Deutschland hat eine neue Partei: Am 1. März 2020 wurde in Dortmund die DOS – Digital, Oekologisch, Sozial gegründet

v.l.n.r. Lisa DeZanet, Torsten Sommer, Magdalena Zenglein, Dirk Pullem, Nadja Reigl, David Grade, Maja Tiegs, Britta Söntgerath, Andrea Wille. Fotos: Claus Stille

Seit dem 1. März 2020 hat unser Land eine neue Partei. Im Biercafé West wurde die „DOS – Digital, Oekologisch, Sozial“ gegründet. Wie die gewählte Vorsitzende Nadja Reigl sagte, verortet sich die Partei links der Mitte. Die DOS hat sich „Axiome“ verordnet, grundlegende politische Konstanten, die für alle Mitglieder verpflichtend sind und nicht in Frage gestellt werden dürfen.

Es waren am Sonntag 17 Gründungsmitglieder anwesend. Die DOS wird zur diesjährigen Kommunalwahl antreten.

Nötig, eine Politik zu betreiben, die ihre Verantwortung gegenüber nachfolgenden Generationen ernst nimmt

Die Notwendigkeit zur Gründung einer neuen Partei begründen die Initiator*innen so: „Es wird Zeit eine Politik zu betreiben, die die Zukunft aktiv gestaltet. Eine Politik, die ihre Verantwortung gegenüber nachfolgenden Generationen ernst nimmt, die Chancen von Veränderungen nutzt und sich aktiv mit den Herausforderungen und Problemen der Zukunft auseinandersetzt. Der Klimawandel, soziale Gerechtigkeit, Digitalisierung und eine zukunftsfähige demokratische Gesellschaft sind keine einfachen, aber lösbare Herausforderungen! Dafür müssen wir jetzt und mit vereinten Kräften handeln.“

Erfahrene und aktive Politiker*innen unter den DOS-Gründer*innen

Unter den Gründer*innen der DOS-Partei befinden sich erfahrene aktive Politiker*innen aus dem Ruhrgebiet, wie Torsten Sommer, ehemaliger Abgeordneter der Piraten im Landtag NRW, Nadja Reigl, Ratsfrau der Stadt Dortmund und Britta Söntgerath, Ratsfrau in Duisburg.

Torsten Sommer: „Wir sehen uns nicht als Konkurrenz, sondern als Versicherung für die Wählenden, dass der angestrebte Wandel wirklich umgesetzt wird“

Aus den vorweg genannten Gründen eine neue Partei auf den Weg bringen zu wollen, ergebe sich für die – DOS, dass sie konstruktiv mit den Parteien des weltoffenen Spektrums zusammenzuarbeiten gedenke. Torsten Sommer: „Wir sehen uns nicht als Konkurrenz, sondern als Versicherung für die Wählenden, dass der angestrebte Wandel wirklich umgesetzt wird. Wir wollen nicht länger das kleinere Übel wählen, sondern selbst gestalten!“

Unverrückbare Axiome sind für jedes Mitglied mit dem Eintritt in die Partei verpflichtend

Jedes Mitglied der DOS muss sich an unverrückbar festgelegte, nicht verhandelbare Axiome halten. Weicht jemand davon ab, müsse Partei verlassen werden, hieß es auf der Gründungsversammlung im Dortmund BierCafé West unmissverständlich. Wer in die Partei eintritt verpflichtet sich auf zu diesen Axiomen

Axiome der DOS in Kürze

Die Axiome umfassen die „Menschenrechte“ und die UN-Behindertenkonvention – sie gelten ohne Ausnahme.

Des Weiteren gilt die „Gleichberechtigung aller Menschen“, die „Ablehnung von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“.

„Wir werden keinen Faschismus/Nationalsozialismus dulden“. Ein diktatorisches Staatssystem zu etablieren wird eine Absage erteilt.

Angestrebt wird eine „Solidarische Gesellschaft“.

Die Beisitzer*innen v.l.n.r: Dirk Pullem, Britta Söntgerath, David Grade und Lisa DeZanet.

Die DOS setzt sich für den „Säkularen Staat“ und somit für eine konsequente Trennung von Staat und Bekenntnis ein.

Die DOS will eine „Evidenzbasierte Politik“ betreiben, heiße: politische Entscheidungen werden auf Basis anerkannter, wissenschaftlicher Erkenntnisse gefällt.

Die Partei will Maßnahmen fördern, die „Umweltschutz“ dienen und dem „Klimawandel“ Rechnung tragen.

Die DOS bekennt sich zur internationalen Gemeinschaft und sieht „ein vereintes, demokratisches Europa als den Garanten für Frieden und allgemeinen Wohlstadt für die Menschen in Europa. Ziel ist die Überwindung von nationalen Grenzen.

„Respektvoller Umgang“: „Wir bemühen uns um den respektvollen Umgang mit Jedermensch. Wir kritisieren Meinungen, Äußerungen und Handlungen, nicht Menschen.“

Gewählt wurden

Die Bundesvorsitzenden der DOS v.l.nr.: Nadja Reigl und Magdalena Zenglein.

Mit absoluter Mehrheit der Stimmen der 17 Gründungsmitglieder ist Nadja Reigl zur Bundesvorsitzenden (für 2 Jahre) und Magdalena Zenglein zur Bundesvorsitzen (für 1 Jahr) gewählt worden.

Schatzmeisterin der DOS wurde Andrea Wille. Zu Beisitzenden wählte man Torsten Sommer 8für 2 Jahre), Britte Sönthgerat (für 1 Jahr), Maja Tiegs (für 2 Jahre), David Grade (für 1 Jahr), Lisa-Veronique De Zanet (für 1 Jahr) sowie Dirk Pullem (für 1 Jahr).

David Grade: „Ich will ein anderes Europa“

David Grade begründete sein erneutes politisches Engagement a.a. mit der derzeitigen katastrophalen Situation der an der türkisch-griechischen Grenze: „Ich will ein anderes Europa. Ich will eine andere, offene Gesellschaft. Ich möchte, dass Menschen gut miteinander ohne Angst zusammenleben können. Die DOS werde alle unterstützen die weltoffen sind und den Klimawandel so gestalten, dass die nötigen Maßnahmen sozial abgefedert sind.“

Bundesvorsitzende Nadja Reigl: „Wir stehen links von der Mitte“

Bundesvorsitzende Nadja Reigl unterstrich in einer kurzen Rede die Wichtigkeit dieser Parteigründung. Die DOS werde u.a. Menschen, die im Wesentlichen wie die zur Parteigründung gekommenen dächten. Nadja Reigl erklärte: „Wir stehen links von

der Mitte.“ Man wolle eine Zukunft mitgestalten, die für alle Menschen lebenswert ist“. Parlamentarische Erfahrung hätten einige von ihnen bereits gesammelt. Man habe viel gelernt und sich weiterentwickelt.

In den Städten, in welchen man sich Personal schon leiste könne, werde man Listen für die Kommunalwahl aufstellen, auch Kandidaten für die Bürgermeisterwahlen. Allerdings müssten diese Kandidaten erst einmal gewählt werden. Reigl: „Wir brauchen Wahlprogramme, die auf unseren Axiomen beruhen.“

Wie die Partei DOS sich selbst sieht und beschreibt, das lesen Sie bitte hier.