Dortmund: Tatort – Rudelgucken in der Pauluskirche

Der Dortmunder Tatort beginnt in der Pauluskirche; Fotos: C.-D. Stille

In der Dortmunder Pauluskirche: der Tatort beginnt; Fotos: C.-D. Stille

Ich weiß ja nicht wo Sie, werte Leserinnen und Leser, hingehen, um den Dortmunder Tatort zu gucken. In den Keller vielleicht? Gestern lief nun mit und um Tatort-Kommissar Faber der siebte aus Dortmund. Noch immer soll ja der Dortmunder einer der unbeliebtestes Tatorte der ARD sein. Sei’s drum. Für mich hat der was. Nicht nur weil ich sozusagen im „Tatort Dortmund“ lebe. Für mich war gestern Premiere. Den Dortmunder Tatort zuhause schnöde vor der Glotze anzuschauen – das war (für mich und eine Reihe anderer Menschen) einmal! Wo es doch seit dem ersten Dortmunder Tatort eine hochinteressante Alternative zum Anschauen vom heimischen Sofa aus gibt. Nämlich sitzend auf harten Kirchenbänken! Was?, fragen Sie. Ja, das gibt es. Und soviel wie mir bekannt ist, einmalig in Deutschland im Ruhrpott. Geografisch genauer in der einstigen Kohle-, Stahl- und „Bierstadt Nummer 1 in Europa“ – wie es vor über fünfundzwanzig Jahren noch auf Werbeplakaten auf dem Dortmunder Hauptbahnhof, der „Pommesbude mit Gleisanschluss“ (der inzwischen verstorbenen langjährige Oberbürgermeister Günter Samtlebe seinerzeit) – geheißen hatte. Trotz Frühdienstmüdigkeit rappele ich mich also am Sonntagabend fest entschlossen auf. Ich besteige die U-Bahn, wechsle einmal einmal und bin schon da. Sozusagen im Tatort Pauluskirche auf der Dortmunder Schützenstraße. Schließlich ist das Zeigen des Tatorts eine Tat. Und die Kirche der Ort, wo man sie begeht.

Huh, mitten im „sozialen Brennpunkt“

Die Dortmunder Pauluskirche von der Schützenstraße aus gesehen.

Die Dortmunder Pauluskirche von der Schützenstraße aus gesehen.

Gelegen im – oft so genannten „sozialen Brennpunkt“ Nordstadt. Wo ich nebenbei bemerkt selbst vor langem einmal wohnte. Die Kollegen rümpften damals die Nase: „Inne Nordstadt willse ziehen?“ Es war nicht die schlechteste Zeit, die ich dort verbrannte. Die Rolltreppe spuckt mich also auf die abendliche Schützenstraße hinauf. Vieles hat sich längst verändert. „Mein“ Fleischer ist weg. Die Stadtsparkasse, wo ich meinen ersten bundesdeutschen Kredit bekam, noch da. Nun, die Straße ist mehr multikulti geworden. Bunte Tupfer in einem grauen Viertel. Multikulti, ein Wort, dass manche heute mit Verachtung auszusprechen pflegen. Und hinzufügen: „gescheitert“. Aber Deutschland verändert sich nun mal. Wir sind ein Einwanderungsland – mag mancher es auch noch immer nicht wahrhaben wollen. Speisen aller möglichen Herren und Frauen Länder bekommt man auf der Schützenstraße. Das Beerdigungsinstitut ist noch da: Gestorben wird bekanntlich immer. Auch im Tatort. Wohin ich auf dem Weg war. Huh, mitten im „sozialen Brennpunkt“ auf vermeintlich heißem Pflaster. Ein Huh-Gefühl auch: der plötzlich vor mir in den Dortmund Nachthimmel aufragende Turm der Pauluskirche. Wie eine Antenne! Für den Empfang des Tatort-Fernsehfilms.

