RuhrHOCHdeutsch – Das größte Festival seiner Art im deutschsprachigen Raum präsentiert in Dortmund Kabarett, Comedy und Musik vom Feinsten. Vorverkauf ab 1. Februar

Der künstlerische Direktor von RuhrHOCHdeutsch, Horst Hanke-Lindemann (rechts) informiert die Presse über das Festivalprogramm. Links im Bild: Dirk Schaufelberger (Vorstandsvorsitzender Sparkasse Dortmund. Fotos: C. Stille

Ruhrdeutsch heißt es, sei der „märchenhafteste aller deutschen Dialekte“. Die Fans können sich freuen: vom 17. Juni bis 11. Oktober läuft wieder „RuhrHOCHdeutsch“, das größte Festival seiner Art im deutschsprachigen Raum. Präsentiert wird Kabarett, Comedy und Musik vom Feinsten im historischen, über hundertjährigem Spiegelzelt – an den Dortmunder Westfalenhallen am Ruhrschnellweg 200. Auftreten werden schon bekannte Größen der Kabarett- und Comedy-Szene, Geheimtipps zum Weitersagen aber auch Newcomer & Aufsteiger. Der Vorverkauf beginnt am 1. Februar.

In unvergleichlicher Atmosphäre des 1892 gebauten Spiegelzelt kommt auch die Lebensart der Menschen im Ruhrgebiet zum Ausdruck

Das inzwischen im deutschsprachigen Raum bestens etablierte größte Festival „RuhrHOCHdeutsch“ ist mit seiner programmatischen Mischung und der Fülle des Dargebotenen, sowie nicht zuletzt wegen der unvergleichlichen Atmosphäre, die das 1892 gebaute Spiegelzelt vermittelt, etwas ganz besonderes. In diesem Jahr werden über 150 Künstler*innen an 117 Programmtagen präsentiert. Fast die Hälfte der auftretenden Künstler*innen, informierte Horst Hanke-Lindemann, künstlerischer Direktor des Theater Fletch Bizzel, auf einer Pressekonferenz, kommen aus unserer Region. So werde auch die Lebensart und die Kultur des Ruhrgebiets – das, was die hier lebenden Menschen auszeichne, auf die Bühne gebracht.

Zwei Premieren und zwei Dutzend Künstler*innen mit neuen Programmen

Die Programme – von Kai Magnus Sting, Fischer & Jung – feiern im Spiegelzelt Premiere. Leider ist der eingeplant gewesenen großartige Philip Simon mit der Premiere seines Programms nicht mit dabei – er musste aus Krankheitsgründen absagen. Für ihn ist Comedian Micky Beisenherz kurzfristig eingesprungen. Beisenherz wird einen Abend mit eingeladenen Gästen gestalten. Neben weiteren Vorpremieren gibt es auch Programme von zwei Dutzend Künstler*innen, die sich auf Tournee befinden. Sie werden für frischen Comedy-Input sorgen.

Die Specials

Die beliebten …immer-Veranstaltungen

  • …immer montags mit Pommes, Currywurst und ein Getränk Ihrer Wahl und Kabarett vom Feinsten für 22.00 €

  • …immer dienstags, das Spiegelzelt-Ensemble mit „Kuballa anne Bude – jetzt auch Heimatmuseum“ – Ein 5-Gänge-Menü mit für 49.00 € inklusive Speisen und Getränken. Die Bude schmeißt sich ins Zeug. Die schrillen Vögel des Reviers feiern einen bunten Abend der komischen Art mit Sketchen und Liedern und einem köstlichen Fünf-Gänge-Menü.

Und ist die Bude dann mal urlaubsbedingt geschlossen, wird hochkarätiger Ersatz geboten. Die moderne und verblüffende Zaubershow von Siegfried & Joy hat sich im letzten Jahr bewährt und wird ergänzt durch die ganz überdrehte „Comedy-Dinnershow“ von „Die Buschs“ (Vater und Sohn) – Tempo, Witz und Improvisationen, Magie und Parodie in einer komischen, magischen, anarchischen Show.

  • Die Konkurrenz der Fußball-EM müssen wir erfahrungsgemäß nicht fürchten – wir geben die ultimative, schlagfertige Antwort auf das Geschehen auf und neben dem Platz mit „Der Trainer muss weg – Ausgabe 2020“. Die unterhaltsame Sportrevue in zwei Halbzeiten wird nicht nur die EM sondern auch die zurückliegende Bundesliga-Saison und viele weitere Randsportarten kabarettistisch aufarbeiten.
    Mit Fritz Eckenga, Peter Großmann
    , Peter Freiberg, Thomas Koch, Peter Krettek, Ulli Schlitzer und Mathias Schubert.

  • Die Geier kreisen zum Glück nicht über dem Spiegelzelt an den Dortmunder Westfalenhallen sondern geben wie im letzten Jahr die Höhepunkte der diesjährigen Session sowie zahlreiche Klassiker zum Besten also den einzigartigen Geierabend-Mix aus Ruhrpott-Charme und rotziger Musik, frecher Satire, bissigem Kabarett und jeder Menge Klamauk.

