FreeAssange.eu: Journalismus ist kein Verbrechen

Am 27. und 28. Oktober wird in London über die Berufung der USA zur verlangten Auslieferung von Julian Assange entschieden.

Die Bestrebungen der USA, investigativen Journalismus zu kriminalisieren und Julian Assange seit über einem Jahrzehnt psychologischer Folter auszusetzen, ihn zu isolieren und sein Leben zu bedrohen, betreffen jeden einzelnen Journalisten und jede einzelne Journalistin weltweit. Julian Assange hat über Folter und Verbrechen berichtet.

Lassen Sie nicht zu, dass es gelingt, solche Arbeit, Ihre Arbeit, zum Verbrechen zu erklären.

Regierungen kommen und gehen. Ehrlicher, aufklärender Journalismus MUSS bleiben.

Dafür stehen wir ein: ALLE FÜR ASSANGE – am 6. November ab 14:00 Uhr in Hamburg am Gänsemarkt. Weitere Informationen finden Sie unter www.freeassange.eu.

Im Fall von Julian Assange versuchen die USA, der politischen Verfolgung eines Journalisten den Anstrich von Rechtsstaatlichkeit zu verleihen. Tatsächlich handelt es sich um den Missbrauch von Justizverfahren, um einen politisch unliebsamen Gegner auszuschalten und an ihm – für alle anderen deutlich sichtbar – ein Exempel zu statuieren, auf Englisch ‚Lawfare‘ genannt.

Am 27. und 28. Oktober wird der High Court in London über die von den USA geforderte Auslieferung von Julian Assange entscheiden. Nach Einschätzung verschiedener unabhängiger Experten steht zweifelsfrei fest, dass sich der WikiLeaks-Gründer vor einer drohenden Auslieferung das Leben nehmen würde angesichts der zu erwartenden Behandlung im menschenverachtenden Gefängnissystem der USA.

Die US-Anklage und deren Auslieferungsersuchen gegen den Journalisten Assange sind aus Sicht von Rechtsexperten wie auch von zahlreichen Journalistenverbänden ein gefährlicher Präzedenzfall für die Pressefreiheit weltweit. Journalisten müssen in einem demokratischen Europa, in einer freien Welt, jederzeit frei und wahrheitsgemäß berichten können.

Der politische Charakter der absurden Anklage gegen Assange zeigt sich unter vielem anderen daran, dass ein Kronzeuge der USA – „Siggi“ -, Sigurður Þórðarson, kürzlich gestanden hat, dass seine Beschuldigungen gegen Assange erlogen sind und dass ihm im Gegenzug für seine Aussagen vom FBI Immunität vor Strafverfolgung gewährt wurde und er auch Geld erhielt.

Þórðarson wurde bereits wegen Sexualverbrechen an neun minderjährigen Jungen verurteilt, fünf weitere Fälle wurden aus Mangel an Beweisen eingestellt (eines der betroffenen Opfer beging daraufhin Selbstmord). Gerichtlich bestellte Psychologen bezeichnen ihn als Soziopathen.

Weiterhin wird ihm wiederholter schwerer Betrug vorgeworfen. Inzwischen wurde Þórðarson von den isländischen Behörden inhaftiert. (Quelle: https://stundin.is/grein/13627/key-witness-in-assange-case-admits-to-lies-in-indictment/)

Ungeheuerlich sind auch die Enthüllungen des Nachrichtenportals Yahoo News, wonach die CIA im Auftrag von Außenminister Pompeo verbrecherische Pläne zur Entführung und Ermordung von Julian Assange verfolgt hat. (Quelle: https://news.yahoo.com/pompeo-sources-for-yahoo-news-wiki-leaks-report-should-all-be-prosecuted-234907037.html)

An alldem wird deutlich, dass es im Fall Assange an jeglicher Rechtsstaatlichkeit fehlt. Ein gerechtes Verfahren für Assange kann angesichts dieser Umstände nicht erwartet werden.

Der Fall wurde konstruiert, um einen unbequemen Journalisten zum Schweigen zu bringen und somit den Weg zu bereiten, kritischen Journalismus mit Verfolgung bedrohen zu können.

