„Greta, Klima und Corona. Der Teufel wird die Seelen nicht retten“ Von Jochen Mitschka. Rezension

Das hier vorliegende Buch nimmt für sich nicht Anspruch, darüber zu diskutieren, ob es einen Klimawechsel gibt und in welchem Maße der Mensch daran ein Anteil hat.

Wir lesen:

„Das Buch will vielmehr darüber aufklären, welche Akteure hinter der Organisation der Klimaschutzinitiative stecken, welche Interessen eine Rolle spielen, mit welchen Methoden die Menschheit gerettet werden soll, und am Ende, was das alles mit Corona und dem Great Reset, dem großen “Neustart” von Klaus Schwab zu tun hat.

Das Buch basiert in erster Linie auf Informationen über Organisationen in den USA. Aber diese strahlen aus auf Deutschland und werden hier ebenso aktiv werden, wie dort, sind es sogar schon. Wer verstehen will, mit welchen Maßnahmen die Hauptspieler in diesem großen Spiel agieren, der findet hier unzählige Namen, ein Stichwortverzeichnis und weit über 1000 Quellen zum Verifizieren der Angaben, die zum großen Teil von Cory Morningstar recherchiert wurden.“

Dass sich der Autor Jochen Mitschka die umfangreiche Mühe gemacht hat all diese erwähnten Quellen zu verifizieren und den Inhalt uns Leserinnen und Lesern zur Kenntnis zu bringen, ist verdienstvoll. Etwas über Cory Morningstar zu finden – erst recht auf Deutsch – ist schwer. Auf Telepolis heißt es: „Wer Cory Morningstar nicht kennt: Ist Autorin, Publizistin, Journalistin und Umweltaktivistin, die den “grünen Banken u. industriellen Komplex” samt deren Machenschaften fein säuberlich aufgedröselt hat.“

Wer das äußerst umfangreiche Buch lesen möchte muss Geduld mitbringen. Der Autor selbst zu seinem Buch:

„Warnung! Der Leser wird bombardiert werden mit Namen, Verbindungen, Vergangenheiten und Netzwerken. Ich hoffe, er gibt nicht auf, in die Details einzusteigen. Denn was wir in erster Linie von der Aufdeckung der Zusammenhänge durch Cory Morningstar über die »gemeinnützigen« Unternehmungen in den USA lernen, werden wir in Deutschland, Österreich und der Schweiz in allerkürzester Zeit ebenso wahrnehmen.“

Ich verspreche: Anstrengen, aufmerksam lesen und verstehen lernen = ein Gewinn

Das Buch „Greta, Klima und Corona. Der Teufel wird die Seelen nicht retten“ von Jochen Mitschka, erschienen in der Buchreihe Weltpolitik des Vereins „Der Politchronist e.V. i.G.“, ist sehr informativ, mit vielen Blicken hinter die Kulissen der jeweiligen Szenen und hat das Zeug, interessierten Menschen die Augen zu öffnen. Überdies regt es zum Nachdenken an.

Was wir darin lesen, werden wir so nicht in den gängigen Medien finden. Und wenn doch, dann nicht in dieser Ausführlich- und Kenntlichkeit.

Nach dem Durchackern der enormen Menge an Themen samt der in den Kapiteln aufscheinenden Hinweise mit Verweisen auf unfassbar viele Personen, die damit im Zusammenhang stehen und wiederum Querverweise zu anderen Beteiligten und Organisationen offenbar machen, hat man den Kopf zunächst einmal voll. All das kann sich freilich niemand merken. Aber es werden auf jeden Fall viele Zusammenhänge klar und uns im Bewusstsein bzw. Unterbewusstsein hängenbleiben. Zusammenhänge, die uns ansonsten von Politik und Medien eher vernebelt dargestellt werden. Und uns infolgedessen nicht auffallen. Uns ja wohl vermutlich auch gar nicht auffallen sollen. Schließlich kann das Buch ja auch immer parat liegen, um bei Bedarf mal etwas nachzuschlagen.

Joachim Mitschka:

„Es ist nicht Aufgabe dieses Buches, die einzelnen Richtungen gegeneinander abzuwägen und zu beurteilen. Hier kann nur ein Teilaspekt dargestellt werden, nämlich mit welchen Mitteln die Vertreter der Ansicht arbeiten, dass die Welt durch eine Verpreisung und Finanzialisierung der Natur gerettet werden muss, mit welchen Aussagen sie ihre Meinung verbreiten und welche Rolle dabei eine Jugendliche spielt.

