KenFM: Zweites ausführliches Gespräch mit Dr. Rainer Rothfuß

Zur Kenntnis:

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kenfmDr. Rainer Rothfuß hat von 2009 bis 2015 an der Universität Tübingen als Professor im Fachbereich Geowissenschaften / Humangeographie geforscht und sich dabei speziell mit dem Thema der Feindbildgenese beschäftigt.

Bereits im letzten Jahr hat Ken Jebsen ein ausführliches Gespräch mit Rainer Rothfuß über Feindbildgenese, Konfliktforschung und Kriegspropaganda in den Medien geführt. Heute wurde ein zweites ausführliches Gespräch veröffentlicht, in dem es unter anderem um den Kampf des Establishments gegen die Kritiker der Kriegshetze geht.

Bild anklicken, YouTube!

Dr. Rainer Rothfuß:„Es ist in der Tat so, dass es nicht karriereförderlich ist, sich in brisante Themen einzuschalten und da eine vom Mainstream abweichende Meinung einzunehmen. Das ist extrem gefährlich, was die Karriereentwicklung angeht…“

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Keine Macht dem Erdowahn – Freiheit statt Erdogan

Treffende Kritik an der derzeitigen türkischen Politik:

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(Rede auf der Kundgebung vor der türkischen Botschaft am 31.3.2016)

Wir haben uns heute vor der Botschaft der Türkei versammelt um als Souveräne und Demokraten dieses Landes den Botschafter eines Unrechtsregimes herauszuzitieren und zur Sprache zu stellen. Wir fordern den Botschafter und Vertreter Erdogans in Deutschland, Hüseyin Karslıoğlu und sein Botschaftspersonal auf, sich anzuhören, was wir ihm und seinem Dienstherren, dem Diktator Erdogan zu sagen haben. Dabei muss es sie fast ein wenig traurig stimmen, denn in der Türkei würde ein jeder hier auf diesem Platz, der friedlich gegen das Unrechtsregime Türkei demonstriert um seinen Arbeitsplatz, seine Freiheit, seine Unversehrtheit, ja sogar um sein Leben fürchten.
Die Türkei ist ein Land das die Totalüberwachung und Netzsperren für unliebsame Nachrichten eingerichtet hat, Zensur betreibt und jeden Funken der Freiheit, jeden Hauch eines freien, selbstbestimmten Lebens erstickt.
Herr Karslioglu, es ist unglaublich zynisch wenn Sie, wie in ihrem Grußwort auf der Seite…

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Der aktuelle Ohrenkuss erklärt den „Anfang der Welt“

Cover des Ohrenkuss No 36; Foto: Hanna Witte, Grafik: Maya Hässig, Köln/Ohrenkuss.

Cover des Ohrenkuss No 36; Foto: Hanna Witte, Grafik: Maya Hässig, Köln/Ohrenkuss.

Die neue Ausgabe des Magazins „Ohrenkuss… da rein, da raus“ ist da!

Diesmal dreht es sich um etwas ganz Elementares. Der Titel des Märzheftes: „Anfang der Welt“. Und, soviel sei verraten, wieder ist den Autorinnen und Autoren, der Redaktion, eine Überraschung gelungen. Der März-Titel des Magazins, so heißt es in der Presseankündigung, „steht damit für das Entstehen des großen Ganzen, das wir Welt nennen, und unserer eigenen kleinen Welt, die mit der Geburt beginnt.“

Wer Ohrenkuss schon kennt, weiß um die wunderbaren, manchmal zunächst seltsam anmutenden, jedoch mit ihren Erklärungen wahrlich direkt zum Kern der Dinge und Geschehnisse vorstoßende kleine Artikel oder Gedichte.

Auch diesmal, schlägt man das Cover mit dem glänzenden schwarzen Kreis auf, an welchem vorbei man wie aus einem imaginären Raumschiff auf die Erde zu blicken scheint, fesseln einen abermals schon die ersten Texte der Autorinnen und Autoren mit Down-Syndrom. Sie bewegen sich diesmal beinahe magisch „zwischen den beiden Polen der Mensch- und Welt-Werdung. Zu danken ist zu einem nicht geringem Teil der eindrucksvollen Bebilderung des Magazins durch die die Kölner Fotografin Hanna Witte. Diese lässt den März-Ohrenkuss „wie ein Ausstellungs- und Denkraum“ wirken, „durch den die Leserschaft Wort für Wort und Bild für Bild schreitet wie durch ein echtes Museum.

