Meinen Leserinnen und Lesern ein frohes und friedliches Weihnachtsfest!

Den geneigten Leserinnen und Lesern meines Blogs danke ich herzlich für Ihre Treue und manches mir entgegen gebrachtes Lob. Aber ebenfalls für eine zuweilen kritische Begleitung meiner Arbeit  im zurückliegenden Jahr 2016. Ich wünsche frohe und friedliche Feiertage im Kreise lieber Menschen.

SONY DSC Foto: Katharina Wieland Müller via Pixelio.de

SONY DSC Foto: Katharina Wieland Müller via Pixelio.de

Ein lieber Weihnachtsgruß geht in diesem Jahr auch nach Nigeria, wo derzeit zwei ganz liebe Menschen weilen, an die ich in diesen Tagen denke.

 

#RefugeesGR Cars of Hope #Wuppertal: „Die Not der Menschen ist nach wie vor da – und sie ist größer denn je. „

Cars of Hope Wuppertal: Geflüchtete in Griechenland benötigen nach wie vor Hilfe

Avatar von Cars Of Hope WuppertalCars of Hope

crowndfundingdeutschnov28Seit mehr als einem Jahr unterstützt Cars of Hope Geflüchtete auf der sogenannten Balkanroute, zuletzt vor allem in Griechenland, aber davor auch in Österreich, Slowenien, Kroatien, Serbien und Ungarn.

Seit den Grenzschließungen und der Räumung von Idomeni sind die Geflüchteten zwar aus den Medien verschwunden, ihre Situation hat sich aber nochmals deutlich verschlechtert.

Willkommen in Cronenberg unterstützte die Arbeit von Cars of Hope in Griechenland.

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Buchvorstellung und Diskussion in Dortmund zum NSU-Komplex: „Die haben gedacht, wir waren das“

Gedenkstein für den auf der Mallinckrodtstraße in Dortmund ermordeten Mehmet Kubasik. Fotos: C.-D. Stille

Gedenkstein für den auf der Mallinckrodtstraße in Dortmund ermordeten Mehmet Kubasik. Fotos: C.-D. Stille

Noch immer sind die Morde des NSU (Nationalsozialistischen Untergrund) nicht hinreichend aufgeklärt. Ein Skandal! Wurden diese ausschließlich von drei Personen ohne das Mittun anderer Helfershelfer  im Hintergrund verübt? Vor Gericht muss sich Beate Zschäpe verantworten. Mundlos und Böhnhard – die beiden Uwes – sollen sich durch Selbstmord der Festnahme entzogen haben.  Behörden versagten. Akten wurden geschreddert. Polizeiarbeit wurde behindert. Der Verfassungsschutz spielt eine unrühmliche Rolle. Gewissermaßen haben wir es somit auch mit einem Staatsversagen zutun. Wie geht es aber den Opfern der Anschläge, den Hinterbliebenen der vom NSU ermordeten. Was fühlt die migrantische Community? Auch in Dortmund wurde ein Mensch Mordopfer des NSU: Mehmet Kubasik. Am Mittwoch, den 23. November befaßt sich eine Veranstaltung anläßlich einer Buchvorstellung in der Auslandsgesellschaft NRW e.V. in Dortmund mit diesen Fragen. Dazu eine

Pressemitteilung der Veranstalter:

Welche Spuren hinterlassen Rassismus und rechte Gewalt in der migrantischen Community? Wie hat es sich auf die Opfer des NSU-Nagelbombenanschlags in der Kölner Keup­straße ausgewirkt, dass sie selbst dieser Tat verdächtigt wurden? Zu den Vorwürfen der Ermittler gehörten: Streit unter türkischen Geschäftsleuten, Verbindungen zum Rotlichtmilieu, dem Drogenhandel und zur Türsteherszene – Innenminister Otto Schily schloss am Tag nach dem Attentat einen terroristischen Hintergrund aus.

Zum NSU-Komplex sind inzwischen zahlreiche Publikationen erschienen, die Sichtweise der Betroffenen hat dabei bisher wenig Raum bekommen. Opfer und ihre Angehörigen, Persönlichkeiten aus Publizistik, Wissenschaft und Politik, Akteure der antirassistischen Arbeit, Bekannte und Unbekannte, allesamt mit Migrationshintergrund, nehmen in diesem Buch Stellung, geben ihre Erfahrungen wieder,

Gedenkstein für alle Mordopfer der rechtsextremen Terroristen in Deutschland vor dem Sitz der Auslandsgesellschaft NRW in Dortmund.