Hier, liebe Leserinnen und Leser ein Überblick des Buchinhalts:

Inhalt

Wie die Umwelt retten? …………………………………………………… 9  Vorwort ……………………………………………………………………. 13 

Die drohenden Katastrophen ………………………………………….. 21 

Die Klimakatastrophe …………………………………………………… 25 

Das Phänomen Greta Thunberg …………………………………… 31 

Die Greta-Effekte …………………………………………………….. 45 

Aus Naturschutz wird »Naturkapital«? ……………………………. 58 

Die wichtigen Stiftungen ……………………………………………. 69 

Die Monetarisierung des Sozialen Kapitals ………………………. 74 

Das Geschichtenerzählen …………………………………………… 79 

Extinction Rebellion und der Panikmodus ………………………… 85 

Das Sozialkredit-System der Oligarchen …………………………. 92 

Nachhaltigkeit und Wachstum ……………………………………… 95 

Die Interessen ………………………………………………………. 102 

Jamie Margolin – Zero Hour………………………………………. 109 

Die Ausbeutung des Guten Willens ……………………………… 116 

Umweltschutz als Retter des Kapitalismus? ……………………. 121 

Eine unbequeme Fallstudie ……………………………………….. 125 

Pragmatismus oder pure Gier? …………………………………… 135 

Aktivismus & Korporatismus vereint ……………………………. 139 

Die 4. Industrielle Revolution …………………………………….. 142 

Den Panikmodus starten ………………………………………….. 154 

Der Auftrag: Die Rettung des Kapitalismus ……………………. 163

  Green New Deal …………………………………………………………. 171 

World Resources Institute ………………………………………… 188 

The New Climate Economy ……………………………………….. 195 

Natur mit Geldwert bemessen……………………………………. 198 

Die schöne, saubere neue Ökonomie …………………………… 215 

Die Kunst der Überzeugung ………………………………………. 232 

New Economy Coalition …………………………………………… 245 

New Economics Foundation (NEF) UK …………………………… 249 

Ethik und »Verkauf« der Natur durch Unternehmen …………. 251 

Greta als Jeanne d’Arc?………………………………………………… 257 

Das persönliche Schicksal Greta Thunbergs …………………… 261 

Folge dem Geld …………………………………………………………. 267 

Der große Neustart durch Corona? ………………………………….. 271 

Klaus Schwab und sein großer Neustart ……………………….. 294 

Die kalkulierte Zerstörung des Sozialen ………………………… 332  Maschinenstürmer …………………………………………………. 385 

Greta und der »Große Neustart« ………………………………… 390  Cory Morningstar ……………………………………………………….. 395  Nachwort …………………………………………………………………. 401  ,

Index ……………..

Warum dreht sich bei diesem Buch so viel um Greta Thunberg? Das hat natürlich damit zu tun, dass Greta Thunberg, das Mädchen aus Schweden, inzwischen18 alt, weltweit bekannt geworden und mit dem Schild Erinnerung mit der Aufschrift „SKOLSTREJK FÖR KLIMATET“, vorm schwedischen Parlament sitzend. Womit sie eine Ikone der Klimaschutzbewegung geworden ist. Keine Angst, es geht im Buch nicht darum, etwa ein Greta-Bashing zu betreiben. Allerdings wird der Versuch unternommen das Phänomen Greta gründlich zu hinterfragen. War es wirklich Zufall, dass Greta so plötzlich auf den Plan trat und relativ rasch zu einer Klimaschutz-Ikone wurde? Inwiefern wurde sie durch wen promotet. Ihr Anliegen, etwas für den Klimaschutz tun zu müssen, basierend auf ihrem Wissen, war gewiss ehrlich und kam von Herzen. Und hatte damit zu tun, was uns der Autor hier mitteilt:

„Als Greta, die Tochter des berühmten Opernstars Ernman, in die fünfte Klasse kam, fing sie an das Essen zu verweigern. Die Situation steigerte sich in eine Lebensbedrohung. Das Essen wurde für Greta und die ganze Familie zu einem Drama. Es wurden bei Greta nicht nur Asperger-Syndrom, sondern hochfunktionaler Autismus und OCD (Zwangsstörungen) festgestellt. In der Schule wurde dann ein Film über die Verschmutzung der Weltmeere vorgeführt, der ihr Leben veränderte. Sie verstand nicht, warum die anderen Schüler so schnell über die Tragödie hinweg kamen und fürsie belanglose Dinge plauderten. Ihr Verhalten wurde sonderbar. Schließlich ertrug sie die Schule nicht mehr.“

Jochen Mitschka schreibt (S.261): „Ich erinnere mich noch sehr gut an die Zeit, da ich in dem Alter von Greta war und mich mit den ersten Veröffentlichungen des Club of Rome auseinandersetzte. Das war gegen Ende der 1960er Jahre. Auch mich befiel damals Panik ob der Aussichten von Peak-Oil, Massenelend und Hungertod in Afrika. Und ich schrieb damals einen Artikel in der Schülerzeitung, in dem ich davor warnte, dass uns »Die Fleischtöpfe um die Ohren fliegen«, und die Massenmigration aus purer Not der Afrikaner uns überrennen würde. Glücklicherweise hatte ich Lehrer und Eltern, die nicht mein Engagement ausnutzten, sondern mich beruhigten.“

Und weiter: „Ganz anders das Umfeld von Greta Thunberg. Dort wird die Verzweiflung und sicher demnächst auch Depression des Mädchens genutzt, um politische Ziele zu erreichen. Und das ganz offensichtlich auf Kosten der Gesundheit von Greta. Aber nicht nur die Gesundheit von Greta, sondern die einer ganzen Generation gerät in Gefahr. Denn mit ihren Reden soll eine ganze Generation in Verzweiflung getrieben werden, um maximalen Druck daraus resultieren zu lassen. Schon die Rede Gretas in Davos wirkte dramatisch in diese Richtung. Und auch wenn man heute weiß, dass es einstudiert war, so hinterließ es Spuren in der Psyche des Mädchens:

»Erwachsene sagen immer wieder, dass wir es den jungen Menschen schulden, ihnen Hoffnung zu geben. Aber ich will eure Hoffnung nicht. Ich will nicht, dass ihr voller Hoffnung seid. Ich will, dass euch die Panik ergreift. Ich will, dass ihr fühlt, was ich jeden Tag fühle. Ich will, dass ihr etwas unternehmt. Ich will, dass ihr agiert, als wärt ihr in einer Krise. Ich will, dass ihr handelt, als ob euer Haus in Flammen stehen würde, denn das ist es.«

Dann unter Tränen die Rede vor der UNO, welche eine emotionale Entgleisung des Teenagers durch Mimik und Tränen verriet:

»Wie könnt ihr es wagen?! Menschen leiden, Menschen sterben, ganze Ökosysteme kollabieren. Wir sind am Anfang eines Massen-Aussterbens, und alles, worüber Sie reden können, sind Geld und Märchen vom ewigen wirtschaftlichen Wachstum. How dare you?!

Ich sollte nicht hier sein, ich sollte in der Schule sein auf der anderen Seite des Ozeans (…) Ihr habt meine Träume und meine Kindheit gestohlen mit euren leeren Worten. «

Ab Seite 261 wird „Das persönliche Schicksal Greta Thunbergs“ beleuchtet

Dort heißt es:

„Welche Spätfolgen das für die Psyche von Greta Thunberg haben könnte, scheint für die Hintermänner dieser Politik von untergeordneter Wichtigkeit zu sein. Früher oder später wird Greta Thunberg herausfinden, dass sie von Menschen ausgebeutet wurde, die sie für ihre Freunde hielt. Ich wünsche ihr, dass sie es dann schafft, das zu verarbeiten und zu verkraften, ohne in eine existentielle Krise zu geraten. Eine Krise, in der sie vielleicht aber schon heute ist. Der Psychotherapeut Hans-Joachim Maaz, der viele Jahre Kinder mit Asperger Syndrom behandelt, erklärt nach der von den Medien gefeierten Wutrede:

»Dass dieses Mädchen voller Schmerz und auch voller Wut ist, das gehört zu ihrer Entwicklungsproblematik. Dass sie die jetzt auf die Klimaproblematik projiziert, ist verständlich und wenn sie in guten therapeutischen Händen wäre, würde man sie aufmerksam machen, dass es nicht nur um die Projektion von Gefühlen geht, sondern wo stammt denn die Schmerzlichkeit, die Wut her, die sie in sich trägt. Das Schlimme daran ist aber die Vermarktung. Das, was aus ihr gemacht wird, wie sie sozusagen für Interessen gebraucht oder missbraucht wird. Also ich finde das nicht in Ordnung, ich würde die Eltern schon kritisch befragen, was sie da eigentlich vorhaben, dass sie das tolerieren, die Vermarktung, ja doch eines persönlichen Problems, so befördern, dass halte ich schon für ethisch problematisch.«

„Maaz war viele Jahre Chefarzt der psychotherapeutischen und psychosomatischen Klinik im evangelischen Diakoniewerk Halle. Er arbeitet immer noch als Psychotherapeut und Psychiater und ist Autor zahlreicher Bücher“, erklärt Jochen Mitschka.

Greta Thunberg, ein Werkzeug?

Gut möglich also, dass Greta Thunberg als Werkzeug benutzt wird. Je tiefer wir ins Buch eintauchen desto mehr gewinnen wir den Eindruck, dass es hinter der Fassade von Umwelt- und Klimaschutz auch um die Erschließung neuer Märkte und das Generieren neuer Profite geht, die inzwischen entgangene ersetzen sollen. Denn Vieles auf der Welt ist schon zu Geld gemacht. Da sucht das internationale Kapital nach neuen Möglichkeiten.

„Der Schutz des Menschen wurde in der Menschenrechtskonvention festgelegt“, gibt Mitschka zu bedenken. „Aber der Mensch ist nur eine Untereinheit der Natur. Wenn diese Untereinheit nun die Natur als Gesamtheit bedroht, liegt es nahe, daran zu denken, eine Naturschutzkonvention zu vereinbaren. Das geschieht jedoch nicht, weil man im Westen der Welt, in den dominanten Ländern, die Natur als Ding ansieht, für das man einen Geldwert definieren kann und das man kaufen und verkaufen kann. Und so soll es, ganz im Sinne jener Kräfte, die unzählige »gemeinnützige« Umweltschutzorganisationen finanzieren, zu einem handelbaren Objekt werden.“

Der Autor informiert: „Einer der ersten Namen, die genannt werden, wenn man das Thema »Klimakrise« anspricht, ist der von Greta Thunberg. Also lag es nahe, hier mit der Suche zu beginnen. (Neben den erwähnten Quellen war insbesondere das Buch von Cory Morningstar, »The Manufacturing of Greta Thunberg«, Inspiration und Quelle vieler Informationen.“ (hier)

Soll also nun auch verstärkt die Natur zu Geld gemacht werden?

Was uns der Autor ebenfalls zu bedenken gibt:

„Auch wenn durch die Präsidentschaft von Donald Trump die Macht der US-Nicht-Regierungsorganisationen und Stiftungen, also die Macht der »Gemeinnützigen Klimaindustrie«, in diesem Buch auch NPIC (Non Profitable Industrial Complex bzw. nicht gewinnorientierter industrieller Komplex), in den Hintergrund trat, sind die USA, obwohl es in unseren Medien nicht so scheint, nun mal die tonangebende Macht der Welt im Hinblick auf eine Kommerzialisierung und Finanzialisierung der Natur unter dem Banner des Klimaschutzes und Naturschutzes. Daher lohnt es sich, dort genauer hinzuschauen, denn es wird maßgebend für die westliche Welt werden.“

Beispielsweise bringen Fridays For Future und Extinction Rebellion tausende gutmütige Menschen für einen auf den ersten Blick guten Zweck auf die Straße. Werden sie nicht auch instrumentalisiert?

