Baerbock, der Schicksalsschlag unserer Nation – und die Tagesschau als Regierungssprecher

Die personifizierte Unfähigkeit fährt alles in die Grütze, wofür das bessere Nachkriegs-Deutschland einmal stand

 Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam

Frauenpower, erinnern Sie sich noch? Angela Merkel fand nichts dabei, Josef Ackermann, dem Chef der Deutschen Bank, im Kanzleramt eine Saus-und-Braus-Fete zum 60. Geburtstag auszurichten.[1] Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen fand, dass sie bei 300 Millionen Euro für Beraterverträge auch einen ihrer Söhne bedenken könne.[2] Die Olivgrüne Annalena Baerbock fand, ein Sonder-Honorar aus der Parteikasse brauche nicht in ihrer Einkommensteuererklärung aufzutauchen, und Nebeneinnahmen zu melden könne jeder mal vergessen.[3] Patricia Schlesinger fand, Promis aus Wirtschaft und Politik zu opulenten Fressabenden einzuladen und den Rundfunkbeitragszahler dafür blechen zu lassen, stehe einer RBB-Intendantin zu.[4] Der Tagesschau ist der Aspekt „korrupte Politik von Frauen“ bisher allerdings nicht aufgefallen. Die schnallt aber sowieso nie, was Sache ist.

Mag sein, man meint bei ARD-aktuell, Frauen seien per se vertrauenswürdiger, da brauche man nicht so genau hinzuschauen. Aber Frauen haben in der Weltgeschichte schon immer ihren Mann gestanden: Sie korrumpieren sich und ihre Ämter ebenso effektiv, der hochgeschätzten Alice Schwarzer sei’s geklagt. Kalenderblatt-Weisheit: In der repräsentativen Demokratie ist Korruption systemisch bedingt, die Weiße Weste gehört nicht zum Geschäftsanzug, auch wenn Frauen ihn tragen.

Merkel ist inzwischen politische Vergangenheit und soll uns hier nicht weiter beschäftigen. Von der Leyen ebenfalls nicht, denn im Unterschied zu Baerbock hat sie einen Doktortitel (sie promovierte mit einer Plagiats-verdächtigen Dissertation von dünnen 65-Seiten [5] ) und spricht etwas besser Englisch. Baerbock hingegen

… we are thinking in old boxes[6]

(das peinliche Gestammel mag sich im O-Ton anhören, wer mit seiner Zeit nichts anzufangen weiß)

hat nur ein Master-Studium an der London-School of Economics (für Kinder begüterter Eltern) absolviert und macht den Eindruck, ihr Diplom aus einem Münz-Automaten auf dem Flughafen Heathrow gezogen zu haben. Ihr „… ich komm‘ eher aus‘m Völkerrecht“-Niveau [7] könnte uns egal sein, wäre sie nicht grade Deutschlands katastrophale Außenministerin, die alle ihre Vorgänger intellektuell weit unterbietet.

Aus dem Nähkästchen NDR

Gucken wir aber zunächst kurz ins eigene Nähkästchen, den NDR. Aus dem können wir plaudern, schließlich haben wir beide dort Jahrzehnte unseres Berufslebens verbracht. Wir kennen Patricia Schlesinger schon, seit sie eine karrieregeile Jungredakteurin der Fernseh-Programmdirektion in Hamburg-Lokstedt war und einen angetragenen Gewerkschaftsbeitritt brüsk abwies. Dass sich diese Kollegin im Dunstkreis des NDR mit dem Korruptionsvirus infiziert haben könnte, wunderte uns nicht. Der Sender war längst bekannt für Eigennutz und Machtmissbrauch einiger seiner Führungskräfte und Mitglieder der Aufsichtsgremien.

Wir erinnern uns, dass ein ehemaliger stellvertretender Intendant seiner Ehefrau einen hoch dotierten Schein-Arbeitsvertrag bei der NDR-Werbe-Tochter verschaffte, ohne dass sie dafür irgendetwas zu tun hatte.[8], [9] Die Nummer bewirkte erhebliche Unruhe im Betrieb und führte schließlich zum nicht ganz freiwilligen Abgang des Mannes. Allerdings kam er beruflich gut versorgt bei seinen Parteifreunden unter: in der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Ein weiterer NDR-Intendant ließ sich zu seinem 60. Geburtstag mit pompösem Aufwand in der eigens dafür angemieteten Hamburger Musikhalle feiern und die Kosten des delikaten Events – mehr als 100 000 Euro – dem Gebührenzahler aufs Auge drücken, mit Einwilligung der Verwaltungsrats-Vorsitzenden.[10], [11] Er schied ein halbes Jahr vor Vertragsablauf aus, bezog aber bis zum formellen Ende weiter sein volles Gehalt.[12] Derlei Schamlosigkeit hat Tradition im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, und die zur Kontrolle bestellten Gremienmitglieder stecken dabei nur allzu oft mit dem zu beaufsichtigenden Spitzenpersonal unter einer Decke.

Viel ist seit dem schmählichen Abgang der RBB-Intendantin Schlesinger nun von „Reformen“ die Rede, von „Schadensbegrenzung“, von „mehr Transparenz“ im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Aber wir werden es erleben: Schon zum Jahresende geht alles bei den Gebührensendern wieder im gewohnten Trott.

