„EU-Sozialpolitik: Formierung einer Klassengesellschaft der billigen Arbeit“ von Albrecht Goeschel

Arbeit ja. Aber billig soll sie sein., Foto: Rainer Sturm via Pixelio.de

Arbeit ja. Aber billig soll sie sein., Foto: Rainer Sturm via Pixelio.de

Der westdeutsche Bundeskanzler Ludwig Erhard postulierte 1957 „Wohlstand für Alle“. So auch der Titel seines in jenem Jahr erschienenen Buches. Grundlage für „Mitte der 1960er Jahre stattfindende Sozialstaatsdiskussion unter der Überschrift „Formierte Gesellschaft“. Der Grundgedanke war ein autoritärer Staat, der Gemeinwohlanliegen gegen Sonderinteressen durchsetzen und damit Wohlstaat garantieren sollte.“ So zu lesen im Vorwort zu Prof. Albrecht Goeschels Arbeit „EU-Sozialpolitik: Formierung einer Klassengesellschaft der billigen Arbeit“, jüngst herausgekommen im pad-Verlag Bergkamen.

Es begann in Westdeutschland das Zeitalter der sogenannten „Sozialen Marktwirtschaft“. Ein Thema für sich. Immerhin sei konzediert: einer Vielzahl von Menschen ging es im Bonner Staat durchaus gut. Diese Entwicklung muss freilich vor dem Hintergrund der Systemkonfrontation und damit der unmittelbaren Nachbarschaft der zum Ostblock gehörenden DDR gedacht und verstanden werden.

Marktkonform soll die Demokratie heute sein

Nicht mehr so heute in der Berliner Republik nach Beitritt der DDR zur BRD. Nie war die Spaltung in Arm und Reich so groß wie heute unter der gesamtdeutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, einem Kind der DDR. Merkel postuliert keinen Wohlstand für Alle. Ihr schwebt stattdessen eine „Marktkonforme Demokratie“ vor. Betreffend Eurozone und Gesamt-EU.

Dass diese im Endeffekt für viele Mitbürgerinnen und Mitbürger bedenkliche Entwicklung nicht so einfach vom Himmel gefallen ist, macht uns Albrecht Goeschel in seiner Broschüre klar. Und das ist gut so. Denn es handelt sich um einen mehr oder weniger schleichenden, bewusst eingeleiteten und forcierten Prozess. Was nichts mit Verschwörungstheorien zu tun hat. Sondern mit Interessen des Kapitals. Insbesondere der Finanzmarktdiktatur, wie Stéphane Hessel es nannte. Wenn man so will hat der Raubtierkapitalismus – das Gegensystem in Form des DDR-Staates dicht vor der Nase – in Westdeutschland von 1949 bis 1990 nur eine kleine Pause eingelegt. Der Wolf hatte sich gewissermaßen einen Schafspelz zugelegt. Lauerte aber stets in Wartestellung. Als die DDR und die Ostblockstaaten an ihr Ende gekommen waren, erwachte das Raubtier und streifte den Schafspelz Stück und Stück ab, zeigte Zähne und hieb mit seinen Pranken zu wo herrschende Politik es zuließ.

Sozialpolitik als Instrument zur Herstellung und Durchsetzung einer einheitlichen europäischen Klassengesellschaft

„Jetzt“, heißt es in der Vorbemerkung zu Prof. Goeschels Broschüre, „wird das im oligopolisierten Kapitalismus seit Polizei- und Sozialkanzler Bismarck janusköpfige andere Gesicht des Sozialstaates wieder gezeigt: In allen europäischen Ländern wird unter Nutzung des „Schocks“ der Euro-Krise die Sozialpolitik als Instrument zur Herstellung und Durchsetzung einer einheitlichen europäischen Klassengesellschaft anstelle der nationalen Sozialordnungen benutzt und dabei auch mit Polizeimaßnahmen nicht gegeizt.“

Der Autor zeichnet „für den Zeitraum der „Inneren Kolonisierung“ Europas im Zuge der Eurokrise bis zur Kolonisierung Ostdeutschlands im Zuge der Krise des Staatssozialismus“ nach, „wie Sozialstaat und Sozialpolitik als Instrumente der Expansion des europäischen Kapitalismus eingesetzt worden sind.“ Deren Hauptaufgabe, so Albrecht Goeschel, sei „die immer neue Herrichtung der Bevölkerungen als Anbieter von Arbeitszeit zu möglichst günstigen Bedingungen.“

