Zukunft ausgerichtete Podiumsdiskussion. (Bitte schauen Sie das Video.)

Begonnen wurde Auftaktveranstaltung mit einer Zeremonie, wie sie in Afrika üblich ist. Bei der Zeremonie geht es darum der afrikanischen Ahnen und der Widerstandskämpfer und aller, die durch den Sklavenhandel und als Sklaven verstorben sind, zu gedenken Und aller zu gedenken, die durch den Kolonialismus gestorben sind. Wasser wurde auf den Bühnenboden gegossen, um die Verstorbenen teilhaben zu lasssen. Jeder auf der auf der Bühne versammelte Mensch sprach einen Namen dieser Widerstandskämpfer aus. Ihnen zu Ehren wurde eine Schweigeminute eingelegt.

Journalist Peter Donatus. Foto: C. Stille

Der Journalist Peter Donatus, einer der Organisatoren des PAY DAY AFRICA, machte zu Anfang der Veranstaltung klar, dass es angesichts des steigenden Rassismus und Antisemitismus im Lande kein aktuelleres Thema gebe. Donatus zum Rassismus: „Wir erleben das jeden Tag. Wir demonstrieren zu wenig. Es müsste eigentlich jeden Tag demonstriert werden.“

Aber eigentlich sei die Stimmung in der Gesellschaft doch so, stellte Donatus fest:

„Wir sollen die Geschichte der Sklaverei vergessen. Das sei doch schon über 400 Jahre her. Wir sollen nach vorne gucken. Aber wo ist Vorne?“

Die Zukunft werde doch blockiert durch die Gegenwart. Durch die Ausbeutung von Afrika. Durch Ausbeutung von Mensch und Natur in Afrika. Auch zu Finanzierung des Wohlstands hier in Deutschland und in Europa fuße darauf. Deutschland sei zwar Exportweltmeister. Aber der Wohlstand kommt nicht allein aus Deutschland heraus. Donatus gab zu Bedenken:

„Ohne Rohstoffe keine Arbeit. Ohne Rohstoffe keine Maschinen.“

Peter Donatus:

„Es kann nicht sein, dass 600 Jahre nach der brutalen Geschichte, dass wir immer noch darüber reden und darauf warten müssen, dass Deutschland und Europa zumindest sagt: I’am sorry. Was ist denn so schlimm daran?! Das hat man doch auch bei den jüdischen Schwestern und Brüdern gesagt“.

Serge Palasie. Foto: Stille

Serge Palasie (Eine Welt Netz NRW) antwortete Donatus, warum die Entschuldigung so schwer über die Lippen gehe: „Weil die Geld kosten könnte.“ (Für den ganzen Wortbeitrag schauen Sie bitte das Video.)

„Oury Jalloh, Oury Jalloh, Oury Jalloh – das war Mord!“

Foto: Peter Donatus

Bewegend auch der Auftritt von Mouctar Bah von der Oury Jalloh Initiative (zum Fall Oury Jalloh hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier mehr). Mouctar Bah war ein Freund von Oury Jalloh, der 2005 in Dessau in Polizeigewahrsam zu Tode gekommen war. Offenbar ermordet wurde. Denn wie sonst hätte Jalloh, gefesselt an Händen und Füssen, mit einem Feuerzeug seine Matratze angezündet haben können?

Zuvor empörte sich Peter Donatus: Es könne doch nicht sein, dass schwarze Menschen, wenn sie von der Polizei festgenommen würden, in deren Gewahrsam zu Tode kämen. Es wurde zusammen mit dem Publikum skandiert: „Oury Jalloh, Oury Jalloh, Oury Jalloh – das war Mord!“

Mukhtar Kamara skandalisierte, dass die Bundesregierung die von Deutschen im heutigen Namibia verübten Massaker an den Herero (80 Prozent von ihnen wurden brutal ausgerottet) und Nama zwar als Völkermord einstufe, sie jedoch daraus kein Anspruch auf Reparationen hergeleitet habe.