Der Treppenwitz: Übergangsweise hat WDR-Intendant Tom Buhrow von Schlesinger den ARD-Vorsitz übernommen und gibt jetzt den Saubermann. Ausgerechnet Buhrow, der sich vom Verwaltungsrat fürstliche 413 000 Euro Jahresgehalt anweisen lässt [13] – von Aufwandsentschädigungen, Spesenkonto und amtsbedingten Nebeneinnahmen gar nicht erst zu reden. Er weiß, wie man zwecks Erhalt der Freundschaft mit wichtigen Volksvertretern umgeht: Man schafft das nach Seriosität duftende Institut eines „Parlamentarischen Abends“ [14], [15], [16] , auf dem sich Landtagsabgeordnete, Rundfunkräte und ihre Entourage auf Kosten des Rundfunkbeitragszahlers gütlich tun. Danach werden den WDR betreffende Gesetze ganz bestimmt so formuliert, dass sie Buhrow und den Herrschenden ein Wohlgefallen sind.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist gegen jede revolutionäre Veränderung hin zum „Kontrollorgan des Volkes“ gefeit. Er muss bleiben, was er immer war: Herrschaftsinstrument der Regierenden, das die sich keinesfalls mehr aus der Hand nehmen lassen werden. Ob Männer oder Frauen am Ruder sind, bleibt sich dabei selbstverständlich gleich.

Ignoranz, die Wurzel allen politischen Übels

Doch zurück zur sogenannten „feministischen Politik“ (die ja nur eine feministische Personalpolitik ist nach dem Prinzip Quote statt Qualität): Annalena Baerbock! Sie bringt insofern Neues auf die Bühne, als sie vollkommen hemmungslos ihren Kenntnismangel, Blickverengung, Geschwätzigkeit, Geltungssucht und kriegslüsterne Aggressivität auslebt:

„Für mich ist klar: Die Ukraine verteidigt auch unsere Freiheit, unsere Friedensordnung und wir unterstützen sie finanziell und militärisch – und zwar so lange es nötig ist. Punkt.“ [17]

Auf einem Treffen der Nicht-Regierungsorganisation „Forum 2000“ am 31. August in Prag erklärte sie, sie stehe zur Ukraine:

„… egal, was meine deutschen Wähler denken … “ [18]

Dabei bleibe sie selbst dann,

„wenn die Menschen in großer Zahl wegen der hohen Energiekosten auf die Straße gehen.“ [19]

Kontext: Ist mir doch scheißegal, wie schlecht es den deutschen Bürgern geht. Das hätten die allerdings vor der Wahl zum 20. Deutschen Bundestag wissen sollen / können.

Es wäre Baerbocks Amtes, auf Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland über einen Friedensschluss zu drängen sowie auf direkte eigene Gespräche mit der russischen Regierung hinzuarbeiten. Stattdessen setzt sie unverhohlen auf Waffenlieferungen an Kiew, auf Deutschlands Rolle als Kriegspartei gegen Russland und auf Verlängerung des Entsetzens in der Ukraine:

„Wir müssen uns darauf einstellen, dass dieser Krieg noch Jahre dauern könnte.“ [20]

Zu solch bösartiger Perspektivenwahl und sprachlicher Schwäche passt das typische Nachplappern einer Grünen Göre: „Die Ukraine verteidigt auch unsere Freiheit, unsere Friedensordnung“. Baerbock quasselt garantiert kenntnisfrei und ohne zu bedenken, über was: Über das mit Abstand korrupteste Staatsgebilde Europas, die Ukraine. Geführt von einer ersichtlich koksenden US-Marionette, einem schamlosen Neonazi-Förderer und Steuerhinterzieher mit millionenschweren Auslandskonten.[21] Die olivgrüne Camouflage dieses hemmungslosen Antidemokraten erspart uns die Tagesschau seit Monaten an kaum einem Tag. Die Ukraine ist ein „failed state“ am Tropf des Westens. Dem Selenskyj verboten Großbritannien und die USA im Mai weitere Friedensverhandlungen in der Türkei, um Russland in einem langwierigen Krieg „schwächen“ zu können. In beispielloser Verantwortungslosigkeit ließ sich die Marionette Selenskyj von den USA und der EU als machtgieriger Kriegsherr aufbauen, der seine Landsleute zu Zigtausenden als Kanonenfutter opfert. Im geostrategischen Interesse der USA. Sein Motto: Ihr liefert die Waffen, wir die Leichen.

Den US-Amis zu Diensten

„Feministische Außenpolitik“? Baerbocks Kriegskurs[22] ist nicht feministisch, schon gar nicht feminin (im Sinne von fraulich-mütterlich). Nicht ein einziges bewegendes Wort des Gedenkens und der Trauer hat Baerbock den ukrainischen und den russischen Kriegstoten gewidmet. Die Tagesschau verschweigt eh gewohnheitsmäßig, was sich auf dem „Schlachtfeld“ ereignet: Jeden Tag meldet das russische Verteidigungsministerium zwischen 200 und 500 „vernichtete“ ukrainische Soldaten.[23] Hunderte Tote, Tag um Tag, in einem Krieg, der zugunsten von Freiheit und Demokratie von jetzt auf gleich beendet sein könnte – wenn Washington, London und Berlin es nur wollten.

Seit Kriegsbeginn haben mehr als 50 000 Ukrainer ihr Leben verloren. Zehn Millionen Menschen sind geflohen. Sich darüber halbwegs gesichert und aus unterschiedlichen Quellen zu informieren, ist dem deutschen Zeitgenossen normalerweise verwehrt: Alle „Feindmedien“ unterliegen hierzulande der Zensur[24], die laut Grundgesetz aber gar nicht stattfindet und die es demnach auch nicht ausnahmsweise geben darf.[25] Doch Rechtsnihilismus ist neuerdings deutsche Staatsräson.

Dem bundesdeutschen Erzählerjournalismus andererseits geht es um Verdummung der Bürger, um das Einlullen der Sofabesatzung: Sie soll nicht merken, dass sie für die Fortsetzung eines längst verlorenen Krieges gemolken wird. Deshalb auch meint Baerbock, zum wiederholten Male vor „Kriegsmüdigkeit“ warnen zu müssen, vor dem Schreckgespenst des Friedens.[26]

Regierungs-Sprachrohr

Die Tagesschau widmet sich hingebungsvoll der Aufgabe, den Widerstand des Westens gegen Friedensverhandlungen und die fortgesetzten massenhaften Waffenlieferungen an Kiew als Politik zur Kriegsverkürzung auszugeben. Damit verlädt die Hauptabteilung ARD-aktuell ihr Publikum vollends:

„Waffenlieferungen jeder Art sind die wahrscheinlich beste Möglichkeit, den Krieg zu verkürzen, um die Balance klar in eine Richtung zu drehen.“ [27]

Das hat schon Baerbock‘sches Format.