Dass dies der Autor herausgearbeitet hat ist sehr verdienstvoll. Denn obgleich dieser bedenkliche, nicht zuletzt unsere Demokratie bedrohende Prozess vor unser aller Augen geschehen ist und weiter vorangetrieben wird, dürften nur Wenige von uns Zusammenhänge zwischen den gesellschaftlichen (Einzel-)Erscheinungen und negativen Auswirkungen für Viele bis ins Private hinein herstellen. Albrecht Goeschels Arbeit macht glasklar deutlich: nichts geschieht ohne Grund. Durchgehen kann dies nur, weil uns nicht wenig davon von den Regierenden – die im Grunde nurmehr noch als Marionetten des Kapitals an den in Konzern- und Bankzentralen gezogenen Fäden zappeln – als „alternativlos“ dargestellt wird. Und nicht zu vergessen: Weil unsere Medien in ihrer Funktion als Vierte Gewalt seit Langem schmählich versagen.

Ein Text als Grundlage für ein „Sapere aude!

Leserinnen und Lesern, welche sich vorwiegend via Mainstream-Medien informieren und denen es ganz einfach an Zeit mangelt alternative Medien, die sich bemühen dazu eine Gegenöffentlichkeit herzustellen, dazu benutzen, rate ich dringend zu diesem Text. Sie sollten es sich zu Gemüte führen, um sich im Sinne Immanuel Kants „Sapere aude!“ aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit zu befreien. Gewerkschaften sollten das Büchlein anschaffen und ihren Mitgliedern zugänglich machen.

Eine Gefahr freilich besteht: In Thematik und betreffs Hintergründen völlig Unbeleckte könnten nach Lektüre des Büchleins ziemlich empört aus dem Lesesessel aufstehen und die Fäuste ballen. Warum? Weil ihnen womöglich das erste Mal dämmert in welch perfider Art und Weise sie über Jahrzehnte genasführt worden sind.

Ins Verhältnis zueinander gesetzt, kristallisieren sich Zusammenhänge heraus

Einzelereignisse und politische Entscheidungen der vergangenen Jahre erscheinen, ins Verhältnis zu bestimmten Interessen gesetzt – woraus sich wiederum Zusammenhänge herauskristallisieren lassen, plötzlich in einem ganz anderem Lichte. Es geht wie immer im Kapitalismus um Profite. Sowie die Umverteilung von unten nach oben im ganz großem Stil. Diesem Behufe im Wege stehende sozialen Errungenschaften, teils von früheren Generationen blutig erkämpft, Einhegungen werden mithilfe willfähriger Regierungspolitiker Stück für Stück abgerissen. Vor diesem Hintergrund sind u.a. auch die „Reformen“ der Schröder-Fischer-Regierung zu sehen.

Auch wird (wie im Kapitel 2 von Albrecht Goeschel dargelegt) die Euro-Krise dazu benutzt, um die europäischen Wohlfahrtsstaaten zu zerstören. Deutschland lieferte dazu die Blaupausen. Inzwischen werden die deutschen „Reformen“ anderen europäischen Partnern ungeniert oktroyiert. Interessant auch ab Seite 23 das Kapitel 2.3 „Sparpolitik und Fiskalpakt zerrütten Europa“. Und zwar nicht zuletzt deshalb, weil in Europa zunehmend und im Kauderschen Sinne „deutsch“ gesprochen wird.

An Griechenland wird ein Exempel statuiert

Was auch – und zwar bitter – im Falle des Krisenstaates Griechenland eine Rolle spielt. Dazu Kapitel 2.3.1 „Griechenland: Labor für die Zerrüttung des Europäischen Sozialmodells“

Sozialstaaten im Zangengriff plus Austeriätsstrategien

Die Sozialstaaten befinden sich „im Zangengriff von Abbau des Kündigungsschutzes, Erhöhung der Mehrwertsteuer und Absenkung der Renten“ (Kapitel 2.3.2, S. 26). Hinzu kommen die perspektivisch betrachtet negativen Auswirkungen von Schuldenbremsen.