Wie der Tatort in die Kirche kam

Das Kirchenschiff ist bereits ordentlich gefüllt. Vorn auf der Großleinwand läuft der Weltspiegel. Gemurmel und Flaschenklirren. Letzterem folge ich. Auf der Empore gibt es Bio-Würstchen, alkoholfreie Getränke, Bier und Wein. Eine heimelige Atmosphäre! Wieder unten treffe ich Pfarrer Friedrich Laker. Einer von dreien der Lydia-Gemeinde, zu welcher die Pauluskirche gehört. Friedrich Laker erzählt wie man überhaupt darauf kam den Dortmunder Tatort in der Kirche zu zeigen. Schuld daran ist die verflossenen Fußballweltmeisterschaft. Da gab es schon mal Spiele im Rudel zu gucken im Kirchenschiff. Und als dann der erste Dortmunder Tatort sozusagen ins Haus stand, hatte eine Mitarbeiterin die Idee, diesen in der Pauluskirche zu zeigen. Und es war ad hoc ein Erfolg! Seitdem gibt es jedes mal wenn ein Dortmunder Tatort avisiert ist „Rudelgucken“ in der Kirche. Eine tolle Sache! Und jung und alt sind dabei. Kritik aus der Gemeinde daran habe es bis dato eigentlich nur einmal gegeben. Ausgerechnet von jemanden, der beim „Rudelgucken“ niemals dabei gewesen war. Gewiss, so der hoch engagierte Pfarrer, dürften wenige Gemeindemitglieder ein wenig im Stillen murren – im Wesentlichen tolerierten sie es aber. Man fördere ja mit der Veranstaltung Gemeinschaftssinn und erfülle auch einen gewissen Kulturauftrag. Im weitesten Sinne ja auch Aufgaben von Kirchen. Dazu gehört nicht zuletzt ebenfalls das In-den-Blick-nehmen und Thematisieren von gesellschaftlichen Problemen. Nun also! Dann muss Pfarrer Laker nach vorne, um ein paar organisatorische Ansagen zu machen. Ein Blick ins Publikum des heutigen Abends zeigt, dass die Kirchgemeinde auf einem gutem Weg ist. Da sitzen Leuten aus allen Bevölkerungsgruppen. Ob sie nun Mitglied in der Kirche sind spielt keine Rolle. Viele junge Leute darunter. Ich selbst treffe einen jungen Mann, den ich noch als Auszubildenden kenne. Ich vermute mal, er gehörte bislang nicht zu den typischen Tatort-Guckern, wie ich seit Beginn von dessen allererster Ausstrahlung eines Films aus dieser Reihe der ARD einer bin. Da geht er hin mit seiner Freundin. Beide ein geistiges Getränk in den Händen. Und dann wird der Ton höher gedreht. Das „Zuschauerlicht“ heruntergedimmt. Der bekannte Tatort-Vorspann läuft. Spannung.

Dunkle Ecken, Thrill und freche Sprüche

Hauptkommissar "Vollarschloch" Faber ( Jörg Hartmann) und Kollegin Bönisch (Anna Schudt) in den ersten Filmminuten am Tatort.

Hauptkommissar „Vollarschloch“ Faber ( Jörg Hartmann) und Kollegin Bönisch (Anna Schudt) in den ersten Filmminuten am Tatort.

Freilich auch dieser neue Dortmunder Tatort ist von der Thematik her ziemlich finster. Und ja: er spielt in dunklen Ecken. In denen finstre Typen dunkle Geschäfte treiben, auch wenn dessen Boss im gutem Zwirn steckt. Ecken, die das Stadtmarketing über die Jahre versucht vergessen zu machen. Aber es gibt sie eben doch. Auch anderswo. Was nicht heißt, dass Dortmund nicht auch anders ist und viele tolle Ecken hat und sich diesbezüglich durchaus auch mit anderen Städten in Deutschland messen kann. Und noch dazu der ganz besondere Menschenschlag! Dessen gewohnt Schlagfertigkeit scheint auch oft genug in den zackigen, geerdeten Dialogen der Film-Kriminalisten des Dortmunder Tatorts auf. Manch Lacher ob diverser frecher Sprüche aus dem Munde von dessen Protagonisten ist da aus den Pauluskirch-Bänken zu hören. Schnelle Schnitte treiben das Filmgeschehen voran. Und vor Aufregung fällt irgendwo eine Flasche um. Dabei hatte doch Pfarrer Laker gebeten, auf den empfindlichen Steinboden zu achten. Aber schon wieselt das offenbar schuldige Mädchen eine Reihe hinter mir zum Klo, um Papier zum Säubern zu holen.