Wie üblich hat sich das Ohrenkuss-Redaktions-Team durch den Gang durch zwei Ausstellungen die nötigen Anregungen für ihre Texte verschafft. Die Autorinnen und Autoren haben mehrmals die fantastische Ausstellung „Haux Haux“ von Ernesto Neto im Arp Museum im Bahnhof Rolandseck, um der Entstehung von Universum, Welt und Leben auf die Spur zu kommen. Und in der Bonner Ausstellung „Outer Space. Faszination Weltraum“ in der Bundeskunsthalle haben sich Antworten auf Fragen zum Weltraum, zum Urknall und zum Leben im All finden lassen.

Erst Adam und Eva – oder doch Affen?

Zur Entstehung des Universums hat das Ohrenkuss-Team unterschiedliche Ansichten. „Blau war die Welt“, diktierte Anna-Lisa Plettenberg (S. 07), Tobias Wolf setzt dem auf Seite 08 entgegen: „Also, am Anfang war die Erde ein Feuerball.“ Robert Petkewitz wiederum sagt: „Adam und Eva zu erst.

Foto: Hanna Witte, Grafik: Maya Hässig, Köln.

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Alles cool.“ Doch Julia Bertmann holt ein bisschen weiter aus: „Zuerst kamen die Dinosaurier, dann kamen die Affen, dann die Urzeit-Menschen und dann wir.“ Wer zuerst nach dem Anfang kam, weiß auch Marley Thelen nicht so genau, aber eins ganz gewiss: „Die Stimmung war gut.“ Robert Petkewitz hat selbst per Email geschrieben: „Der Anfang der Welt. Gott Hat Die Welt Er Schfen. Zuerst Die Tiere und Mänschen Adam und Eva Zu Erst. Alles Cool.“ Cool all das, in der Tat!

In der Pressemeldung steht zu lesen: „Die Entwicklung des Menschen nehmen die Ohrenkuss-Autorinnen und Autoren in einem eigenen Kapitel in den Blick. „Ich war früher ein Affenmensch“, meint Maximilian Kurth mit Blick auf die Menschheitsgeschichte. Und Daniel Rauers berichtet, dass unsere Urahnen Adam und Eva nur deshalb aus dem Paradies geworfen wurden, weil sie verbotene Äpfel gegessen hatten. Ein Kapitel über den Anfang des eigenen, menschlichen Lebens verbindet das Große mit dem Kleinen. Verena Elisabeth Turin sagt: „Der Anfang des Lebens ist wunderschön.“ Und Katja Sothmann schreibt: „Wie meine Mama mit mir schwanger war ab da Beginnt mein leben.“

Und auch um „Das Weltall und das Down-Syndrom“ geht es im aktuellen Heft.

„Um Zellen und Chromosomen geht es in den Texten der Autorinnen und Autoren auch. Und wie der Weltraum und der Urknall sich mit dem Leben im All und auf der Erde verbinden, zeigen die Absätze über die Bonner „Outer Space“-Schau. Darin schreibt Angela Fritzen den Satz: „DAS DOWN-SYNDROM IST EIN ALIEN.“

Auch darauf sei unbedingt hingewiesen: „TOUCHDOWN – Ausstellung zum Down-Syndrom“

„Ob das mit dem Alien stimmt, können Ohrenkuss-Fans erfahren auch in Kürze in einer besonderen Ausstellung in der Bonner Bundeskunsthalle (29.10.2016 bis 12.02.2017). Ohrenkuss ist dabei!