Muss man hier nicht gleich an die Aktivitäten von Fridays For Future und Extinction Rebellion denken: „Tausende gutmütige Menschen, zum Teil Idealisten, ja Millionen Demonstranten in den westlichen Ländern stellen Forderungen, die dann von der Politik elegant umgebogen und (…) abgesegnet als »Neue Politik« verkauft werden. Und bevor der Demonstrant begreift, was passiert, wird er zum Ausgebeuteten eines Systems, das er selbst einzurichten half. Während ich »Die Absurdität der Realität« beschrieb, dann die Gründe untersuchte, warum wir diese Absurdität akzeptieren, wurde der Ruf immer lauter: »Und was kann man tun«? Darauf eine Antwort zu geben, fiel mir so schwer, dass ich zunächst diesen Überlegungen noch eine weitere Facette hinzufügen wollte. Es geht darum, wie die von Edward Bernays für Propaganda gelegten Grundlagen durch die Mächtigen dieser Welt perfektioniert wurden.“ Apropos Friday For Future und Extinction Rebellion: Im vorliegendem Buch wird auch ein wenig hinter die Kulissen dieser Organisationen geleuchtet und geschaut, wer da mit wem zusammenarbeitet. Danach könnten wir uns auch einmal ein paar Gedanken machen, warum die Proteste dieser beiden Organisation sowohl von der Presse äußerst wohlwollend begleitet als auch von der Staatsmacht betreffs deren Demonstrationen und Aktionen weitgehend geduldet werden.

Im Buch lesen wir: „Die Tatsache, dass die Extinction Rebellion nicht den Kapitalismus, den Imperialismus oder den Militarismus einschließt – die Haupttreiber des ökologischen Angriffs auf die Erde, in Verbindung mit dem Wegfall anderer struktureller Ursachen -, hat nicht nur nach Meinung von Morningstar wichtige Fragen aufgeworfen, ob dieses Vehikel überhaupt zum Aufbau und zur Organisation von Gemeinschaft genutzt werden kann.“

Da fällt mir der Dortmund Friedensaktivist und Ostermarschierer Willi Hoffmeister, leider vor Kurzem verstorben, ein, der immer wieder gefordert hatte etwa Fridays For Future in den Kampf für den Frieden miteinzubeziehen, da ja das Militär – vornweg die US-Army – die größten Umweltverschmutzer auf der Welt seien.

Das Buch als logische thematische Fortsetzung des Buches „Die Menschenrechtsindustrie im humanitären Angriffskrieg“ (Jochen Mitschka mit Tim Anderson“)

„Das vorliegende Buch ist die logische thematische Fortsetzung des Buches »Die Menschenrechtsindustrie im humanitären Angriffskrieg« von Tim Anderson und mir“, informiert Mitschka. Auch dort treten Stiftungen, die von Oligarchen und Regierungen gesteuert werden, als »Nicht-Regierungs-Organisationen« auf, um die öffentliche Meinung zu manipulieren. Der Unterschied zur im vorliegenden Buch kritisierten »Umweltschutzindustrie« besteht darin, dass sich die »Menschenrechtsindustrie« zur Durchsetzung von Ressourceninteressen insbesondere aggressiv gegen Länder richtet, die sich nicht der Ausbeutung durch die westlichen Großmächte unterwerfen wollen. Dagegen richtet sich die »Umweltschutzindustrie« zunächst gegen die eigene Bevölkerung, also nach innen, um jene zu zwingen, die zwar auch profitierten, aber gleichzeitig ausgebeutet wurden, eine Neuauflage des kapitalistischen Systems unter dem Banner der Nachhaltigkeit zu finanzieren. In einem zweiten Schritt werden eine neue Kolonialisierung und Ressourcenbeherrschung und -ausbeutung unter dem Banner des Umweltschutzes vorangetrieben.“

Wir wissen, der Kapitalismus erfindet sich stets neu: „War es früher Religion, dann Zivilisation, die »den Wilden« gebracht werden musste, so ist es nun der »Umweltschutz« durch Konzerne, der ihnen beigebracht werden soll. Am Beispiel des Phänomens Greta Thunberg zeige ich auf“, schreibt Mitschka, „wie mit modernsten Mitteln der Propaganda, die weit über die ersten theoretischen Überlegungen von Edward Bernays hinaus gehen, und unter Nutzung neuester Technologien, Menschen dazu gebracht werden, gegen ihre eigenen Interessen zu agieren. Ging es der Menschenrechtsindustrie darum, die Akzeptanz in der Gesellschaft für Kriege, Sanktionen und Rüstung zu erhöhen, so ist die Aufgabe nun wesentlich schwieriger. Die Gesellschaft muss dazu gebracht werden, die Hauptverursacher beziehungsweise die Hauptprofiteure der Umweltzerstörung zu ermächtigen, die von ihnen erzeugten Zerstörungen nicht rückgängig zu machen, sondern zukünftig zu verhindern. Wobei die Kosten dieser Veränderung nicht die Profiteure der Zerstörung tragen sollen, sondern jene, die durch sie ausgebeutet wurden.“ Perfide, nicht wahr?