Ach, was waren das noch dumm-glückliche Zeiten, als die TAZ (Hermann Gremliza: „Kinder-FAZ“) sich kaum einkriegen konnte vor Freude über die erste Frau im deutschen Außenamt:

„Wichtiger noch als eine Frau ist aber eine feministisch denkende Person. Dass wir das nun in einem haben – eine feministische, kompetente Person und dann auch noch eine Frau – das ist schon ein Glücksfall.“ [28]

Zu diesem Zeitpunkt wussten kompetente und überzeugende Feministinnen längst, was von einer Annalena Baerbock zu erwarten war. Alice Schwarzer im Frühjahr 2021:

„Aber setzt diese Frau überhaupt auf die Frauenkarte? Ist sie sich eigentlich dessen bewusst, dass sie zwar jetzt eine Frau an der Spitze ist, aber doch in einer weiterhin männerbeherrschten Welt? … Doch die F-Frage schien sie nicht zu verstehen oder nicht verstehen zu wollen. Sie plauderte kurz und munter über ihre eigene Familie und dass die immer wisse, wo sie, die Mutter, ‚hingehöre‘. Aber weiß Annalena Baerbock auch, wo sie politisch hingehört?“ [29]

Im Januar 2022 ließ Ministerin Annalena Baerbock die Leitlinien ihrer zukünftigen Arbeit skizzieren: im Kern eine menschenrechtsorientierte Klimapolitik und eine „feministische Außenpolitik“. Expertendefinition: Unter feministischer Außenpolitik sei die Militarisierung von Sicherheitsstrukturen aufzugeben und gegen die Überzeugung aufzutreten, dass „mehr Waffen gleich mehr Sicherheit bedeuten …“ [30]

Schon zwei Monate später galt das nicht mehr. Baerbock machte die Volte rückwärts und bewies mit überschäumendem Engagement für Waffenlieferungen an die Ukraine, dass ihr jegliche Grundsatztreue fehlt. Sie lebt seither mannhaft ihre Machtbefugnis aus. Dass sie sich noch zu Jahresbeginn gegen Waffenlieferungen in Krisengebiete ausgesprochen hatte, war vergessen.[31]

Im Zivilleben nennt man solche Leute auf Rheinisch „‘ne fiese Möpp“. Auf Alltagsdeutsch charakterlos.

Krankhafte Realitätsverweigerung

Statt grundgesetzkonform friedensbemühter Außenpolitik liefert Baerbock kriegerische und völkerrechtswidrige Sanktionsbeschlüsse vom Band, ganz im Sinne ihrer Washingtoner Vorturner:

„Wir treffen das System Putin dort, wo es getroffen werden muss, eben nicht nur wirtschaftlich und finanziell, sondern in seinem Machtkern“,

schwadronierte Baerbock und ließ ihrem Publikum damit die Wahl, ob es über soviel Unverstand lachen oder weinen sollte. Putin und Lawrow seien, behauptete Baerbock, verantwortlich dafür,

„dass das internationale System mit Füßen getreten wird. Und das nehmen wir als Europäerinnen und Europäer nicht hin.“ [32]

Mit diesem Dummgeschwätz aber nicht genug. Baerbock-Schnellsprech, ohne Punkt und Komma, am Rande des NATO-Sommergipfels in Madrid:

„ … wir wollten weiter mit Russland äh leben, es war nie Ziel der NATO in Konfrontation mit Russland zu gehen ganz im Gegenteil man hat ja im Rahmen der NATO gemeinsam mit Russland vor einiger Zeit, vor längerer Zeit, die NATO-Russland-Grundakte auch beschlossen das war genau das Instrument wie man in Frieden, in Vertrauen miteinander lebt aber dieses Vertrauen hat Russland im wahrsten Sinne des Wortes in die Luft gesprengt und jetzt gilt es gerade, diese Länder zu unterstützen, die in direkter Nachbarschaft an der Grenze zu Russland, äh, liegen, weil die sich fürchten, äh, wenn sie angegriffen werden wir machen hier deutlich wir stehen in voller Solidarität mit den baltischen Staaten, mit Finnland und Schweden und werden jeden Winkel unseres gemeinsamen Bündnisgebietes verteidigen wenn es denn so sein sollte aber wir tun alles, dass es dazu nicht kommt …“ [33]

An dieser Stelle des Interviews haben wir kapituliert. In Anlehnung an Karl Kraus gestehen wir der Baerbock zu: Man muss nicht nur keine Ahnung haben, wovon man eigentlich spricht, man muss es auch noch schlecht ausdrücken können. Dann kann man deutsche Außenministerin.

Endsieg-Besoffenheit

Hochmut kommt vor dem Fall, weiß der Volksmund. Die Sanktionen der USA und der EU in Verbindung mit deutscher Endsieg-Besoffenheit und dem Berliner Wohlwollen für Ukronazis treffen bekanntlich nicht die Russen, sondern schlagen auf die sanktionierenden Staaten zurück: Unerträgliche Preiserhöhungen, Konkurse, zunehmende Schwäche und Kostenexplosion bei der Energieversorgung, Reallohn- und Arbeitsplatzverluste. Schwächelnder Dollar und Euro, zerlegender Rubel. All das begleitet von machttrunkenen Normierungsappellen (Heizung abdrehen, Pullover anziehen, Waschlappen statt Dusche … Fehlt nur noch: Klopapier sparen, die Zeitung dafür vierteln – oder gleich Gras nehmen, wie früher der Soldat im Felde).