Die Schau mit dem Titel „TOUCHDOWN“ entsteht in Kooperation mit der Ohrenkuss-Herausgeberin, der gemeinnützigen downtown-Werkstatt für Kultur und Wissenschaft. Denn „TOUCHDOWN 21“ ist auch der Titel eines aktuellen partizipativen Forschungsprojektes, das Material und Wissen über das Down-Syndrom sammelt, analysiert und kuratiert und im Internet auf TOUCHDOWN 21 für alle in klarer Sprache zugänglich macht.“

Über Ohrenkuss

Das Magazin „Ohrenkuss …da rein, da raus“ erscheint seit 1998 zweimal im Jahr und veröffentlicht ausschließlich Texte, die Menschen mit Down-Syndrom selbst verfasst haben. So kann die Leserschaft von Ohrenkuss direkt daran teilhaben, wie Menschen mit dieser geistigen Behinderung ihre Umgebung wahrnehmen und was sie wirklich denken. Das Magazin ist in einer besonderen Optik gestaltet und veröffentlicht viele Fotos der Autoren, die sie in ungewöhnlichen oder alltäglichen Situationen zeigen.

Es darf auch für Ohrenkuss oder andere Projekte der downdown-Werkstatt gespendet werden

„Ohrenkuss …da rein, da raus“ ist ein Projekt der downtown-Werkstatt für Kultur und Wissenschaft, die seit Januar 2013 eine gemeinnützige GmbH ist. Das heißt: Wer möchte, kann jetzt auch für Ohrenkuss oder andere Projekte der downtown-Werkstatt spenden und bekommt dafür im Gegenzug Spendenquittungen.

Erfrischend und wunderbar kommt der neue Ohrenkuss wieder daher. Staunenswert allemal. Und neue Horizonte öffnend. Unsere manchmal doch sehr eingefahrenen Blicke schärfend und aufs Wesentliche? lenkend. Der Ohrenkuss geht ein weiteres Mal … da rein, da raus und hinterlässt dabei gewiss ordentlich durchlüftete Denkwelten. „Der Anfang der Welt“ – da kann einen wirklich viel durch den Kopf gehen. Dem Ohrenkuss sei Dank!

COUNTERPUNCH – John Pilger: Ein Weltkrieg hat begonnen – Brecht das Schweigen!

Lese- und Nachdenkempfehlung:

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Wohl kaum ein Artikel passt besser zu Ostern, als dieser Aufsatz von John Pilger, der den Zusammenhang von Propaganda und Krieg auf den Punkt bringt. Seine Erkenntnisse zum „Versagen“ der Medien im Vorfeld des Irakkkrieg haben allgemeine Gültigkeit und sind die Basis unseres Blogs.

„Alle sagten: hätten die Journa­listen und die Sender ihren Job gemacht und die Propa­ganda bezüglich Saddam Husseins Massen­ver­nich­tungs­waffen hinter­fragt, hätte man die Lügen von George W. Bush und Tony Blair nicht durch Journa­listen verstärkt und nach­geplap­pert, die Invasion in den Irak wäre mög­licher­weise nicht passiert und Hundert­tausende Männer, Frauen und Kinder wären heute noch am Leben.“

Man muss diesen Gedanken nur zu Ende denken, um zu erkennen, dass es ohne Irak- und Syrienkrieg, ohne die „Intervention“ in Libyen oder Afghanistan auch keinen Terror und keine massenhaften Flüchtlinge in Europa gäbe. Das ist der Grund warum wir die Verantwortlichen in den Staats- und Konzernmedien, die eben nicht

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ARD und ZDF blenden Frage nach den Ursachen des Terrors in Brüssel komplett aus

Ja, wo wohl die Ursachen des Terrors zu suchen sind? Man könnte Jürgen Todenhöfer oder Dr. Michael Lüders („Wer den Wind sät“) fragen.

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ardzdfAm 9. Februar 2016 geschah in Bad Aibling ein schweres Zugunglück mit 11 Toten und 85 Verletzten. Es gab in den deutschen Medien wohl nicht eine einzige Nachrichten- oder Sondersendung, in der nicht nach den Ursachen gefragt wurde. Im Gegenteil: gerade diese Frage stand logischerweise im Fokus der Berichterstattung.

Heute starben in Brüssel vermutlich 20 Menschen und mindestens weitere 100 wurden zum Teil fürchterlich verletzt. In den Hauptnachrichtensendungen sowie in den jeweiligen Sondersendungen von ARD und ZDF wird die Frage nach den Ursachen NICHT EIN EINZIGES MAL gestellt.