Soll es das sein: Umweltschutz als Retter des Kapitalismus?

Bei weitem ist es hier aus Platzgründen nicht möglich alle wichtigen Aspekte des Buches zu erörtern. Wichtige scheint mir aber auf noch zwei wichtige Kapitel hinzuweisen: „Der große Neustart durch Corona?“ (S.271) sowie „Klaus Schwab und sein großer Neustart“ (S.294)

Einmal abgesehen von der tatsächlichen Existenz des Corona-Virus drängte sich eigentlich bei manch einem schon recht früh der Verdacht auf, dass diese Pandemie und die zur ihrer Eindämmung erlassenen Maßnahmen auch noch sozusagen als Paravant dienen, hinter welchen die nächst anrückende Finanzkrise versucht wird zu verbergen und mit Maßnahmen – nicht zuletzt autoritärer Natur – in den Griff zu bekommen, die zu „normalen“ Zeiten wohl nie akzeptiert worden wären.

Auch Klaus Schwab/Thierry Malleret mit „COVID-19: The Great Reset“ lassen da Alarmglocken schrillen. Die Einen sehen durch den „Großen Umbruch“ ein schillernde Zukunft möglich werden, die Anderen warnen vor einen neuen Faschismus. Bekanntlich ist ja Klaus Schwab (World Economic Forum) ein Anhänger des Transhumanismus. Also einer Verbindung sozusagen von Mensch und Maschine. In „Klaus Schwab und sein großer Neustart“ zitiert Jochen Mitschka Cora Morningstar „…oder wie Cory Morningstar es ausdrückt: »Klaus Schwab und sein großer faschistischer Reset«. Dazu heißt es im Buch: „Schwab sei natürlich kein Nazi im klassischen Sinne, weder Nationalist noch Antisemit, wie der mit einer Million Dollar dotierte Dan-DavidPreis belegt, der ihm 2004 von Israel verliehen wurde. Aber der Faschismus des 21. Jahrhunderts habe andere politische Formen gefunden, durch die er sein Kernprojekt der Umgestaltung der Menschheit, um sie dem Kapitalismus anzupassen, mit unverhohlen autoritären Mitteln fortsetzen kann. Dieser neue Faschismus werde heute unter dem Deckmantel von Global Governance, Biosicherheit, dem »New Normal«, dem »New Deal for Nature« und der »Vierten Industriellen Revolution« vorangetrieben.“

Ist das alles so neu? Wir wissen: Der Kapitalismus lässt sich so schnell nicht totzukriegen. Er erfindet sich immer wieder neu. Wir kennen unseren Karl Marx: „Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens.“

Und diese Neu-Erfindungen des Kapitalismus werden über Jahrzehnte vorbereitet. Jetzt könnte es wieder einmal ans Eingemachte gehen.

So relativiert Jochen Mitschka denn auch realistisch: „Vermutlich kommt man der Wahrheit näher, wenn man aus »Great Reset« so etwas wie »Slow Steps« macht. Denn die Neugestaltung des kapitalistischen und neoliberalen Systems ist ja bereits seit Jahrzehnten in Gange.“ Wie schon im Titel verkündet: „Der Teufel wird die Seelen nicht retten“.

Dem interessanten Buch seien viele Leserinnen und Leser gewünscht.

Jochen Mitschka

Greta, Klima und Corona Der Teufel wird die Seelen nicht retten

In der Buchreihe Weltpolitik des Vereins Der Politikchronist e.V.