Und das macht das besondere beim Tatort-Rudegucken aus: das Gemeinschaftsgefühl. Ganz anders als zuhause zu glotzen mit der Holden oder dem Holden auf dem Sofa! Tatort Kirche. Läuft! Das muss man erlebt haben.

Abgründe – auch persönliche der Kriminalisten – hält der Film wieder zuhauf bereit. Und Thrill – den hat der Film auch. Dass die Flüchtlingsthematik im Tatort mit dem Titel „Kollaps“ eine Rolle spielt, ist sicher Zufall. Jedoch lässt dies angesichts aktueller Entwicklungen eine gewissen Brisanz spürbar werden. Denken doch die Zuschauer beim Schauen dieses Tatorts die ergreifenden Bilder der vergangenen Wochen gewiss unweigerlich mit und somit zusammen mit dem Geschehen im Film, in der eignen Stadt, quasi direkt vor der Tür der Kirche in welcher sie sitzen.

Ein Fressen für die Kritiker

Mit ziemlicher Sicherheit hat dieser Tatort wieder unterschiedliche Reaktionen auch bei den Kritikern diverser Medien ausgelöst. Viele dürften abermals nicht positiv sein. Beispielsweise ist die Kritik von Mattthias Dell im „neuen deutschland“ folgendermaßen überschrieben „Schlechte Laune, tumbe Sprüche“ und darunter:

„Es ist erstaunlich, wie gut auch dieser Tatort mit der Angst des gegenwärtigen Mobs korrespondiert“

Dann bescheinigt Dell dem Dortmund Tatort: „So weit, so gut. Dann aber wird es übel. Oder auch nur üblich, wenn man sich die Darstellung von Menschen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen anschaut, die nicht so aussehen wie die Mehrheit in diesem Land. Der gewöhnliche Reflex wäre zu sagen, dass es doch nur darum geht, die Wirklichkeit abzubilden. Aber die Wirklichkeit im Fernsehen ist naturgemäß eine Konstruktion.“

Ganz großes Kino das Programm von Pauluskirche und Kultur

Auch die Tatort Rudelgucker dürften mit unterschiedlichen Meinungen und Urteilen nachhause gestrebt sein an diesem Sonntagabend. Das soll so sein. Doch geeint haben wird sie wohl eines: Dieses Filmübertragungsangebot seitens der Pauluskirche jeweils für den Dortmunder Tatort ist sozusagen ganz großes Kino. Diese Pauluskirche auf der Dortmund Schützenstraße ist selbst Täter und Tatort zugleich. Und die Taten häufen sich. Gott und Pfarrern wie Friedrich Laker sei Dank! Schaut doch nur das Programm von Pauluskirche und Kultur an! Musentempel und Gotteshaus zugleich. Wo geht so etwas schon so gut zusammen wie hier? Kirche beschreitet hier gottlob neue Wege, ist provokant und lebensnah. So die Eigenauskunft. Und dazu dies: „Erotik-Gottesdienst, Rock-Konzert in der Kirche, Nacht der offenen Kirche mit Tanz und  Weltmusik, BVB-Trauung in Schwarz-Gelb, Single-Brunch, Gottesdienst in einem Fitness-Studio. Neue Wege – das Motto ist Programm.“ Verantwortlich dafür zeichnet die Schwerpunktpfarrstelle der evangelischen Lydiagemeinde in der Dortmunder Nordstadt und seine Inhaber, das Pfarr-Ehepaar Sandra und Friedrich Laker, das bereits seit fast 10 Jahren das etwas andere kirchliche Programm zusammen mit vielen Ehrenamtlichen aufstellt. Provozierend und lebensnah, einladend und weltoffen“ möchte man sein. „Die breite Vielfalt der Angebote von Offener Kirche, Meditation, Erlebnisgottesdienst, Gesprächsabende, Nacht der Religionen bis hin zur Kulturkirche bietet für fast jeden etwas. Hier verändert sich Kirche, wird spannend, berührt und bewegt. Einfach mal reinschauen und ausprobieren.“