Das ist die Darbietung Grüner Dilettanten, deren Russenhass sie längst auch persönlich disqualifiziert: Baerbock (und gleich nach ihr Habeck) sind Versager, denen man zumindest Untreue, Amtsmissbrauch und letztlich Friedens- und Landesverrat vorwerfen kann. Und die trotzdem nicht im Traum daran denken, sich endlich vom Acker zu machen. Hinter Baerbocks öffentlicher Warnung vor Volksaufständen [34] steckt keine Spur von Bewusstsein ihrer Inkompetenz.

Es ficht sie nicht an, dass viele ihrer Mitbürger in objektiv begründeten Existenzängsten leben und sich an den schon leeren Tafeln immer noch lange Warteschlangen bilden. Ihr und ihren Grünen Ministerkollegen geht es ja prächtig, sie sind dicke versorgt, ihr Alltag bleibt von den Folgen ihrer Politik weitestgehend unberührt. Der Elitenforscher Michael Hartmann bündig:

„Die Eliten sind in ihrer großen Mehrheit inzwischen so weit von der breiten Bevölkerung entfernt, dass sie zunehmend Schwierigkeiten haben, deren Probleme zu erkennen und die Folgen ihrer Entscheidungen für die Bevölkerung zu verstehen.“ [35]

Das Einst und das Jetzt

Otto Graf Bismarck reiste 1859 als preußischer Gesandter nach St. Petersburg, lernte in kürzester Zeit Russisch und bezeichnete den Außenminister Fürst Gortschakow als seinen Lehrmeister in Diplomatie. Er warnte vor jedem Gedanken an Krieg gegen Russland:

„Selbst der günstigste Ausgang … würde niemals die Zersetzung der Hauptmacht Russlands zur Folge haben … (und Russland würde) nach einer Niederlage unser geborener und revanchebedürftiger Gegner bleiben.“ [36]

Noch auf seinem Sterbebett warnte Bismarck: „Niemals gegen Russland!“ Außenministerin Baerbock („… ich komm‘ ja mehr aus‘m Völkerrecht“) weiß aber auch von Bismarck wahrscheinlich nicht viel mehr, als dass er mit Nachnamen Hering hieß und von ihm der Rollmops kommt. So ist das eben, wenn eine Außenministerin aus unserer Geschichte nichts gelernt und von Diplomatie sowieso keinen Schimmer hat.

Borniertheit gedeiht auf grünem Nährboden bestens. Da verspricht sie reiche Ernte: Faschistoides Denken und Verhalten – deutsche Blockwartmentalität! – werden folglich bei uns abermals zur Normalität. Sie zeigen sich deutlich im neuerlichen Diskurs über Deutschlands Mitwirkung am Krieg gegen Russland. Oskar Lafontaine:

„Die Äußerung von Annalena Baerbock, wir sollten ‚Russland ruinieren‘, muss man schon faschistoid nennen.“ [37]

Stimmt.

Quellen und Anmerkungen:

[1] https://www.spiegel.de/politik/deutschland/party-im-kanzleramt-ackermann-feierte-auf-staatskosten-a-644659.html

[2] https://www.zaronews.world/zaronews-presseberichte/profitiert-ursula-von-der-leyens-sohn-von-zugeschusterten-beratervertraegen-der-mutter/

[3] https://de.quora.com/Ist-die-Aussage-von-Annalena-Baebock-die-nicht-fristgemäße-Anzeige-von-Nebeneinkünften-beim-Bundestag-sei-lediglich-ein-blödes-Versäumnis-gewesen-glaubhaft?share=1

[4] https://www.businessinsider.de/wirtschaft/abendessen-auf-rbb-kosten-staatsanwaltschaft-interessiert-sich-fuer-belastende-aussagen-der-gaeste-von-patricia-schlesinger/

[5] https://www.welt.de/politik/deutschland/article153127144/Von-der-Leyen-darf-ihren-Doktor-behalten.html

[6] https://twitter.com/libra08101/status/1542265122332282880

[7] https://www.youtube.com/watch?v=nOMW8Kn4OLw

[8] https://www.focus.de/kultur/medien/plogs-problem-norddeutscher-rundfunk_id_1848591.html

[9] https://www.spiegel.de/kultur/stehlings-schwarze-stunde-a-5a6a188e-0002-0001-0000-000009199998

[10] https://www.welt.de/wams_print/article1522352/Fast-ein-Staatsakt-Ein-Sendefuerst-nimmt-Abschied.html

[11] https://www.ossietzky.net/laden/krieg-und-frieden-in-den-medien-ialana-hrsg/ (s.S. 231 ff)

[12] https://www.digitalfernsehen.de/news/medien-news/maerkte/ndr-intendant-jobst-plog-bekommt-nach-ausscheiden-weiter-gehalt-375398/

[13] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/785812/umfrage/jahresgehaelter-der-ard-intendanten-derlandesrundfunkanstalten/

[14] https://www.youtube.com/watch?v=HjfrnpfJhQE

[15] https://www1.wdr.de/unternehmen/der-wdr/unternehmen/parlamentarischer_abend-102.html

[16] https://www.wz.de/kultur/wdr-bewirtet-nrw-abgeordnete-vor-lesung-des-wdr-gesetzes_aid-26016769

[17] https://www.berliner-zeitung.de/news/annalena-baerbock-unterstuetzen-die-ukraine-so-lange-es-noetig-ist-li.261034

[18] https://www.infowars.com/posts/german-foreign-minister-says-support-for-ukraine-will-continue-no-matter-what-voters-think/

[19] https://ussanews.com/2022/09/01/german-foreign-minister-says-support-for-ukraine-will-continue-no-matter-what-voters-think/

[20] https://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts-52933.html

[21] https://www.welt.de/kultur/plus240130237/Selenskyj-Offshore-Konten-und-Wagnergate-geheime-Geschaefte-des-Praesidenten.html