Ab Seite 33 behandelt Goeschel die „Ökonomischen Ungleichgewichte und die unterschiedliche Verwundbarkeit der Länder Europas gegenüber der Austerity-Strategie“. Ebenfalls hier profitiert bekanntlich „Exportweltmeister Deutschland“ enorm, weil es die Nachbarländer nieder konkurriert (Stichwort Beggar thy neighbor).. Auf Seite 35 oben stellt Albrecht Goeschel fest: „Die Spaltung Europas ist also von Anbeginn an angelegt gewesen und wurde durch die Währungsunion wegen des wegfallenden Aufwertungsmechanismus gegenüber den Exportüberschussländern andererseits forciert.“

Auch gelte das für die sogenannte Ost-Erweiterung der EU, so Goeschel auf Seite 43 oben, „dass hierdurch der Markt für Arbeit in allen Formen und zu sehr unterschiedlichen Preisen territorial erweitert worden ist und mehr Möglichkeiten für Extraprofite vor allem aus Preisunterschieden geschaffen hat.“

Wie „die Systemkrise der DDR die einmalige Chance zu einer Revision der Kräfteverhältnisse in Europa“ bot

Besonders hinweisen möchte ich auf Albrecht Goeschels Ausführungen ab Seite 48. Dort legt er nämlich dar, wie „die Systemkrise der DDR die einmalige Chance zu einer Revision der Kräfteverhältnisse in Europa“ bot. Und wir erfahren des Weiteren, dass mittels „De-Industrialisierung und De-Qualifizierung der ostdeutschen Wirtschaft“ die „Voraussetzung für Extraprofite der westdeutschen Wirtschaft“ geschaffen wurden. Humankapital, qualifizierte Arbeitskräfte der DDR wanderte gen West ab. „Ein anderer Teil des Humankapitals Ostdeutschlands wurde durch höchst zweifelhafte ‚Evaluierungssmaßnahmen‘ delegitimiert.“

Interessant zu wissen: „Zwei Jahrzehnte nach dem Anschluss der DDR an die BRD hat sich der anfänglich ehe überschaubare Kapitalzufluss nach Ostdeutschland mittlerweile in seiner Richtung geändert: Auch die in Ostdeutschland selbst erwirtschafteten Gewinne der dortigen Privatwirtschaft fließen überwiegend in Real- und Finanzanlagen in Westdeutschland oder ins Ausland.“

Wie die Dinge doch zusammenhängen! Albrecht Goeschel schreibt am Ende seines Textes betreffs der Geschehnisse nach dem Ende der DDR von einem als Kolonisierung“ beschriebenen „doppelten Umbruch“ in Ostdeutschland, welcher gesamtgesellschaftlich verzögert „dann aber auch eine „Entsicherung“ Westdeutschlands und einen wachsenden Angst-, Überforderungs- und Feindseligkeitspegel mit gebracht“ habe.

Eine erhellende Arbeit – Empfohlen!

Prof. Albrecht Goeschel hat uns mit dieser erhellenden Arbeit einen großen Dienst erwiesen. Nur lesen müssen wir die Broschüre nun selber und unbedingt weiterempfehlen. Wie schon bemerkt: Leserinnen und Leser dürfte der Text die vom Medienmainsteam vielleicht verkleisterten Augen als Augenöffner dienen. Möglicherweise kommt Wut auf. Doch Wut allein führt nicht zu produktiver Veränderung. Gut jedoch, wenn diese zu einem „Empört euch!“ (Stéphane Hessel) oder „Wehrt euch!“ (Rainer Kahni) führte. Empfehlung! Denn oft ist nichts so wie es scheint. Man sollte den Dingen schon genauer auf den Grund und die Taten der Herrschenden ein Cui bono entgegenstellen. Wohlstand für Alle? Das stimmte schon bei Ludwig Erhard nicht in Gänze. Inzwischen aber ist von „Marktkonformer Demokratie“ die Rede. Die allerdings kann es schlechterdings nicht geben.

Albrecht Goeschel

EU-Sozialpolitik: Formierung einer Klassengesellschaft der billigen Arbeit

62 Seiten,  5  Euro (Lieferung an  Direktbesteller auch versandspesenfrei.)  Höherer Preis bei Bestellung  über Amazon.

pad-Verlag/Bergkamen

pad-Verlag@gmx.net

Weitere Beiträge über im pad-Verlag erschiene Arbeiten: hier

Dazu auch: Ein Interview mit Prof. Albrecht Goeschel zum besprochenen Buch via Labournet.

Golineh Atai und das Trollniveau in den ARD-„Nachrichten“

Trolliges ….
Empfehlung an meine LeserInnen:

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ard_logoARD tagesthemen 14.04.2015 22:15 Uhr

Dass die Kriegshetzerin und Maidan-Propagandistin Golineh Atai mit echtem Journalismus so viel zu tun hat, wie der militante Putsch in Kiew mit Demokratisierung oder dem Aufbau eines Rechtsstaats, kann nur noch bezweifeln, wer von ARD und ZDF so manipuliert, eingelullt und nachgerade verblödet wurde, dass er auch glaubt, den Großakteuren in der Weltpolitik ginge es um Humanismus oder Schwulenrechte.