ARD_Brennpunkt_Brüssel_22032016 Die totale Verblödung: Statt nach den Ursachen zu fragen, befragt die ARD im „Brennpunkt“ Kinder zu ihren Ängsten

Die Zuschauer bekamen in beiden staatlichen Propagandaanstalten durchweg emotionalisierende Bilder, Interviews und Kommentare vorgesetzt. Dazu durften Bundespräsident, Innenminister und Kanzlerin ihre tiefe Betroffenheit in die Kamera heucheln. Der „Krieg gegen den Terror“ wurde unter anderem von einem französischen Premierminister beschworen, dessen Land seit Jahrzehnten…

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Cars of Hope #Wuppertal 20.03.2016: Tag 1 in #Idomeni

#Idomeni

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Heute sind wir in Idomeni angekommen. Kurz davor haben wir in einer Tankstelle in Polykastro angehalten. Diese Tankstelle liegt auf der E75, etwa 20 Kilometer vor Idomeni. Auf dem Gelände der Tankstelle leben viele Geflüchtete in Zelten unter sehr harten Bedingungen.

20160320_145717.jpgAls wir schließlich in Idomeni ankamen, waren alle aus unserer Gruppe zunächst sehr still. Die Zustände dort sind katastrophal und wir mussten die Eindrücke erstmal verarbeiten. Das Camp grenzt direkt an den Grenzzaun zu Mazedonien (FYROM). Hinter dem Zaun hat die mazedonische (FYROM) Armee ein martialisches Aufgebot aufgefahren, inklusive mehrerer gepanzerter Fahrzeuge. Hubschrauber kreisen permanent über den Köpfen der gefüchteten Menschen. Ein eiskaltes Europa nimmt die Menschen hier in Empfang.

Im Camp ist eine Struktur entstanden, wo neben freiwilligen Helfer*Innen auch einige NGOs wie z.B. Ärzte Ohne Grenzen aktiv sind. Heute waren ihre Ärzte u.a. damit beschäftigt, eine Gruppe von Geflüchteten zu behandeln, die gestern Abend versucht hatte, über…

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Flüchtlingsplan EU-Türkei ist zweiter Todesstoß für Europa. Der dritte wird tödlich sein

Kein Mensch ist illegal; Foto: Stille

Kein Mensch ist illegal; Foto: Stille

Die Europäische Union ist im Grunde genommen doch längst klinisch tot. Die sogenannten politischen Eliten dieses bröckelnden europäischen Hauses haben es nur noch nicht gemerkt. Oder sie versuchen den so oder so kommenden Zusammenbruch noch irgendwie hinauszuschieben, indem sie verbissen eine Runde um die andere im Hamsterrad drehen. Angetrieben alle von jeweils egoistischen Interessen. Das Ding muss ja früher oder später auseinander fliegen! Die Europäische Idee ist pervertiert. Sie wir in ihr Gegenteil verkehrt! Durch die Vertreter einer geschichtsvergessenen agierenden Politikerriege, die sich seit Jahren von der Finanzmafia am Nasenring durch die Manege ziehen lässt. Und so gepresst den Neoliberalismus zur anscheinend allein seligmachenden Ideologie erhoben hat. Die dabei freigesetzten Kräfte lassen die Gesellschaften in zwei Teile zerbersten. Und die Schere zwischen den beiden Segmenten – Arm und Reich – klafft immer weiter auf. Und absurd genug: statt Armutsbremsen wurden Schuldenbremsen eingeführt.

Die EU starb bereits im vergangenen Sommer

Gestorben war für mich EU samt zugrunde liegender europäischen Idee gewissermaßen bereits, als man im vergangenen Sommer nach dem Referendum in Griechenland so erpresserisch mit der linken Tsipras-Regierung umsprang. Eigentlich schon viel früher. Ich schrieb damals (hier):

„Dass man aber nun auch noch einem tief in Not geratenem Mitgliedsland wie Griechenland, das bei weitem nicht nur selbst Schuld an seiner Misere hat – wie oft der Eindruck erweckt wird – schlägt dem Fass den Boden aus! Auf welche Werte will sich die EU des Jahres 2015 denn künftig überhaupt noch glaubwürdig berufen?  Ich schreibe es offen hinaus: Indem man einem Mitgliedsland Solidarität und nötige Unterstützung schroff, im Ton überheblich und auf arrogante Weise verweigert, hat man der EU, dem dahinter stehenden Europäischen Gedanken den vielleicht entscheidenden Todesstoß versetzt.“

Aber nimmt einen das Wunder? Der EU mangelt es an Entscheidendem: An Solidarität! Da war man früher ehrlicher. Das Ding hieß EWG: Europäische Wirtschaftgemeinschaft.