Erst vor Kurzem wurde gemeldet (hier in der Tagesschau), dass Namibias Regierung die inzwischen zehn Millionen als Wiedergutmachung gedachten Euro seitens Deutschlands für Verbrechen in der Kolonialzeit als „inakzeptabel“ ablehne. Grund ist dabei freilich nicht allein die Summe des angebotenen Geldes allein. Kamara machte deutlich, dass ein solches Verbrechen ohnehin – mit keinem Geld der Welt – wiedergutgemacht werden könne. Weshalb das Geld für Herero und Nama zunächst einmal zweitrangig sei. Mit ihnen sei ohnehin empörender Weise überhaupt nicht direkt verhandelt worden, sondern nur mit der namibischen Regierung. Was für die Herero und Nama freilich ein Affront darstellen musste. Die bundesdeutsche Regierung müsste zunächst einmal klipp und klar anerkennen, so forderte Kamara vehement, dass es sich bei der Vernichtung der Völker der Herero und Nama schlicht nicht – wie bislang behauptet – um „Kriegsfolgen“, sondern um ein Genozid gehandelt habe.

Interessante Podiumsdiskussion blickte nicht nur zurück auf die Vergangenheit, sondern es wurden auch visionäre Ideen aufgeworfen

Fraglos der Höhepunkt der Veranstaltung am Samstag war die gut zweistündige Podiumsdiskussion. Die Diskutanten blickten nämlich bei weitem nicht nur in die Vergangenheit zurück – was zwar wichtig ist, um die Gegenwart zu

Die Diskussionsrunde. Von llinks: Peter Donatus, Sista Oloruntoyin, Isabel Haase, Mirta Junco Wambrug, Mukhtar Kamara, Serge Palasie und Matilda theeGreat.    Foto; Stille

verstehen – sondern wagten auch visionäre Blicke in die Zukunft. Etwa brachte Mukhtar Kamara brachte etwa seine Gedanken zu Vereinigten Staaten von Afrika, die Idee des Panafrikanismus, in die Diskussion ein. Was heute zwar noch sehr utopisch klingt, könne allerdings in Zukunft verhindern, dass einzelne afrikanische Staaten etwa von der EU untereinander ausgespielt werden. Es könne doch nicht sein, dass die EU mittels so genannter Freihandels- bzw. Partnerschaftsabkommen (EPA) durchsetze, dass sie ihre Produkte in die afrikanische Staaten liefern dürfe, diese aber in vielfacher Hinsicht daran gehindert werden, selbiges betreffs der EU zu tun. Auch der Abhängigkeit über den CFA-Franc (hier ein Beitrag der Deutsche Welle dazu) der einstigen aus französischen Kolonien hervorgegangenen afrikanischen Staaten von Frankreich müsse endlich ein Ende gemacht werden. Hierzu noch ein älterer Beitrag von mir.,

Gesprochen wurde auch darüber, was getan werden könnte, um etwas gegen Zwangsprostitution zu tun. Nicht wenige junge Afrikanerinnen werden nämlich in die EU und auch noch Deutschland gelockt, um hier – dazu gepresst – in der Prostitution zu arbeiten. Dazu leistete kompetent auch die Juristin Sista Oloruntoyin aus Hamburg einen Diskussionsbeitrag.

Schauen Sie, lieber Leser*innen das über siebenstündige Video, welches auch die Podiumsdiskussion enthält.

Die gut organisierte Veranstaltung setzte Akzente und gab sicherlich Impulse. Versöhnung wurde großgeschrieben, aber auch über Reparationen gesprochen.

Alle Künstler*innen und viele Mitwirkenden haben auf ihre berechtigten Gagen und Honorare verzichtet.

Den Beitrag mit meiner Vorberichterstattung zu PAY DAY AFRICA 2020 finden Sie hier.