Über 23 Organisationen haben aktuell an US-Generalstaatsanwalt Merrick Garland appelliert, die Berufung zurückzuziehen und die Anklage abzuweisen. Dazu gehören die ACLU (American Civil Liberties Union), Amnesty International, Human Rights Watch, Knight First Amendment Institute, Committee to Protect Journalists und Reporter ohne Grenzen.

Sie nennen den Fall Assange „the most dangerous press freedom issue“.

(Quellen: https://freedom.press/news/the-most-dangerous-press-freedom-issue-of-2020-is-trumps-prosecution-of-julian-assange/
und https://freedom.press/news/press-freedom-coalition-calls-for-end-to-assange-prosecution-after-shocking-reporting-on-cia-misconduct/ )

Wir appellieren an Sie als Journalist*innen, die freie und unzensierte Presse zu verteidigen!

Eine Berichterstattung, die der gefährlichen Tragweite des Falles von Assange angemessen ist, ist absolut notwendig!

Weitere Informationen, auch über unsere Bewegung, finden Sie unter www.freeassange.eu.

Für FreeAssange.eu

Christina Lipps und Thespina Lazaridu

Kontakt/Quelle:

info@freeAssange.eu

www.freeAssange.eu

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8 Kommentare zu “FreeAssange.eu: Journalismus ist kein Verbrechen

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  3. Wenn einer wirklich ein Märtyrer ist, in dieser dämonisierten Welt, dann ist es Julian Assange.

    Was Julian Assange und Donald Trump gemeinsam haben: Sie haben die gleichen Feinde, und werden beide von selbigen gehasst.

      • Danke für die Frage. Ich habe darauf gewartet. Zurzeit bin ich dabei zu diesem Thema Veröffentlichungen zu sammeln. Ich werde Ihnen auch dann eine zufriedenstellende Antwort darauf geben können, weil es mich selber auch brennend interessiert.

        Beim oberflächlichem Durchsehen meiner gesammelten Werke kann ich zu Ihrer Frage im Moment folgendes sagen:

        Julian Assange gehört eigentlich zum linken, politischen Spektrum, und aus diesem Grund, hatte WikiLeaks in der „Russlandaffäre“ die Behauptung aufgestellt (mit Belegen), dass Russland die Wahl von Donald Trump zu seinen Gunsten beeinflusst hat, was womöglich auch stimmt, aber Trump ist nicht dafür verantwortlich, dass russische Bots im Wahlkampf mitgemischt haben. WikiLeaks hat Trump dafür verantwortlich gemacht, und deshalb bestehen in diesem Punkt zwischen Trump und Assange Unstimmigkeiten.

        Andererseits lobt Trump Wikileaks an zahlreichen Stellen, er rät sogar den Bürgern, anstatt Mainstream-Nachrichten zu sehen, sich auf WikiLeaks zu informieren.

        Aber wie gesagt Herr Stille, wenn meine Materialsammlung ergiebig ist, werde ich dazu was schreiben.

  4. Wir dürfen einfach nicht zulassen, dass Nachrichten, Grüße, Schreiben, Solidaritätsplakate, Demos usw ausbleiben oder nicht mehr im netz erscheinen. Wir wollen seine um´gehende Freilassung.
    „Lassen“ (wir) “ nicht zu, dass es gelingt, solche Arbeit, Ihre Arbeit, zum Verbrechen zu erklären.
    Regierungen kommen und gehen. Ehrlicher, aufklärender Journalismus MUSS bleiben“.

    • Der „ehrliche“ Journalismus, von dem Sie gesprochen haben „muss nicht bleiben“, der ist nämlich derzeit kaum zu finden, der ist weg, verschwunden, nicht mehr da, vorbei, Ende, Aus und Amen.

      Man muss ihn suchen. Der „ehrliche“ Journalismus muss erst mal wieder zum Alltag werden, bevor er „bleiben“ kann. Er muss wieder kommen, und die jetzigen Berichterstattungen durch Qualität ersetzen.

      Herr Stille hat darüber viel geschrieben. Seine Beiträge verdienen das Prädikat „gute“ Berichterstattung. Das sehe ich genauso wie Sie.

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