Am Umgang mit Flüchtlingen wird das glasklar deutlich. Statt Fluchtursachen endlich zu bekämpfen, will man die Geflüchteten aus den Augen und aus dem Sinn haben. Sah die Bundesregierung betreffs der einst im letzten Jahr in Budapest gestrandeten Menschen noch eine humanitäre Katastrophe herauf dräuen, sind Regierungssprecher Seibert (hier) die Geflüchteten im Matsch von Idomeni nun nicht einmal ein paar Krokodilstränen wert. So what …

Der vorletzte Todesstoß für die EU?

Politik ist ein schmutziges Geschäft. Dies gab mir einst einmal ein Tscheche im Riesengebirge mit auf den Weg. Nie stimmte dieser Satz so wie in diesen Tagen!

Nun ist der sogenannte „türkische „Merkel Plan“ – „eine Showveranstaltung auf hohem Niveau“ nannte das Jens Berger auf den NachDenkSeiten unter Dach und Fach. Für die EU rapid schnell in Sack und Tüten gebracht worden. Der letzte Todesstoß für die EU? Dass dieser Plan gar nicht so türkisch oder stark auf Merkel zurückgeht, hat Jens Berger im Gegensatz zu unseren Leitmedien öffentlich gemacht. Der Plan wurde demnach am 4. Oktober 2015 (sic!) im Kern von der European Stability Initiative (ESI) fertiggestellt, Sei es drum.

Nun ist der Plan in der Welt. Und ab heute soll er umgesetzt werden.

Pro Asyl spricht von einem irrsinnigen 1:1 Deal:

„Für jeden syrischen Bootsflüchtling, den die Türkei zurücknimmt, darf ein anderer syrischer Flüchtling per Resettlement legal nach Europa ausreisen. Dieser bizarre Ansatz wird von der EU-Kommission weiterhin vertreten. Also nur wenn ein syrischer Schutzsuchender sein Leben bei der Überfahrt riskiert und dann per Schnellverfahren zurückverfrachtet wird, entsteht ein Resettlement-Platz für einen anderen Schutzsuchenden aus Syrien. Von diesem Irrsinn abgesehen: Für die anderen Bootsflüchtlinge – beispielsweise aus Afghanistan, dem Irak, dem Irak oder Eritrea – gibt es keine legalen Wege.“

Friedensnobelpreisträgerin“ in staatlichen Menschenhandel verwickelt

In der Tat schlimm! Wohin sind wir gekommen? Staatlicher Menschenhandel! Wohl bemerkt: mit dem Segen der „Friedensnobelpreisträgerin“ Europa. Am entscheidenden Hebel in Sachen 1:1 Deal sitzt der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, Der autokratisch agierende, immer mehr zum Diktator tendierende starke Mann der Türkei, welcher die Kurden im eigenen Land zusammenkartätschen lässt – die Bundesregierung verbeißt sich Kritik – unliebige Journalisten einknasten und kritische Zeitungen mal eben unter Staatskontrolle stellen lässt. Ein gefährlicher Deal der EU mit der Erdogan-Türkei, die durch eine unverantworliche Politik erhebliche Schuld am Wiederaufkommen des Terrors in eigenem Lande trägt.

Wenn das man nicht das Ende der EU ist, dann weiß ich nicht. Wollen wir ein solches Europa? Ein Europa, wo nur noch von Obergrenzen statt Menschen, die unsere Hilfe brauchen, die Rede ist. Apropos Menschen: Glaub denn irgendwer, durch das neue Flüchtlingsregime würden die grundlegenden Probleme gelöst? Die Flüchtenden werden neue – wahrscheinlich gefährlichere – Routen nehmen, um ihre Ziele zu erreichen. Es dürfte wieder mehr Tote geben. Und die Flüchtlinge – werden sie weniger werden? Nichts ist gut. Wer kann mir die europäischen Werte nennen, die noch gelten?