Gedenkstein für alle Mordopfer der rechtsextremen Terroristen in Deutschland vor dem Sitz der Auslandsgesellschaft NRW in Dortmund.

beleuchten die Auswirkungen des NSU-Terrors sowie der um sich greifenden rassistischen Gewalt und schildern, wie das auf sie wirkt und was sie dabei bewegt. Mit Beiträgen von über 30 Autorinnen und Autoren. Am 23. November wird das Buch in Dortmund vorgestellt.
„Die haben gedacht, wir waren das“
Buchpräsentation, Lesung und Diskussion
mit den Autor_innen Bahar Aslan (Publizistin, Herausgeberin), Caner Aver (Präsident der Türkisch-Deutschen Studierende und Akademiker Plattform), Kutlu Yurtseven (Musiker, Initiative Keupstraße ist überall) und Ali Sirin (Sozialwissenschaftler, Planerladen e.V.)
Moderation: Bastian Pütter, bodo e.V.

am 23. November, 19 Uhr,
Auslandsgesellschaft NRW, Steinstraße 48.
Eine Veranstaltung der Auslandsgesellschaft NRW in Kooperation mit bodo e.V. und BDAJ. Eintritt frei.

»Lückenpresse« – sehenswerte Diskussion zum Zustand der Mainstreammedien

#Journalismus – „Lückenpresse“ – Sehr empohlen!

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Lueckenpresse240Unter all den Diskussion in den vergangenen Monaten über den Zustand unserer Medien war eine vom Westend-Verlag organisierte Runde am vergangenen Freitag im Frankfurter main-Forum der IG-Metall eine der wenigen, die wir hier auf der Frontseite mit gutem Gewissen empfehlen können. Teilnehmer waren der Autor von »Lückenpresse« Ulrich Teusch, Stephan Hebel, Peter Zudeick und Jens Berger.

Lückenpresse. Das Ende des Journalismus, wie wir ihn kannten

Bild anklicken, YouTube! Bild anklicken, YouTube!

Kritische Selbstreflexion, interessante Einblicke in den Journalistenalltag, etwas zu pessimistische Prognosen und im Anschluss an die kurzweilige Stunde auf dem Podium als Bonus bemerkenswerte Statements und Fragen aus den Reihen der Zuschauer.

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Syrien: Die Maske fällt, die Wahrheit kommt ans Licht

Leseempfehlung!

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Die Maske fällt, die Wahrheit kommt ans Licht

Von Botschafter Baschar Dschaafari, Ständiger Vertreter der Mission der Syrischen Arabischen Republik bei den Vereinten Nationen

dschaafari– Der Syrische UN-Botschafter Baschar Dschaafari bei der Sitzung des UN-Sicher­­heits­­rates am 22. August.                       Bild: UN/J.C. McIlwaine

Botschafter Baschar Dschaafari, der syrische Botschafter bei den Vereinten Nationen, hielt bei der Konferenz des Schiller-Instituts in New York am 10. September 2016 die folgende Rede.

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Jürgen Todenhöfer-Interview mit Al-Nusra Kämpfer in Aleppo: Unterstützen die USA Al-Qaida?

Unbedingt empfohlen:

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Aufklärung statt Propaganda
kommt von der facebook-Seite Jürgen Todenhöfers:

Liebe Freunde, das ist mein bisher schwierigstes Interview im Syrien-Krieg. Aufgenommen vor 10 Tagen in einem Steinbruch in Aleppo. Im Niemandsland zwischen den Fronten.

Unterstützen die USA Al-Qaida?

Ein Kommandeur der Al Qaida-Filiale ‚Jabhat Al Nusra‘ packt aus und bekennt offen seine Dankbarkeit gegenüber Saudi-Arabien und – mit Einschränkungen – gegenüber den USA. Wie der IS fordert er einen ‚islamischen Staat‘. Schroff lehnt er die zum Zeitpunkt des Interviews noch geltende Waffenruhe ab. Genauso wie die geplanten internationalen Hilfslieferungen. Wenn der Hilfs-Konvoi trotzdem komme, werde man seine Fahrer festnehmen.