Hier eine kleine Fotostrecke zum PAY DAY AFRICA 2020 am Köln-Deutzer Rheinufer

Zeremonie für die afrikanischen Ahnen.

Stets zum Kampf für die Rechte fest entschlossen. Foto: C. Stille

Die Ladys verfolgen die Veranstaltung.

Bei mitreißender Musik. Foto: Stille

„Was wäre Deutschland ohne uns? Nichts!“

Foto: Klaus Brönies

Foto: Klaus Brönies

Foto: Klaus Brönies

Foto: Klaus Brönies

Foto Klaus Brönies

Matilda thee Great, kosmopolitische Südafrikanerin mit Sitz in Berlin. Künstlerin, Dichterin und Aktivistin. Gedichtband: „THE FOREIGN ME!“

Um Fluchtursachen junger Afrikaner ging es bei einer Veranstaltung in Dortmund

Ein Grußwort hielt Dr. Klaus Gelmroth von der Deutsch-Afrikanischen Gesellschaft; Fotos: C.-D. Stille

Ein Grußwort hielt Dr. Klaus Gelmroth von der Deutsch-Afrikanischen Gesellschaft; Fotos: C.-D. Stille

In gedrängt vollem Großen Saal der Auslandsgesellschaft NRW in Dortmund sollte es am vergangenem Mittwoch um „Fluchtursachen von jungen

Afrikanern“ gehen. Dr. Klaus Gelmroth, Vorsitzender der Deutsch-Afrikanischen Gesellschaft, bat einleitend die Dortmunder Mitbürger die „Freunde aus Afrika nett und freundlich aufzunehmen“, damit sie sich hier heimisch fühlen können. Er gab zu bedenken, dass viele von diesem Kontinent Geflüchtete unter Traumata leiden.

Dr. Kajo Schukalla sprach über Fluchtursachen

In einem ersten Input-Beitrag vermittelte der Koordinator des Ghana Forums NRW und menschenrechtlich für die Gesellschaft für Völker engagierte Dr. Kajo Schukalla einen übersichtlichen Einblick zum Thema Entwicklungsprojekte. Von Afrika und über die von dort Flüchtenden würde „von etwas schlicht gestrickten Mitmenschen und auch von den Medien oft ein Schreckgespenst an die Wand gemalt“. Als die gravierendsten Fluchtgründe benannte der Referent Menschenrechtsverletzungen, Landraub (Land Grabbing), Armut, den Klimawandel, Geschlechterproblematiken, Perspektivlosigkeit und fehlende Religionsfreiheit. Schukalla wies daraufhin, dass allein in den letzten fünf Jahren weltweit 15 Konflikte ausgebrochen sind. Entsprechend hoch ist die Zahl der Geflüchteten. Mittlerweile ist deren Zahl auf über 60 Millionen angewachsen. Allein 35 Millionen Binnenflüchtlinge gebe es. Dr. Schukalla zeigte anhand einer Karte innerafrikanische Wander- und Fluchtrouten auf. Und wies auf die in der Kolonialzeit willkürlich gezogenen Ländergrenzen hin. Was heute bekanntlich noch etliche Konflikte zwischen Ethnien begünstigt. Land Grabbing, erklärte Schukalla, werde leicht möglich, weil in Afrika zumeist keine Kataster existierten. Vertreibung von Menschen und Entzug der Existenzgrundlagen sein die Folge. Die Fläche, welche afrikanischen Bauern in den vergangenen Jahren enteignet wurde, entspreche ca. ein Drittel der Agrarflächen in der EU.