[22] https://lostineu.eu/baerbock-wuenscht-russland-ein-strategisches-scheitern/

[23] https://eng.mil.ru/en/news_page/country.htm

[24] https://www.wsws.org/de/articles/2022/03/04/cens-m04.html

[25] https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_5.html

[26] https://www.rnd.de/politik/akw-saporischschja-lage-angespannt-berichte-ueber-folter-des-akw-personals-baerbock-warnt-vor-VYRGGJCMPGN3LQJGYCD5KP537U.html

[27] https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-russland-sechs-monate-krieg-101.html

[28] https://taz.de/Feministische-Aussenpolitik/!5822730/

[29] https://www.emma.de/artikel/die-kandidatin-und-der-feminismus-338553

[30]  https://www.boell.de/en/2019/01/30/feminist-foreign-policy-imperative-more-secure-and-just-world

[31]  https://www.n-tv.de/politik/Baerbock-verweigert-Waffen-fuer-die-Ukraine-article23064810.html

[32] https://www.rnd.de/politik/ukraine-krieg-baerbock-ueber-sanktionen-das-wird-russland-ruinieren-RZDYS2DEPRK5OST7ZGGRZ6UN4I.html

[33] https://www.welt.de/politik/ausland/video239630381/Nato-Gipfel-Aussenministerin-Baerbock-erklaert-wie-die-Nato-der-Ukraine-hilft.html

[34] https://www.nachdenkseiten.de/?p=86150

[35] https://hpd.de/artikel/abgehobenheit-eliten-soziologischer-sicht-15899

[36] https://de.rbth.com/kultur/2015/04/03/otto_von_bismarcks_russische_spuren_33309

[37] https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/oskar-lafontaine-deutschland-handelt-im-ukraine-krieg-als-vasall-der-usa-li.261471

Anmerkung der Autoren:

Volker Bräutigam (links) und Friedrich Klinkhammer. Foto: C. Stille

Unsere Beiträge stehen zur freien Verfügung, nichtkommerzielle Zwecke der Veröffentlichung vorausgesetzt. Wir schreiben nicht für Honorar, sondern gegen die „mediale Massenverblödung“ (in memoriam Peter Scholl-Latour). Die Texte werden vom Verein „Ständige Publikumskonferenz öffentlich-rechtlicher Medien e.V.“ dokumentiert: https://publikumskonferenz.de/blog

Gastbeiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht meine. Ich veröffentliche sie aber gerne, um eine vielfältigeres Bild zu geben. Die Leserinnen und Leser dieses Blogs sind auch in der Lage sich selbst ein Bild zu machen.

„Kommuni:corona. Kommunikation in Zeiten von Corona“ Von Dirk Hüther – Rezension

Über zwei Jahre Corona-Krise haben unsere Gesellschaft, bereits durch eine zur Verarmung führende neoliberale Politik gespalten – noch mehr entzweit. Und zwar durch die zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie ergriffenen Maßnahmen. Welche zu Anfang – wo man mangels fehlender Kenntnisse über das Virus und die dadurch ausgelöste Krankheit zu wenig wusste – vielleicht noch verständlich erschienen. Doch dann schossen die von der Regierung und einem in unserem Staatswesen überhaupt nicht vorgesehenem Gremium – nämlich der Ministerpräsidentenkonferenz – beschlossenen Maßnahmen und Verordnungen übers Ziel hinaus. Sogar unser Grundgesetz erfuhr Einschränkungen. Zudem waren diese Maßnahmen oft widersprüchlich und unlogisch. Außerdem schädlich für Gewerbetreibende, Künstler etc. und nicht zu vergessen: für Kinder. All das hat etwas mit uns gemacht.

Verdacht: Massenpsychose

Wir bemerken: Viele Menschen hat die Corona-Krise ängstlich werden lassen. Und die Regierung und die ihr auffallend gleich nachtönenden Medien haben diese Angst rund um die Uhr nahezu zwei Jahre lang noch verstärkt. Um nicht zu sagen: geschürt. Diese Angst war den Menschen auch leicht zu machen gewesen. Schließlich können wir das Virus weder sehen, noch schmecken, noch riechen. Selbst wenn wir gar nicht bestreiten, dass es dieses Virus gibt, könnte man auf die Idee kommen, dass die Herrschenden dessen Existenz nutzen könnten, um Menschen zu konditionieren. Oder etwas damit gleich einem aufgebauten Paravant dahinter verbergen wollen. Etwa einen möglicherweise bevorstehenden Zusammenbruch des Finanzssystems? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt! Verschwörungstheorien? Klar!

Dennoch: wir haben es möglicherweise mit einer Massenpsychose zutun.

Dirk Hüther, dessen Buch mit dem Titel „Kommuni:corona. Kommunikation in Zeiten von Corona“ diesem Text zugrunde liegt, hat sich u.a. auch damit befasst.

„Massenformationen sind tiefer und weitreichender und sie bewirken, dass eine gesamte Bevölkerung im blinden Gehorsam einer Elite hinterherläuft, die sie todsicher ins Verderben führt. Zu diesem Thema hat der belgische Psychologieprofessor Matthias Desmet von der Universität Gent geforscht und seine Erkenntnisse im Zusammenhang mit der Corona-Situation dem Publikum präsentiert. Da ich die Zusammenhänge der Massenpsychose bereits erklärt habe, reicht es aus meiner Sicht aus, wenn ich hier lediglich noch die Besonderheiten der Massenformation hervorhebe“, schreibt Dirk Hüther. Und wenn man als Leser die Bücher „Propaganda“ von Jaques Ellul, „Die Öffentliche Meinung“ von Walter Lippmann und „Die Psychologie der Massen“ von Gustave Le Bon gelesen hat, können entsprechende Nach-Denkprozesse in einem ausgelöst werden. Es wird einen dann durchaus auch vorstellbar, dass Psychologen an der Erarbeitung von Corona-Maßnahmen mitgewirkt haben. Besonders perfide stieß nicht nur mir ein geleaktes Dokument aus dem Bundesinnenministerium auf, worin etwa Kindern, die ihre Großeltern in der Corona-Zeit besuchen, Angst gemacht wurde, sie könnten Oma und Opa töten.