Unser Gesprächspartner ist Kommandeur von ein paar hundert Mann. Er wurde uns durch einen Jabhat Al Nusra-Rebellen aus Aleppo vermittelt. Er nennt sich uns gegenüber ‚Abu Al Ezz‘. Wir konnten seine wahre Identität inzwischen präzise recherchieren. ‚Abu Al Ezz‘ ist Kämpfer, kein Funktionär. Er redet nicht um die Dinge herum…

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KenFM-Positionen #7: Journalismus oder Propaganda – Wenn Recherche zum Risiko wird

Empfehlung!
„Journalismus und Propaganda‘

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kenfmDie siebte Ausgabe von Ken Jebsens Gesprächsrunde „Positionen“ ist seit Sonntag online und widmet sich dem Kernthema unseres Blogs:

Journalismus oder Propaganda –
Wenn Recherche zum Risiko wird

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Großartige Gästeauswahl, breite Themen und tiefe Einblicke in den Kaninchenbau. Das ist einmal mehr Aufklärung par excellence, wie sie die Zuschauer eigentlich in den öffentlich-rechtlichen Anstalten zu sehen bekommen müssten. Dass man dort in weiten Teilen nur noch für dumm verkauft und manipuliert wird, haben wir nicht nur hier in hunderten Beispielen nachgewiesen, das wird auch in dieser fast dreistündigen Gesprächsrunde anhand aufschlussreicher Beispiele bestätigt. Spannende Akzente setzt Aktham Suliman, der aufgrund seiner Erfahrungen bei al-Jazeera systemtheoretische Erwägungen präsentiert, die das eine oder andere Versagen der Medien mit der Schere im Kopf, eingeschränkter Perspektive des Berichterstatters vor Ort, Zeitdruck oder auch Arbeitsroutinen erklären.

Gäste der siebten Ausgabe von Positionen sind:

  • Frieder Wagner
  • Aktham Suliman
  • Jochen Scholz
  • Walter van Rossum

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DJELEM DJELEM – 3. Roma Kultur Festival in Dortmund eröffnet

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Logo via Kulturfestival Djelem Djelem.

Dortmund habe vor drei Jahren etwas einzigartiges auf die Beine gestellt. Etwas, das es nirgendwo auf der Welt gebe. So sagt Sami Dzemailovski, Projektkoordinator von JURoMA, das 3. Roma-Kultur-Festival „Djelem Djelem“ betreffend, am vergangenen Freitag an dessen Eröffnungsabend. „Djelem Djelem“ ist die Hymne der Roma. „Djelem, Djelem!“ heißt „Wir gehen, wir gehen!“. Und Sami Dzemailovki bilanziert nach den zwei vorangegangenen Festivals: „Wir sind angekommen!“

Djelem Djelem bereits Tradition

Ausgemacht war das am Anfang nicht, weiß Jörg Loose (AWO), der für den noch im Stau steckenden Kulturdezernenten Jörg Stüdemann (aber just Minuten später im Saal des Theater im Depot eintreffen) die Gäste begrüßt. Inzwischen jedoch habe Djelem Djelem alle Hoffnungen auf Erfolg regelrecht übertroffen und die Signalwirkung über Dortmund hinaus gesteigert. Loose überträgt die Einschätzung seines Kollegen Detlev Becker hinsichtlich einer ebenfalls das dritte Mal wiederholten Aktion für unbegleitete Flüchtlinge – das erste Mal ist die Eröffnung, das zweite Mal gilt es regelmäßig zu nennen und beim dritten Mal ist von Tradition zu sprechen – auf Djelem Djelem. Abermals stünden nun Tage voller Kultur, Information und spannender Begegnungen vor uns.

Erklärtes Ziel von Djelem Djelem sei es, „die Vielfalt der Roma-Kulturen zu präsentieren, Vorurteile gegenüber dieser Minderheit abzubauen und bestehende Feindbilder zu entkräften und ein Zeichen für eine offene und tolerante Stadtgesellschaft in Dortmund zu setzen. Dieses Ziel hält Loose nicht nur für erreicht: „Wir haben es übertroffen.“ Das Festival bietet eine faszinierende Mischung aus Alltagsleben, Kunst, Kultur und Sozialem. Dem zugrunde liegt ein einzigartiges und bewährtes Konzept, das sich jedes Jahr neu erfindet. Zwischen Depot und Nordmarkt breitet sich das Festival immer mehr aus. Als neue Festivalorte sind dieses Mal das „domicil“ und das Torhaus im Rombergpark hinzugekommen.