Der Schmieren- und Lügenjournalismus der öffentlich-rechtlichen Anstalten, mit dem die Namen Atai, Lielischkies, Eigendorf, Lichte für alle Zeiten verbunden sind, wird ohne jeden Zweifel als ein Schandmal in die deutsche Geschichte eingehen, an dem sich der echte Journalistennachwuchs vielleicht eines Tages kopfschüttelnd abarbeiten wird. Der hier rezensierte Beitrag von Golineh Atai über einen vermeintlichen „Troll Putins“, könnte dabei als Anschauungsmaterial dienen, wie echter Journalismus keinesfalls auszusehen hat – und wie dümmlich-primitiv und selbstentlarvend Propaganda sein kann.

ARD_tagesthemen_14.4.2015_Trollfabrik Bild anklicken, um Beitrag in ARD-Mediathek tźu starten (3:23min)

Mindiyarov.png _240Hauptdarsteller…

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WDR – Trollerei im Osteuropa-Magazin

Westliche Propaganda.

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wdr5Die Penetranz, mit der die gleichgeschalteten transatlantischen Medien versuchen, Russland zu diffamieren nimmt oftmals groteske Züge an. Wir haben das hier mehrfach dokumentiert. Eine der dümmsten Unterstellungen war zweifellos die Behauptung, Transsexuelle dürften in Russland zukünftig kein Auto mehr fahren. Nichts ist zu dumm, um nicht daraus einen Strick zu drehen. Eigene Recherche hält man nicht für nötig. Die Verzweiflung, mit der man versucht, Russland zu dämonisieren, muss wirklich groß sein.

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#Bildboykott in Berlin kam via RT Deutsch life ins Haus

Erst vor Kurzem hatten Aktivisten zu einer Kundgebung zwecks #Bildboykott vor dem Axel-Springer-Haus in Berlin aufgerufen. Schon heute nachmittag fand sie in Berlin statt. Nach Angaben von Organisator Pedram Shahyar nahmen etwas mehr als 300 Menschen an der Kundgebung unter dem Motto #Bildboykott  teil. Künftig, so sagte Shahyar, wolle man regelmäßig zum Protest vorm Springer-Haus erscheinen. Jedenfall so lange wie die Springerpresse Hetze ins Werk setze.

RT Deutsch hatte heute eigens ab 15 Uhr einen Lifestream eingerichtet. Wer mag, kann nun die ganze Kundgebung nachsehen. Ich empfehle meinen Leserinnen und Lesern  dies zu tun,

Maybrit Illner: Lügen, Desinformation und gezielte Propaganda

Offenbar wieder einmal ein Tiefpunkt deutscher TV-Talkshow“kultur“. Gestern bei Illner im ZDF. Mindestens schlimme Desinformation wenn nicht sogar Lügen gingen über den Sender. Journalismus Fehlanzeige. Da schüttelt der anständig arbeitetende ORF-Korrespondent Christian Wehrschütz (auf Facebook zu lesen)mit dem Kopf. -Lesetipp!

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zdf_80ZDF „maybrit illner“ 9.4.2015 22.15 Uhr

Putin, NATO, Griechenland
Wer spaltet Europa?

Es war eine denkwürdige Sendung, die da gestern Abend im ZDF NATO-Propaganda in Reinform verbreitete und ganz für sich allein ausreichen würde, eine GEZ-Verweigerung vor dem Bundesverfassungsgericht wegen erwiesener vorsätzlicher Desinformation und Propaganda durch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk durchzusetzen.

ZDF_9.4.2015_maybritillner0

Wer immer noch glaubt, deutsche Medien würden die Wahrheit über den Ukraine-Konflikt verbreiten, während russische Medien lügen, der sollte jetzt zu Ende lesen, die Fakten prüfen und dann schleunigst ARD und ZDF mitteilen, dass er deren Kriegspropaganda und Verstöße gegen den Rundfunkstaatsvertrag satt hat.