Viele Menschen sind in einem psychischen Ausnahmezustand

Der Autor schreibt (S.64): „Du kannst die Existenz des Corona-Virus (SarsCov2) anzweifeln, Du kannst sogar Viren allgemein anzweifeln, aber was es meines Erachtens tatsächlich gibt, das sind die Viren des Geistes – und die sind im Moment massenhaft verbreitet und wahnsinnig wirkungsvoll. Viele Menschen sind daher in einem psychischen Ausnahmezustand, in dem das Hirn einfach nicht mehr so zu funktionieren scheint, wie wir es gewohnt sind. Menschen, die in diesem Sinne eine psychische Erkrankung haben, schaffen es, die absurdesten Dinge von sich zu geben, ohne die Absurdität zu bemerken – und selbst wenn Du sie darauf hinweist, wollen sie es nicht wahrhaben.“

Exakt! Das ging mir nicht nur einmal selbst durch den Kopf.

Der Autor arbeitet als Coach – Was eigentlich ist Coaching?

Dirk Hüther arbeitet als Coach. Was eigentlich ist Coaching? Auf emotion.de lesen wir: „Coaching bedeutet, „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu geben, durch gezielte Fragen den Kunden selbst auf für ihn passende Lösungen zu bringen. Durch diesen Ansatz ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass der Kunde den eigenen Weg auch geht. Der Kunde fühlt, es ist die eigene Idee, seine Intuition, passend zu seiner Person. Es wird ihm nichts aufdiktiert. Das Ergebnis einer Coachingsitzung sind nicht immer neue Wege, es kann auch die Bestätigung sein, dass der bisherige Weg der richtige Weg ist. (…)

Coach ist eine ungeschützte Berufsbezeichnung. Das sagt erst einmal nichts. Nebenbei: Journalist ist ebenfalls eine ungeschützte Berufsbezeichnung.

Aufgaben eines Coaches

„Das Wort Coach hat seinen Ursprung im Ungarischen und bedeutet „Kutsche“ (ungarisch: kocsi; C.S.). Nun, die Kutsche ist ein Beförderungsmittel. Von einem Ort zum anderen. Wer sich in eine Kutsche hineinsetzt, hat ein Ziel vor Augen. Die Kutsche ist dabei Mittel zum Zweck. Damit es schneller geht, damit man auf dem Weg bleibt, zielgerichtet. Denn, wenn der Reisende dem Kutscher sein Ziel genannt hat, so verlässt er sich darauf, dass der Kutscher die richtige Begleitung auf seinem Weg ist. Er bringt ihn seinem Ziel näher, Schritt für Schritt. Grundsätzlich ist das auch die Aufgabe eines Coachs: Die Begleitung des Kunden auf dem Weg zu seinem Ziel. Dies kann erfolgen durch Tipps, Ratschläge oder auch Impulse.“ Quelle: emotion.de

Übung macht den Meister“

Mit Dirk Hüther als Coach liegen wir goldrichtig. Allerdings sollte niemand glauben, es reiche aus, dieses Buch zu lesen und hernach zu meinen, gleich alles richtig zu machen. Dirk Hüther merkt an: „Es geht darum, sich mit sich selbst zu beschäftigen, die eigenen unbewussten Programme zu verstehen und zu verändern. Es geht darum zu lernen, selbst die Veränderung zu sein, die wir uns von der Welt wünschen – wie es Gandhi so schön ausgedrückt hat – und nicht, es von anderen zu fordern.“

Eine wohlgemeinte Empfehlung des Autors: „Übung macht den Meister.“ (…) „Du entscheidest, ob Du das Angebot annimmst, oder Du lässt es eben sein. Allerdings erschließt sich Dir das, was ich geschrieben habe, am besten durch ein „sich emotional darauf Einlassen“ und vor allem durch aktives Tun. Denn die beschriebenen Strategien erfordern Training. Das wäre so ähnlich, wie wenn Du nach Deiner ersten Klavierstunde nach Hause gehst und zu Dir sagst: „Üben? Wofür?“

Ja, wie Sie bemerkt haben werden, duzt uns der Autor. Dass schafft sofort eine gewisse, angenehme Nähe und Vertrautheit zwischen Lesern und Autor.

Wozu dieses Buch?“

Der Autor erklärt: „Seit 20 Jahren bin ich unterwegs als Coach, Trainer und Berater und dabei ist Kommunikation eines meiner Kernthemen – und seit mehr als zwei Jahren beobachte ich über das unmittelbare Geschehen der Corona-Situation hinaus vor allem die Aspekte, die dabei die Kommunikation betreffen. Schon im Mai 2020 habe ich geschrieben, dass ich es für sinnvoll halte, Menschen, die die Maßnahmen begrüßen und mittragen, mit ihrer Haltung und ihrem Verhalten zu konfrontieren, ihnen den Spiegel vor die Nase zu halten und sie zu ihrer Menschlichkeit zurückzubringen. Dann im Dezember 2021 sind die Geschehnisse in unserer Gesellschaft auf eine Art und Weise eskaliert, wie ich es noch kurz zuvor nicht für möglich gehalten hätte – und auch ich habe etliche Erfahrungen im Umgang mit anderen gemacht, auf die ich lieber verzichtet hätte. Mit diesem Buch will ich Euch, liebe Leser, an meinen Erfahrungen und den daraus resultierenden Schlussfolgerungen teilhaben lassen.“