Hut ab und weiter so! Wie, Kirche ist tot? Diese jedenfalls nicht. Sie liegt mitten im „sozialen Brennpunkt“ der Stadt Dortmund.  In diesem wirkt sie über Konfessionen und Menschen aus verschiedenen Nationen hinweg und gemeinsam mit ihnen zusammen.  Die Austrahlung all dessen geht weit über den Stadtteil hinaus. Ob Gläubige unterschiedlicher Konfession, Atheisten, Zweifler und Philosophen – allen bietet sich in der Pauluskirche  ein Podium. Alle sind angesprochen.

Zurück an den Tatort

Ich bekenne: Ich bin zum Täter – na ja: Mittäter – geworden. Und als solchen zieht es mich hoffentlich schon bald wieder dorthin. Zum Schluss trete ich wieder aus der Kirche hinaus auf die Schützenstraße hinaus. Ich strebe zur U-Bahnstation. Die Rolltreppe „baggert“ mich zurück  in die Dortmunder Unterwelt. Voll mit schönen Eindrücken trotz des düsteren Tatorts rausche ich mit der Metro nach Hause. Und komme erst dort an, der sogenannte Polittalker  Günther Jauch mit der   Sendung und wohl auch mit seinem Latein  am  Ende ist. Wie ich im Netz lese, ist mir da einiges an Widerlichem erspart geblieben.

Wo gehen Sie demnächst hin zum Dortmunder Tatort gucken? Ich weiß es schon jetzt wo. Wie Sie sich denken können …

tagesspiegel| Günther Jauch konnte Björn Höcke nicht Paroli bieten – oder wollte er nicht?

Lesetipp! Ich finde die #ARD sollte #Jauch, der ja im November aufhört, bereits jetzt abdrehen. Das Mass ist übervoll.

Avatar von (LB)LutzBucklitschProf. Dr. Hajo Funke

Von Andrea Dernbach

„Pöbeln, hetzen, drohen – wird der Hass gesellschaftsfähig?“ war die Titelfrage am Sonntag bei „Günther Jauch“. Der Moderator ließ den AfD-Politiker Björn Höcke ungestört seine hetzerischen Thesen verbreiten. Immerhin bezog Anja Reschke dagegen Stellung.

Blöd, dass Günther Jauch selbst auf den letzten Metern Sendung noch seiner Macke treu bleibt, nie mehr als eine Frau in seine gute Stube zu lassen. Schließlich hat ihn die eine diesmal – nur diesmal? – gerettet. Anja Reschke, Innenpolitikchefin des Norddeutschen Rundfunks, übernahm den Job, für den der Gastgeber offensichtlich ungeeignet war: Der Sache wenigstens ab und zu eine Richtung zu geben und die Zumutungen des AfD-Politikers Björn Höcke zurechtzurücken.

Der AfD-Fraktionschef im Thüringer Landtag hat zwar wegen seiner unklaren Abgrenzung Richtung NPD selbst mit dem eigenen nationalkonservativen Flügel Probleme, aber bei Jauch durfte er reden, und nicht nur das: Die Deutschlandfahne, die er zu seiner Unterstützung mitgebracht hatte, hing für…

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Die NATO-Propaganda des Truppenbetreuers Frank Wörner im WDR

Lesetipp!

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wdrTom Buhrow meinte heute Morgen in einer Vor­an­kün­digung auf den ARD-Check heute Abend, der ‚Lügenpresse‘-Vorwurf treffe die ARD nur am Rande. Die Zuschauer und Zuhörer würden den öffentlich-rechtlichen Vertrauen schenken.