Roma-Kulturzentrum für Roma und das Ruhrgebiet weiter im Blick

Stadtrat Jörg Stüdemann schiebt weitere positive Informationen hinterher: Im nächstem Jahr Jahr wollen die Städte Hagen, Gelsenkirchen und Duisburg bei Djelem Djelem mitmachen. Und in Zusammenarbeit mit dem Verein Romano Than e.V. (Haus der europäischen Roma) werde weiterhin daran gearbeitet ein geeignetes Haus für das ins Auge gefasste Roma-Kulturzentrum für die Roma und das Ruhrgebiet zu finden. Noch einen positiven Effekt – nicht zuletzt durch das Roma-Kulturfestival angestoßen – nennt Stüdemann: Das Gespräch, der Austausch mit den aus Südosteuropa zugewanderten Menschen ist besser geworden.

Ruždija Russo Sejdović schreibt auf Romanes

Passend dazu leistet der aus Mazedonien stammende und in Köln lebende, der bei der Auftaktveranstaltung vertretene Schriftsteller Ruždija Russo Sejdović eine wichtige Arbeit, um die Kultur der Roma nicht nur sichtbarer zu machen, sondern auch verständnisfördernd in deren Sinne zu wirken. Gewiss neu für manche Besucherinnen und Besucher ist: Sejdović ist mit anderen auf dem Weg, einen wichtigen Beitrag für die Etablierung einer Schriftsprache – die es für Romanes nicht gibt – beizusteuern. Die Roma haben freilich auch ihre Geschichten. Jedoch werden diese oral von Generation weitergegeben. Ruždija Russo Sejdović schreibt auf Romanes. Seine Bücher erscheinen in Romanes (mit einer Leseanleitung) und Serbisch. Bald sollen sie, ist über das Gespräch, das Moderator Bastian Pütter (bodo.ev) mit dem Autor führt, zu erfahren, auch in deutscher Sprache zu haben sein.

Sejdović liest aus „Der Eremit“. Im Buch „Der Eremit“ werden in mehreren Kurzgeschichten die Themen Identität, Heimat und Ausgrenzung aufgegriffen und auf literarische Weise verarbeitet. Ruždija Russo Sejdović schreibt in zum Teil autobiographischen Kurzgeschichten über seine Kindheit im ehemaligen Jugoslawien, das Zusammenleben der Menschen unterschiedlichster Herkunft und über die Roma mit ihren Sorgen und Hoffnungen.

Ein theatralischer Höhepunkt des Eröffnungsabends ist die multimediale Projektpräsentation „Königreich Nordstadt“. Diese einfallsreich inszenierte Performance (Künstlerische und pädagogische Leitung Manuela Wenz und Lena Leniger, kulturpflanzen e. V. mit Tanz-, Foto- und Videodarbietungen wird sichtlich hoch engagiert mit überwältigender Spielfreude, selbstbewusst und mit Sinn für Humor von Kindern aus der Dortmunder Nordstadt auf die Bühne gebracht. Lebensgeschichten von Kindern aus der Dortmunder Nordstadt werden erzählt.

„Wir haben ein eigenes inneres magisches Königreich, das aus unserer Kindheit stammt. Aus einer Zeit, als Bäume noch riesengroß waren, Mama und Papa wie ein herrschendes Königspaar wirkten. Damals… Auch heute suchen wir die Widerspiegelung des inneren Königreichs im Leben, um die äußere und die innere Welt zu verbinden.
In diesem Projekt von Kulturpflanzen e.V. erforschen Roma Kinder und andere junge Einwohner der Nordstadt diese geheimen Pfade ins Königreich: gefährliche Orte, verborgene Nischen, magische Plätze.“ (aus der Konzeption)

Feurig aufspielende Straßenmusiker und leckere Balkanspezialitäten zum Ausklang

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Bulgarischen Straßenmusikern oblag die musikalische Unterhaltung vor und nach der Festivaleröffnung. Foto: C.-D. Stille

Ein praller Eröffnungsabend, schon bewährt, begleitet von feurig aufspielenden bulgarischen Straßenmusikern aus Dortmund. Beendet das Angebot leckerer Balkanspezialitäten dazu die Auftaktveranstaltung, liegt das Entree – ein fiktiver Stadtrundgang durch Dortmund(tolle Idee, nur leider etwas akustisch beeinträchtigt) – in der Depot-Halle schon drei Stunden zurück.

Das 3. Roma-Kulturfestival Djelem Djelem bietet nun noch bis zum 11. September ein durchaus üppiges zu nennendes und facettenreiches Programm.