Afrika, ausgenutzt als „Menschenreservoir“ und ausgebeutet wegen seiner Rohstoffe

Serge Palasie, vormals bei Eine Welt Netz NRW, nun Promotor für Flucht, Migration und Entwicklung überschrieb seinen Vortrag mit der Frage „Was haben volle Flüchtlingsboote mit der Geschichte von Sklavenhandel und Kolonialismus zu tun?“ Darin sprach er über akzeptierte Geflüchtete und welche, die hier oft scheel angesehen würden: die sogenannten Wirtschaftsflüchtlinge. Denen also, denen hier meist vorgeworfen wird, sie hätten ihre Misere selbst verschuldet und wollten sich nun in Deutschland nur ins „gemachte Netz“ setzen. Doch so einfach sei es nicht. Palasie stellte klar, keine „historische Schuldzuweisungen“ machen zu wollen. Er richtete seinen Blick auf die Zeit, da Afrika ins Interesse der Kolonialmächte rückte. Anfangs habe es durchaus noch eine „gewisse Kooperation auf Augenhöhe“ der Europäer, zunächst der Portugiesen, etwa mit dem Kongo gegeben. Später habe der seinerzeitige Papst den Spaniern erlaubt den arabischen-asiatischen Markt zu erschließen – jedoch über den Westen. So seien sie auf Amerika gestoßen und „das Übel für den afrikanischen Kontinent“ habe seinen Lauf genommen. Hart arbeitende Arbeitskräfte wurde bald benötigt. Die Sklaverei begann. Afrika diente als „Menschenreservoir“. Wohl an die 60 Millionen Menschen seien vom afrikanischen Kontinent geraubt worden, um sie zu versklaven. Davon erreichten nur 12 Millionen Amerika. All das hinterließ Spuren. Verdient hätten Kolonialherren und deren Gewährsleute in Afrika. Die Ware Mensch ist dann freilich später abgelöst worden. Von fossilen Brennstoffen und wichtigen Rohstoffen. Die sich anschließende Kolonialzeit schwächte Afrika ebenfalls stark. Nach dem Erlangen der Unabhängigkeit ist bei den meisten afrikanischer Staaten bis heute kaum eine nachhaltige Industrialisierung gelungen. Der Veredlungsprozess , so Palasie, von Rohstoffen aus afrikanischer Erde fände noch immer zumeist außerhalb Afrikas statt.

Wie ein Zuhörer einwarf, ist das vom Westen so gewollt. Denn damit sei eben großes Geld zu verdienen. Als ebenso verwerflich bezeichnete der Herr den Druck Europas auf die afrikanischen Länder. Ein fairer Handel fände nicht statt. Allein der Export von Hühnern und selbst von Tomaten aus der EU nach Ghana ruiniere die dortigen Bauern. Beides könne dort billiger angeboten werden als gleichwertige ghanaischen Produkte.Der von dem Mann aus dem Publikum damals in Ghana angebaute Mais sei dem US-amerikanischen einzig deshalb unterlegen gewesen, weil dieser hätte billiger angeboten werden können. Ghana habe u.a. wegen dem Hühnerexport unlängst bei der EU protestiert. Europa habe den Protest mit Verweis auf Reglement der Welthandelsorganisation (WTO) abgebügelt.

Bemerkenswert: Als die afrikanische Länder unabhängig wurden, haben Arbeitskräfte in Europa rund 50 mal mehr verdient als in Afrika. 2010 hat sich der Betrag verdoppelt! Sechzig Jahre Unabhängigkeit haben also nichts zum Besseren gewandelt. Serge Palasie wies auch auf die Zäsur hin, die nach dem Zusammenbruch sozialistischer Systeme um 1990 herum in Afrika einsetzte. Die einzelnen afrikanischen Staaten waren bis dahin entweder vom Westen oder von sozialistischen Staaten unterstützt worden. Der Kampf der Systeme hatte negative wie gute Seiten. Jedes wollte besser als das andere sein. Afrikanischen Staaten wurden so jeweils von einem der Systeme protegiert und geschützt.

Palasie verglich das auch mit dem geteilten Deutschland und der Situation nach dem Beitritt der DDR zur BRD. Als das „Wettrennen der Systeme“ vorbei war, habe der Kapitalismus ungeniert sein wahres Gesicht zeigen und Sozialabbau betreiben können. Das anscheinend bessere Gegenmodell war ja erledigt.