424 Seiten – Erscheinungsdatum: Okt. 2021

Preis: 15,00 Euro

ISBN. 978-3-98586-003-6

Zu bestellen im Shop: hier

Der Politikchronist – gemeinnütziger Verein für politische Bildung e.V. (i.Gr.) Birkenweg 2

57614 Ratzert, Deutschland

E-Mail: info@politikchronist.org

Über den Autor:

Jochen Mitschka war unter anderem Unternehmensberater mit eigenem Unternehmen in Südostasien und einem kurzen Einsatz im Rahmen einer UNO-Maßnahme in Vietnam. Nebenbei verfasste er unter Pseudonymen Bücher über Politik und Gesellschaft der Region. Er kam 2009 zurück nach Deutschland, um bis zu seinem Ruhestand im August 2017 als angestellter Projektkoordinator und -manager für eine führende Softwarefirma zu arbeiten. Er übersetzte Tim Andersons »Dirty War on Syria«, in der deutschen Version erschienen im Liepsen-Verlag, und nach Eintritt in den Ruhestand Kees van der Pijls »Der Abschuss: Flug MH17, die Ukraine und der neue Kalte Krieg«, veröffentlicht im PapyRossa-Verlag. Er schrieb zusammen mit Tim Anderson ein Buch über »Die Menschenrechtsindustrie im humanitären Angriffskrieg«, das 2018 im Kopp-Verlag erschien, ebenso wie im Jahr 2019 das Buch »Deutschlands Angriffskriege«.

2 Kommentare zu “„Greta, Klima und Corona. Der Teufel wird die Seelen nicht retten“ Von Jochen Mitschka. Rezension

  1. „Mein lieber Scholly“ Herr Klaus Stille. Das ist ja allerhand. Geahnt habe ich es immer, und auch darüber geredet und geschrieben, zwar nicht so schön wie die Autoren des Buches, aber in dieselbe Richtung gehend.

    Wenn man alle Krisen, Skandale, Machenschaften und Betrügereien der letzten Dekaden addiert, kann man eigentlich nur noch zu dem Schluss kommen, dass das Haltbarkeitsdatum der Verantwortlichen überschritten ist. Und was macht man dann? Man schmeißt sie weg.

    „War es wirklich Zufall, dass Greta so plötzlich auf den Plan trat und relativ rasch zu einer Klimaschutz-Ikone wurde?“, steht so im Beitrag. Wissen Sie was ich gedacht habe, als ich Greta mit ihrem Pappschild das erste Mal gesehen habe? Ich meine es war 2014, und zwar passend zu den Europawahlen.

    Damals sah es so aus, dass rechtsliberale Parteien auf Erfolgskurs waren, insbesondere in Frankreich. Marine Le Pen, die Präsidentin von „Rassemblement National“, schien kurz davorzustehen, die Wahl zu gewinnen. Nach Meinung der Medien, war es ziemlich wahrscheinlich, dass rechte Parteien gewinnen werden, und plötzlich betrat die sympathische Greta die Weltbühne, und von da an ging es nur noch um die drohende Klimaveränderung. Die Europawahlen traten in den Hintergrund, die „Welcome“ Rufe verstummten, und an deren Stelle kamen nun die furchterregenden Bilder von Naturkatastrophen rund um die Uhr.

    Rechte Parteien verloren an Zustimmung, Grüne Parteien gewannen an Zustimmung.

    Ich habe damals darin einen Zusammenhang erkannt, einen möglichen, nicht beweisbaren Zusammenhang, um den erwarteten Wahlsieg rechter Parteien zu stoppen. Ab da gab es nur noch Greta, Klima und grüne Parteien.

    Die „Gemeinnützigkeit“ im Text angesprochen, die viel gepriesene, die alles andere ist als „Gemeinnützig“, ist mir schon seit langem ein Dorn im Auge. Dazu habe ich was in einem Beitrag „Ceveat: Zum Wohle der Allgemeinheit“ geschrieben, den Sie (leider) übersehen haben.

    Bei meiner Bank hatte ich Lose gekauft, jeden Monat, jahrelang, bis ich dann feststellte, dass ein Teil der Los-Einnahmen an eine „Gemeinnützige Organisation“ ging, die dafür sorgte, dass der Zustrom aller, die unbedingt gerettet werden müssen, wovor auch immer, niemals versiegt. Das war’s dann mit den Losen bei der Bank. Die gehören auch immer zu den Gewinnern. Die sind Teil davon. Die Bank der Zentralbanken (BIZ), die kaum einer kennt, spielt die größte Rolle in dem miesen Spiel, siehe hier: https://bit.ly/3DnYOOe

  2. Pingback: Petition an die UNO-Klimawechsel-Konferenz: Sie soll damit aufhören, das Militär aus den Abmachungen rauszunehmen – Blauer Bote Magazin – Wissenschaft statt Propaganda

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