Realitätverleugnung, Ignoranz, das Pfeifen im Walde…. Angesichts vernichtender Kritik – selbst aus dem eigenen Haus -, massivem Widerspruch und Protest in den Kommentarspalten auf tagesschau.de und mehreren Studien und Umfragen, die Einseitigkeit der Berichterstattung und Vertrauensverlust belegen, hat man sich offenbar entschlossen, das zu tun, was man am Besten kann: das Problem wegzulügen.

Dabei ist das Ausmaß der Propaganda und Desinformation so groß, dass es die Möglichkeiten dieses Blogs bei weitem übersteigt, auch nur die wichtigsten Manipulationen zu dokumentieren. Was wir hier aufbereiten können, ist immer nur ein Bruchteil dessen, was die Staatssender tagtäglich in die Köpfe der Bürger drücken wollen. Die Themen stapeln sich bis unter die Decke. Ob das die einseitige Berichterstattung über die Messerattacken und Morde an…

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Democracy Now! Der Aufstieg von Amerikas geheimer Regierung oder Das tödliche Vermächtnis des Ex-CIA-Direktors Allen Dulles – Teil 2

Interessant!

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DemocracyNow_bannerZweiter Teil des Videointerview auf Democracy Now! mit David Talbot, Autor des neuen Buches „Des Teufels Schachbrett: Allen Dulles, die CIA und der Aufstieg von Amerikas geheimer Regierung“

Der Aufstieg von Amerikas geheimer Regierung oder
Das tödliche Vermächtnis des Ex-CIA-Direktors Allen Dulles – Teil 2

Hier gehts zum ersten Teil des spannenden Interviews.

14.10.2015                                                         Übersetzung FritztheCat

David_Talbot_Devils_Chessboard170Eine neue Biographie über Allen Dulles beleuchtet, wie seine Zeit bei der CIA mithalf, den gegen­wär­tigen nationalen Sicherheitsstaat zu formen. Der Biograph David Talbot schreibt: „Die Handlungen von Allen Dulles quälen das Land noch heute. Die Suche nach der amerikanischen Seele ist ein ständiger Kampf. Und viele Handlungen während Dulles Regentschaft bei der CIA tragen daran Schuld.“ Und weiter: „Experimente zur Ge­dan­ken­kontrolle, Folter, politische Morde, außer­or­dent­liche Über­stel­lun­gen (Anm.d.Ü.: Entführungen) und Massenüberwachung von US-Bürgern und Verbündeten – Dulles hatte all diese Werkzeuge in seinem Koffer.“

Amy Goodman: Hier ist Democracy Now! democracynow.org, der…

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Klare Kante: Ulrich Ziegler vom Deutschlandfunk ist ein Krebsgeschwür, das entfernt werden muss

Zur Kenntnis. Eigentlich sollte ein Mensch nicht als „Krebsgeschwür“ bezeichnet werden …

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deutschlandfunk

Deutschlandradio Kultur: Sie haben einmal gesagt: Putin und seine Eliten seien ein Krebsgeschwür, das entfernt werden müsse. – Das ist doch ziemlich klare Kante, die Sie da vorgeben.

Ulrich Ziegler

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Offener Brief an die Redaktion von „Der Spiegel“ angesichts des Titelbilds von Nr. 42 „Russlands Weltmachtspiele: PUTIN GREIFT AN“

Aufgemerkt: An das einstige „Sturmgeschütz der Demokratie“. Lesen!

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Spiegel42_Titel

Russlands Weltmachtspiele:
PUTIN GREIFT AN

Sehr geehrte Spiegel-Redaktion,

als langjährige Abonnentin von Der Spiegel darüber hinaus jahrzehntelange Kundin, die sich mindestens 40mal im Jahr ein Spiegelheft zulegte, fühlte ich mich seit dem Frühjahr 2014 zunehmend so befremdet von der stark bellizistischen, russophoben und geschichtsvergessenen Darstellung der Ukraine-Krise in ihrem Medium, dass ich angesichts des manichäischen, dämonisierenden und im Tonfall unangenehm vulgarisierten Präsentations­modus dieses Themas die Wochenschrift Der Spiegel nicht mehr finanziell unterstützen mochte.