Die Menschen hierzulande, merkte Serge Palasie an, die nun angesichts der Flüchtlingskrise die Nase über die zu uns flüchtenden Menschen rümpften, hätten nie begriffen, worauf sich unser Wohlstand zu großen Teilen überhaupt gründet: nämlich wesentlich auf die Ausbeutung anderer Völker. Wer also hier sage, so Palasie: „Die Afrikaner hätten es nicht auf die Reihe gekriegt, weil sie faul unterm Baum sitzen und die Frauen arbeiten lassen. Und dann kommen die zu uns ins gemachte Nest“, der springe eben einfach entschieden zu kurz.

Gesprächsrunde

Konkret um die Situation von Geflüchteten drehte es sich in einer von Karin Herzog geleiteten Gesprächsrunde. Daran beteiligt war der aus Nigeria stammende Sadik über Ghana nach Libyen und das Mittelmeer nach Griechenland geflüchtet. Sein Bruder starb dabei. 52 Leute waren in seinem Boot. Zirka 40 Menschen überlebten die Überfahrt. Sadik arbeitet seit vier Jahren in Deutschland. Er arbeitet für (1,50 Euro) in einem Dortmunder Flüchtlingsheim. Er ist nur geduldet. Die deutsche Sprache beherrscht er nicht. Was bei einigen Zuhörern Verwunderung auslöste, dürfte konkret mit seinem Aufenthaltsstatus zusammenhängen.

Sadik lebt seit vier Jahren in Dortmund, bekommt aber keine Arbeitserlaubnis

Allerdings wurde Sadik im Rahmen der Veranstaltung darauf aufmerksam gemacht, dass es in Dortmund auch Vereine gebe, welche kostenlos Deutschunterricht erteilen. Da dürfte sich also etwas anbahnen. Im Anschluss an die Veranstaltung wurden bereits entsprechende Absprachen mit Sadik getroffen.

Es wurde deutlich, dass in den Herkunftsländern der Flüchtlinge ein zu goldiges Bild von Deutschland gezeichnet wird. Gemischte Gefühle hat Sadik nun hier: Einerseits fühlt er sich akzeptiert, andererseits macht ihm die Dauer seines Aufenthalts Sorge und das ihm noch immer eine Arbeitserlaubnis verwehrt wird. Denn er sieht andere Leute, die noch nicht so lange hier sind und denen bereits erlaubt wird zu arbeiten. Manchmal frage er sich resigniert, ob seine Benachteiligung nicht womöglich mit seiner Hautfarbe in Zusammenhang steht. Deutschland entspricht nicht seinen ursprünglichen Vorstellungen. Obwohl er seine Zukunft nicht allzu positiv sieht, hofft er dennoch weiter auf ein normales Arbeitsverhältnis. Die Ursachen seiner Flucht: Perspektivlosigkeit in seiner Heimat.

Noah flüchtete vor gefährlicher Ausländerfeindlichkeit in Griechenland und fühlt sich hier gut aufgenommen

Noah (20) dagegen ist ebenfalls vier Jahre in Deutschland. Allerdings spricht der in Griechenland geborene sehr gut Deutsch. Noah lernte die Sprache in der Schule von den Lehrern und Mitschülern beim Fachabitur. Er kam nach Deutschland, weil ihm die Bedrohung durch Rechtsradikale Ausländern gegenüber in Griechenland zu gefährlich geworden war. Von den Deutschen findet er sich gut aufgenommen. Noah erzählte, er sei weitgehend ohne spezielle Vorstellungen nach Deutschland gekommen.