Stratfor_US-Politik Grund für Illners-Propagandasendung: STRATFOR-Chef George Friedmann erklärt die wahren Hintergründe der US-Politik in Europa

Die im Untertitel aufgeworfene Frage der Sendung „Wer spaltet Europa?“ war selbstverständlich rein rethorischer Natur, denn es war klar, dass das ZDF diese Fragestellung nicht mit Fakten und Informationen erörtern, sondern sie mit Desinformation beantworten wollte. Der Grund liegt ebenfalls auf der…

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WDR macht Stimmung gegen „geldhungrige“ Griechen und nicht-europäische Russen auf „Kriegsfuß“

Irreführendes vom WDR:

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wdr2Immer auf Linie mit der Berliner und Brüsseler Politik – das ist das Credo von ARD und ZDF. Ob Ukraine-Krise oder Griechen-Bashing, die beiden Staatsender sind immer vorne mit dabei, wenn es heißt, mediale Frontlinien für „alternativlose“ Politik aufzubauen und zu verteidigen.

Ein Beitrag von WDR-Korrespondentin Karin Bensch bringt diese propagandistische Agenda in wenigen Sekunden auf den Punkt: „geldhungrig“ sind die Griechen, die EU ist Europa und Russen sind keine Europäer. Die verbal-propagandistische Frontlinie zwischen angeblichen „Europäern“ einerseits, die regelmäßig mit der EU gleichgesetzt werden und den Russen andererseits, entspringt der US-Strategie einen Keil in Europa einzuschlagen.

Diese irreführende Desinformation, die suggeriert, alle Europäer seien einig und in der EU organisiert und die Russen seien demgegenüber keine Europäer, ist in den letzten Wochen verstärkt in ARD und ZDF zu hören. Eine vermeintliche Schnoddrigkeit, die politische und politisch-verzerrte geografische Grenzen gleichsetzt und in Wahrheit einer klaren politischen Agenda folgt…

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ZDF heute: Politisch intendierte Geschichtsklitterung über den Krieg in der Ukraine

Man sollte das wissen:

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zdf_80Es gehört zu den gängigen Methoden der Desinformation und Propaganda von ARD und ZDF, politische und geschichtliche Entwicklungen derart zu verkürzen, dass ein vermeintlicher Kausalzusammenhang entsteht, der die westliche Geschichtsfälschung stützt.

Für die Lügner des ZDF begann der Bürgerkrieg in der Ukraine nicht etwa mit dem militanten Putsch in Kiew, sondern erst Wochen später – genau genommen gestern vor einem Jahr – mit der Besetzung eines Verwaltungsgebäudes in Donezk durch Bürger der Ostukraine, die den gewaltsamen und verfassungswidrigen Putsch gegen die gewählte Regierung nicht hinnehmen wollten.

Der Krieg begann in dieser politisch intendierten Geschichtsklitterung auch nicht mit den Panzern, die Kiew gegen diese Bürger geschickt hatte, sondern er tobte einfach los:

ZDF_6.4.2015_Donezk Bild anklicken – ZDF-Mediathek

Petra Gerster: „Heute vor einem Jahr besetzten pro-russische Separatisten ein Verwaltungs- gebäude in Donezk. Als symbolische Geste warfen sie die ukrainische Flagge aus dem Fenster und riefen eine unabhängige Volksrepublik aus. Seit dem…

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NDR: ZAPP hetzt gegen deutsch-russische Verständigung

NDR-Medienmagazin ZAPP auf Abwegen?

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Zapp_LogoDas NDR-Medienmagazin ZAPP hatten wir hier bereits mehr als einmal im Visier, aber was den Zuschauern in dieser Woche über das neue Tolstoi-Institut vorgesetzt wurde, war so unterirdisch, dass wir es hier dokumentieren müssen.

Das Tolstoi-Institut ist eine russische Initiative, die sich zum Ziel gesetzt hat, die deutsch-russische Freundschaft und Beziehungen zu verbessern. Auf der Webseite sind die Ziele und Projekte aufgeführt:


Das Tolstoi Institut wurde vor kurzem zur Förderung der deutsch-russischen Freundschaft ins Leben gerufen.
In der heutigen schwierigen politischen Situation ist es besonders wichtig, einen klaren Kopf zu bewahren und überlegt und vernünftig zu reagieren.
Zu jedem Konflikt gibt es immer eine friedliche Lösung. Die Eskalation der politischen Situation verschafft keiner Seite einen Vorteil.
Europa kann stolz darauf sein, dass es gelungen ist, über längere Zeit den Frieden auf dem Kontinent zu bewahren.
Dieses friedliche Zusammenleben aller europäischen Länder ist eine wertvolle Gabe, die wir als einen…

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