Europa muss neu begründet werden

Und die Rechtspopulisten in Europa werden auch mit dieser Schweinerei an den Flüchtenden keineswegs zufrieden sein und noch Abschottung fordern. Der Ökonom Heiner Flassbeck könnte mit seiner Befürchtung einer trüben Zukunft recht behalten: „Die Nationalisten werden Europa den Todesstoß geben.“ Es wäre dann der dritte und endgültig tödliche.

Dieses Europa jedoch mit seinen geschichtsvergessenen, unverantwortlichen politischen Eliten an der Spitze, die ohne jegliche Visionen von einer Katastrophe in die andere stolpern, hat diesen Todesstoß förmlich herausgefordert. Sehenden Auges!

Europa muss neu begründet werden. Von Unten. Es muss ein Europa der Menschen, der Gerechtigkeit und der Solidarität sein. Ansonsten können wir es lassen.

Robert F. Kennedy Jr.: Warum die Araber uns in Syrien nicht wollen

Unbedingt empfohlen:

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Es ist ein bemerkenswerter Beitrag, der die seit 5 Jahren andauernde Kriegspropaganda über den Krieg in Syrien in den westlichen Medien entlarvt und er kommt mitten aus dem US-amerikanischen Establishment: Robert F. Kennedy Jr.’s „Warum die Araber uns in Syrien nicht wollen“ erschien am 22. Februar auf Politico und nicht etwa in der New York Times. Auch die europäische Ausgabe von Politico hat den Artikel im Original veröffentlicht, aber wie bereits angekündigt hat es Springer – trotz eines Joint Ventures mit Politico – nicht für nötig erachtet, eine deutsche Übersetzung – beispielsweise in der „Welt“ – zu veröffentlichen.

Das haben nun die Nachdenkseiten übernommen und wer den Artikel noch nicht im Original gelesen hat, der sollte sich jetzt die Zeit nehmen und die Hintergründe, die auch schon von anderen publik gemacht wurden, mit dem abgleichen, was die Lügenjournaille schon heute Abend wieder in ARD und ZDF erzählen wird…

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Warum…

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Cars Of Hope Wuppertal goes Idomeni

Leseempfehlung für meine LeserInnen :

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Mein Mann René und ich engagieren uns bei Cars Of Hope Wuppertal. Im Folgenden möchte ich nun erzählen, wie diese Bewegung entstanden ist, was wir schon gemacht haben und was wir noch vorhaben.

Im September 2015 fuhr René zum ersten Mal auf die Balkan-Route. Ein Freund hatte ihn gebeten, sich vor Ort ein Bild von der unhaltbaren Situation der Flüchtlinge zu machen und darüber zu berichten. Wir engagieren uns seit vielen Jahren in sozialen Bewegungen.

Was er dort erlebte, prägte ihn nachhaltig. Wir organisierten uns zusammen mit anderen Menschen aus Wuppertal und Hagen und gründeten „Cars Of Hope Wuppertal“. Wir sammelten Geld und Sachspenden und fuhren Anfang November mit fünf Autos im Konvoi los, um Flüchtlingen an den Grenzen in Europa zu helfen. Im Laufe der Tage bewegten wir uns auf der Balkan-Route von Österreich, Slowenien, Kroatien bis nach Serbien.

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KenFM-Positionen #4: Kooperation oder Konkurrenz – Braucht der Mensch ein Feindbild?

Empfehlung:

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kenfmWährend die Staatssender ARD, DLF und ZDF beinahe täglich Kriegshetzer, NATO- und US-Propagandisten als „Experten“ und Talkshow-Gäste präsentieren, um die deutsche Bevölkerung auf Krieg und Flüchtlingsschwemme einzustimmen, hat Ken Jebsen eine hochkarätige Runde kritischer und unabhängiger Köpfe eingeladen, die die verbrecherischen Kriege nicht als gottgegebene Ereignisse relativieren, die der Westen angeblich zu lösen versucht, sondern die durch westliche Kolonialpolitik überhaupt erst entstanden sind.

KenFM_Positionen4

Wir sind hier nicht beim SWR. Wir dürfen einladen, wen wir wollen.

Ken Jebsen

Gäste:

  • Evelyn Hecht-Galinski
  • Rüdiger Lenz
  • Dr. Rainer Rothfuß
  • Gerhard Wisnewski

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