Von der Arbeit mit Flüchtlingen in Dortmund berichteten Kossi Logovie und Kevin Matuke

Neben Moderatorin Karin Herzog nahmen schließlich noch Kossi Logovie (Diakonie Phönix-Haus) und Kevin Matuke (Integrationsrat Dortmund) Platz. Kossie Logovie berichtete über die Situation im Phönix-Haus. Afrikanische neu zugewanderte Menschen sind dort in der Minderheit. Sie dürfen entgegen den Syrern keine staatliche finanzierten Sprachkurse bzw. Wohnung in Anspruch nehmen. Araber und Afrikaner gingen im Haus stets getrennte Wege, so Kossie Logovie. Die Afrikaner sehen sich benachteiligt. Konflikte blieben nicht aus. Kossi Logovie versucht Spannungen durch das Organisieren von Fußballspielen abzubauen. Aufgefallen sei ihm, dass die Afrikaner früh aus dem Hause gingen und erst abends zurückkehrten. Sie seien eben immer auf der Suche „nach der Zukunft“.

Kevin Matuke lobte die Stadt Dortmund, die inzwischen die Anliegen auch afrikanischer Zuwanderer sehr ernst nehme. Er strich heraus, dass auch unsere Lebensweise und Kaufgewohnheiten hier in Deutschland einen nicht geringen Einfluss auf die Lebenswelten von Afrikanern ausübe. Eine Änderung unseres Verhaltens könnte Fluchtursachen vermindern helfen. Ein wichtiger Schritt könne auch ein Stopp deutschen Waffenexporte nach Afrika oder anderswohin sein.

Die Ausführungen der beiden Referenten ergänzte Matuke dahingehend, indem er anmerkte, dass die Fluchtursachen einen langen Anlaufweg hatten. Seit Jahrzehnten schon hätten Fluchtbewegungen vorausgesehen werden können. Die Gründe für eine Flucht seien oft dieselben gewesen in der Geschichte: Der Wunsch nach einem besseren Leben. Kevin Matuke: Millionen Deutsche seien doch auch schon in Krisenzeiten aus Deutschland etwa nach Amerika ausgewandert. In Zeiten der Hungerkrise verließen Iren scharenweise ihr Land.

Gleichermaßen sprach Matuke die Auswirkungen von Korruption als einen weiteren Fluchtgrund der Menschen in afrikanischen Ländern an. Letztlich trügen auch rosige Medienberichte dazu bei, Leute auf dem afrikanischen Kontinent zur Flucht zu ermuntern. Des Weiteren kritisierte Matuke, dass hier lebende Afrikaner bei Heimatbesuchen das Leben im Westen beschönigten. Oder die Leute wollten Kritisches über den Westen einfach nicht glauben.

Die Stadt Dortmund müsse in der Flüchtlingsarbeit stark engagierte Vereine trotz großer Anstrengungen noch mehr zu unterstützen.

Auf Nachfrage von Karin Herzog erwähnte Herr Matuke, dass in Dortmund momentan 5000 Geflüchtete ein Bleiberecht haben. Davon sind 893 Afrikaner, 1288 stammen aus Syrien.

Der Abend klang musikalisch und mit Gesprächen bei leckeren afrikanischen Spezialitäten aus

Den informativen Abend, veranstaltet vom Verein Junger Deutsch-Afrikaner e.V. , dem Planerladen e.V. und der Deutsch-Afrikanische Gesellschaft, beschloss ein musikalischer Part. Douglas Osei begleitete Noah (Gesang) auf dem Flügel. Im Eingangsbereich des Saals wurden leckere afrikanische

Musikalischer Ausklang: Am Flügel: Douglas Osei, Gesang: Noah.

Musikalischer Ausklang: Am Flügel: Douglas Osei, Gesang: Noah.

Spezialitäten zum Verzehr angeboten. Chefredakteurin Veye Tatah verteilte die neueste Ausgaben des Magazins „Africa Positive“ und warb für den gleichnamigen hoch engagieren Verein, der seinen Sitz im Fritz-Henßler-Haus hat.