Ein Riss geht durch Familien und Arbeitskollektive

In diesen Corona-Krisenjahren und nun noch obendrein der Ukraine-Krieg sind viele Menschen zerstritten. Ein Riss geht durch Familien und Arbeitskollektive. Man schreit sich bisweilen an. Oder geht sich aus dem Wege, weil der oder die andere nicht geimpft ist! Das Thema Corona wird bisweilen bei Familienfeiern mit einem Tabu belegt, um einen Eklat zu vermeiden. Sicher haben Sie, liebe Leser, Ähnliches erlebt. Ich selbst wurde einmal an der Stelle einer Fußgängerzone, wo die Maskenpflicht nicht galt, von zwei Männern mit wutverzerrten Gesichtern angeschrieen: „Maske auf!“ Als ich intervenierte, brüllte einer der beiden: „Maske auf! Sonst mache ich dich Kiefernabteilung!“

So voll Angst mussten diese beiden Männer sein, dass sie offenbar um ihre Gesundheit, wenn gar nicht um ihr Leben fürchteten, weil ich – obwohl mindestens 15 Meter entfernt – keine Maske trug. Hält sich das Virus nur auf bestimmten Straßenabschnitten auf?

Wie antworten, wie reagieren auf derlei aggressive Anwürfe?

Ähnliche Beispiele – aus Supermarkt oder an anderen Orten – führt Dirk Hüther in seinem Buch an. Wie sollte man reagieren, antworten auf dergleichen Anwürfe?

Das ist interessant und Hüther schreibt das durchaus humorvoll, sodaß ich während der Lektüre einige Male laut auflachen musste. Hüther, auf „unserer Seite“ stehend, erklärt durchaus auch die „andere Seite“ und warum die wiederum so reagiert, wie sie jetzt reagiert. Dahinter ist schon viel Psychologiewissen beim Autor zu vermuten. Oft habe ich im Buch gedacht: Ja, so etwas habe ich doch auch da oder dort im Leben, im Beruf, in der „Kommunikation“ mit einem Chef erlebt. Ihnen, liebe Leser, dürfte es ebenso gehen.

Dirk Hüther stellt fest: „Seit mehr als zwei Jahren reden Menschen aufeinander ein, schreien sich an, werden in Unterhaltungen wütend, aggressiv oder hysterisch und haben dabei viele weitere ungünstige Geisteszustände, durch die ein Dialog mit anderen schlicht unmöglich ist. Die verheerende Unfähigkeit, miteinander zu reden, führt nicht nur zu kaputten Unternehmen, sondern eben auch zu einer zutiefst gespaltenen Gesellschaft – auf allen Seiten unfähig, noch miteinander zu reden.“

Das Anliegen des Autors

„Ich bin ein Kommunikationsheini und mein Beitrag dient dazu, die Kommunikation auf „unserer Seite“ erfolgreicher zu machen. Unsere Seite, das sind für mich Millionen von Menschen hierzulande, die zwar als Gruppe sehr heterogen sind, sich aber dennoch unter einem Dach zusammengefunden haben. Sie wollen unser Grundgesetz in seiner vollen Gültigkeit wieder in Kraft setzen und zurück zu einem Leben in Würde und gegenseitiger Achtung kommen, aber auch die Machtübernahme durch eine Clique von Superreichen und entsprechende totalitäre Strukturen verhindern. Wenn wir aber diese Wirkung erzielen wollen, müssen wir damit aufhören, bei den eigenen Leuten offene Türen einzurennen oder noch blöder: sich mit den eigenen Leuten wegen nebensächlicher Themen in die Wolle kriegen. Wir müssen auch endlich aufhören mit diesen völlig nutzlosen, sinnbefreiten Argumentationsmonologen, die wir getrost einer Parkuhr erzählen könnten. Ich bin davon überzeugt, dass ich stattdessen einige Ansätze parat habe, die tatsächlich dazu geeignet sind, die Spaltung zu überwinden. Das ist aber nicht leicht und mitunter auch für uns verbunden mit Schmerzen.“

Im Teil I des Buches geht es um wichtige Grundlagen zur Kommunikation

Wir Leser erlangen so ein Grundverständnis der Zusammenhänge die beim Miteinanderreden wirksam sind. Gesellschaftliche und psychologische Erkenntnisse werden uns an die Hand gegeben. „Ich arbeite dazu gerne intuitiv und nicht empirisch, das heißt, mir geht es dabei um Wirkung und nicht um wissenschaftliche Exaktheit. Ich werde an einigen Stellen natürlich auf Wissenschaftler hinweisen, aber ich lade Dich ein, Dich jeweils auch selber mit dem Original zu beschäftigen“, schreibt Dirk Hüther.

Im Teil II des Buches werden notwendigen Voraussetzungen des erfolgreichen Miteinander-Redens und die Gewaltfreie Kommunikation (GfK) erörtert.

Der Autor hält viel von einer „inneren Haltung“: Ich bin mal so vermessen und sage: Kommunikation ist zu 80% eine Sache der Haltung und nur zu 20% eine Sache des „Was und Wie ich rede“ – und von diesen 20% ist dann auch nur ein geringer Teil eine Frage der genauen Wahl der Worte. Vieles von dem, was ich Dir in diesem Buch vorschlage, kann nur „funktionieren“, wenn es auf einer solchen Haltung basiert. Dazu gehört für mich insbesondere die Haltung, die auch in der Gewaltfreien Kommunikation zugrunde gelegt wird.“

Im dritten Teil schließlich werden wir über die Strategien des Miteinander-Redens auf Augenhöhe und gleichberechtigt ins Bild gesetzt. Es geht um die Vermittlung konkreter Strategien der Kommunikation, die ein erfolgreiches Miteinanderreden ermöglichen sollen – oder zum Teil auch reine Selbstverteidigung darstellen. Wir sollten also einen Strauß von Strategien zur Verfüngung haben. „Denn“, so der Autor, „bisher benehmen sich die meisten Menschen wie in dem Abraham Maslow zugesagten Satz: „Wenn Dein einziges Werkzeug ein Hammer ist, dann sieht für Dich jedes Problem aus wie ein Nagel“.