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acTVism.org: Deutschlands Rolle in Europa und der Welt – Diskussionsrunde mit Heiner Flassbeck und Noam Chomsky in München

Empfehlung!

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actvism_flassbeck_chomskyDeutschlands Rolle in Europa und der Welt – Diskussionsrunde mit Heiner Flassbeck und Noam Chomsky (via Webcam) in München

Immer wieder ist Deutschland eine dominante politische und kulturelle Präsenz in Europa und international.

Von seiner Rolle in beiden Weltkriegen, der transatlantischen Allianz mit den USA nach dem zweiten Weltkrieg, bis hin zur Wiedervereinigung: Deutschland ist einmal mehr eine dominante wirtschaftliche und politische Macht auf dem europäischen Kontinent und darüber hinaus.

  • Was ist die wirtschaftliche und politische Bedeutung Deutschlands in der jüngeren Geschichte?
  • Was bedeutet Deutschlands Präsenz auf der Weltbühne heute?
  • Welchen Einfluss hat das Verhältnis zu den Vereinigten Staaten auf die wirtschaftliche und soziale Innen- und Außenpolitik?
  • Was kann der Einzelne tun um sich bei sozialpolitischen Themen zu engagieren und eine positive Veränderung zu bewirken?

Datum: 17.11.2015
Ort: Muffatwerk, Ampere – Zellstraße 4, 81667 München.
Sprachen: English & Deutsch
Eintritt: Euro 10
Live-audio stream via Radio München

Ablauf:
Einlass: 18:30…

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SPIEGELKABINETT: Wie die ARD ihr Sendeformat Weltspiegel schrottet und Golineh Atai Hass verbreitet

Lesetipp!

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Spiegelkabinett2Wie die ARD ihr Sendeformat Weltspiegel schrottet und Golineh Atai offen Hass verbreitet

Über 52 Jahre gibt es ihn schon in der ARD, den altehrwürdigen Weltspiegel. Zu den Moderatoren zählen so klangvolle Namen wie Gerd Ruge, Klaus Bölling, Winfried Scharlau, Dagobert Lindlau oder Dieter Kronzucker. Klangvolle Namen auch unter den Auslandskorrespondenten die im und für den Weltspiegel berichteten, z. B. Peter Scholl-Latour, Thilo Koch oder Gerhard Konzelmann. Alles vorbei. Die ARD ist gerade dabei ein weiteres Format mit Qualität, vor den Augen der Zuschauer zu zerlegen, es zu opfern auf dem Altar der Beliebigkeit und der Propaganda.

Ein leuchtendes Beispiel für den Niedergang der Sendung, liefert die Moderatorin Natalie Amiri.

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Gabriele Krone-Schmalz kritisiert mangelnde Pressefreiheit in Deutschland

Sehr empfohlen!

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tplogoFrühere Moskau-Korrespondentin wirft deutschen Medien permanente Dämonisierung Russlands vor

tp_krone_schmalzDie frühere ARD-Osteuropakorrespondentin Gabriele-Krone Schmalz hat bei einer Buchvorstellung in Hannover vor demokratieschädigenden Tendenzen in der deutschen Medienlandschaft gewarnt. Andere als extrem russlandkritische Positionen kämen dort kaum vor. Sie warb für eine verstehende Haltung gegenüber Russland und forderte professionelleren Journalismus hierzulande.

Der Unterschied zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung sei inzwischen so groß, dass sie sich ernsthaft Sorgen um das demokratische System in Deutschland mache, erklärte Krone-Schmalz. Aus dem Publikum der ausverkauften Lesung in der Buchhandlung Decius erntete sie am gestrigen Mittwochabend dafür durchgängig verbale Zustimmung und breiten Applaus.

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