Lesen Sie, liebe Leser, das Buch und empfehlen sie es gern weiter. Wie versprochen, haben wir mit diesem Buch wirklich einen Leitfaden mit praktischen Beispielen von Kommunikation an der Hand. Wir sollten – reichlich Übung vorausgesetzt – versuchen danach zu handeln. Versuch macht klug!

Dirk Hüther

Dirk Hüther, Coach

Über dieses Buch

Es gab schon immer viele gute Gründe, sich intensiv mit Kommunikation zu beschäftigen, seit Corona wird diese Beschäftigung jedoch zwingend notwendig.

Was den Leser erwartet

Dieses Buch bietet fundierte und praxisorientierte Anleitungen, eine echte Verbindung zum Gegenüber zu finden und Brücken zu Menschen mit einer vollkommen anderen Sicht zu bauen. Es hilft dabei, zu verstehen, warum ein Argumentieren bei grundsätzlich unterschiedlichen Meinungen völlig nutzlos ist und macht vor allem möglich, innerhalb von Gruppen und Initiativen verbindender und mitfühlender zu agieren und damit Konflikte zu reduzieren. Dabei ist dieses Buch aber keine theoretische Abhandlung, sondern gibt vielmehr ein in zahllosen Seminaren erprobtes Werkzeug an die Hand. In Beispieldialogen wird unmittelbar erlebbar, wie Dialoge auch verlaufen könnten, so dass die Erkenntnisse und das Handwerkszeug aus dem Buch direkt angewendet werden können.

Miteinander reden

Dieses Buch soll dabei helfen, mit anderen Menschen in konstruktive Gespräche zu kommen und ist für den Autor nicht nur ein professionelles Anliegen, sondern auch ein ganz persönliches Ding: “Es geht ja auch um meine Freiheit und mein Leben in dieser Gesellschaft. Wenn ich Menschen dabei unterstützen kann, mit mehr Wirkung zu agieren, ist das ein Gewinn für alle – denn jeder erfolgreich kommunizierende Mitstreiter dient auch meiner Freiheit.”

Der Autor

Dirk Hüther, Jahrgang 1964, studierte Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt Marketing. Seit 2001 ist er selbstständig als Berater, Trainer und Coach tätig und hat vielfältige Aufträge zum Thema Kommunikation, Zusammenarbeit, Führung und Persönlichkeit für diverse Bildungsträger und mittelständische Unternehmen realisiert.

Hinweis: Dieser Beitrag erscheint auch im „Stichpunkt Magazin“.

Dirk Hüther

Kommuni:corona. Kommunikation in Zeiten von Corona

Ein Leitfaden mit praktischen Beispielen

Preis: 19,90 Euro zzgl. Porto und Versand

ISBN: 978-3-9505234-2-3

Umfang: ca. 250 Seiten

Format: 130 mm x 190 mm (Taschenbuch)

Erscheinungstermin: 1.8.2022

Verlag ars vobiscum

Umfang: ca. 250 Seiten

Format: 130 mm x 190 mm (Taschenbuch)

Erscheinungstermin: 1.8.2022

Verlag ars vobiscumarv_logo-pfade_kreis_sw_200x

Das „Stichpunkt Magazin“ geht an den Start: Für eine Gesellschaft mit Kultur

Zeitungen und Magazine gibt es nahezu wie Sand am mehr. Neue kommen, andere gehen. Letzteres trifft schmerzlich für Leser und Macher auf das Magazin „Melodie & Rhythmus“ zu. Andere – wie nun das „Stichpunkt Magazin“ haben den Mut und gehen voller Zuversicht an den Start.

Was will das „Stichpunkt Magazin“?

„Mit dem »Stichpunkt Magazin« gibt es nun ein Medium“ schreibt Herausgeber Thomas Stimmel, „welches den gesamtgesellschaftlichen Dialog fördern und bewusst Lösungsräume anbieten möchte, sowie gesellschaftliche und politische Themen mit künstlerischen und kulturellen Inhalten verbindet. Das Mitmenschliche in den Vordergrund stellt und die, sich im Laufe der Zeit gebildeten gesellschaftlichen Blasen öffnen, oder zumindest »anstechen« will.

Wir möchten unsere Leser dazu anstiften neugierig zu sein und neue Inhalte für sich zu entdecken. Sich von besonderen Menschen inspirieren zu lassen. Zusammengefasst: Wir wollen dazu animieren, über den eigenen Tellerrand hinauszusehen. Die Kunst ist hierbei eines der wichtigsten Bindeglieder zwischen Menschen unterschiedlichster Standpunkte. Kunst kann vermitteln, Ängste nehmen und Brücken über tiefe Gräben ziehen.“

Das Magazin

für eine Gesellschaft mit Kultur

Gemeinsam geht es besser

Die Erstausgabe des Magazins finanziert sich ausschließlich aus direkten Verkäufen. Um die Inhalte und die kommenden Ausgaben weiter ausbauen zu können, möchten wir bewusst mittelständische Unternehmen ermuntern, die Publikation durch Anzeigen zu unterstützen. Besonders in diesen Zeiten ist es notwendig, kleinere und mittelständische Unternehmen zu fördern, da diese das Rückgrat unserer Gesellschaft darstellen.

Das Stichpunkt Magazin bietet hierfür kostengünstige Möglichkeiten, sowohl in der ditialen, als auch in der gedruckten Ausgabe zu erscheinen. Es können diverse mediale Inhalte transportiert werden.

Anfragen bitte an: anzeigen@stichpunkt-magazin.com

Coverfoto: Thomas Stimmel

In aller Bescheidenheit möchte anmerken, dass ich mich glücklich schätze, an dieser neuen Publikation mitarbeiten zu dürfen.

Der Neuanfang: »Stichpunkt Magazin«

Thomas Stimmel im Vorstellungsvideo