  • Der Tana Schanzara Preis wird im zweijährigen Turnus verliehen und steht in diesem Jahr wieder auf dem Programm. In den letzten Jahren hat die Jury mit den Gewinnern einen „guten Riecher“ bewiesen – ob Jochen Malmsheimer, Kai Magnus Sting, Gerburg Jahnke, Maja Beckmann- die Preisträger sind aus der Kulturszene nicht wegzudenken.


Näheres zu den diesjährigen Preisträgern werden die Veranstalter zeitnah auf ihrer Internetpräsenz und via Presse verlautbaren lassen.

Beliebte Vertreter der vielfältigen Humor-Szene des Reviers und Gäste aus dem Sauerland

Wieder mit von der Partie sind die „Ruhrpott-Heroen und die beliebten Vertreter der vielfältigen Humor-Szene des Reviers, wie Carmala de Feo, René Steinberg, Fritz Eckenga, Frank Goosen, Jochen Malmsheimer, Lioba Albus, Hennes Bender, der Dortmunder Lokalmatador Bruno „Günna“ Knust und viele andere. Aus dem Sauerland werden Frieda Braun und Martin F. Risse mit seinem Schnöttentroper Männergesangverein „Singmanntau“ auf dem Festival vertreten sein.

Künstler aus dem „befreundeten Inland“, wie Urban Priol, Sebastian Pufpaff oder Dave Davis schlagen ihrer Zelte gleich für mehrere Tage an der B 1 auf

Programmheft RuhrHOCHdeutsch (Screenhot via RuhrHOCHdeutsch)

Die Künstler aus dem „befreundeten Inland“ seien aus dem seit 2010 stattfindenden Festival natürlich genauso wenig wegzudenken, so Hanke-Lindemann. Einige Künstler wie Urban Priol, Sebastian Pufpaff oder Dave Davis schlagen gleich für mehrere Tage ihre Zelte an der B1 auf – aus der Erfahrung heraus, wie schön ein besonderer Campingurlaub im Pott sein kann!

Weitere vielfältige Künstler*innen geben sich ein Stelldichein

Erstmals beim Festival sind in diesem Jahr unter anderem Frieda Braun, Daphne de Luxe, Tutty Tran (Koreaner mit Berliner Schnauze), Michael Feindler (Poertry-Slammer), oder Tino Bomelino mit von der Partie. Neue musikalische Highlights werden auch aufgeboten, das exzellente A-Capella-Aufgebot mit Storno, Basta und LaLeLu wird in diesem Jahr ergänzt durch die Ex-Wise-Guys Produktion Eddi plus Sari – diese allerdings mit Instrumenten!

Die Soul-Legende Theo Spanke (Soulfingers-Frontmann) wird bei Fred Ape & Freunde zu Gast sein und Lisa Fitz tritt mit „Flüsterwitz“, Gitarre und Jodelkompetenz in Aktion. Die Konzerte und Musik-Comedy-Programme von Stoppok, Pawel Popolski, GlasBlasSing, William Wahl werden für abwechslungsreiche Unterhaltung sorgen.

Der Hauptsponsor Sparkasse Dortmund möchte den Bürger*innen der Stadt etwas zurückgeben

Die Sparkasse Dortmund ist wieder Hauptsponsor von „RuhrHOCHdeutsch“. Vertreten auf der Pressekonferenz durch den Vorstandsvorsitzenden Dirk Schaufelberger. Schaufelberger sprach mit Hochachtung und purer Begeisterung von diesem beliebten Festival. Es sei der Sparkasse eine Freude etwas davon zurückgeben zu können, was „RuhrHOCHdeutsch“ den Bürger*innen einer wachsenden Stadt wie es Dortmund ist an Lebensfreude und Kultur vermittele.

Im Vergleich zu anderen Städten und ähnlichen Festivals müsse sich „RuhrHOCHdeutsch“ nicht verstecken. Im Gegenteil: Es sei einmalig und eine gelungene

Beteiligte an der Pressekonferenz in der Sparkasse Dortmund.

Veranstaltung von hohem künstlerischem Niveau.

Fürs beim Kabarett nicht wegzudenkende „Kühle Nass“ sorgt ein weiterer Sponsor

Als Vertreter eines weiteren Sponsors, nämlich der Radeberger Gruppe KG, war Marketing Manager Andreas Thielemann gekommen. Unerlässlich schon deshalb, meinte Horst Hanke-Lindemann, weil verantwortlich für das beim Kabarett nicht wegzudenkende „kühle Nass“.

Kulturbüro-Leiterin will ihr RuhrHOCHdeutsch verbessern

Ebenso zugegen war die neue, nicht aus dem Ruhrgebiet stammende Leiterin des ebenfalls „RuhrHOCHdeutsch“ unterstützenden Kulturbüros Hendrikje Spengler, spaßte, sie müsse in Volkshochschulkursen immer mal wieder ihr RuhrHOCHdeutsch verbessern. Das Kulturbüro ist Förderer des Festivals.

Eröffnung von „RuhrHOCHdeutsch“ mit Benefiz-Gala

Lachen für ’nen guten Zweck“ ist von Anbeginn des Festivals das Thema der Spiegelzelt-Eröffnung. Die traditionelle Benefiz-Gala wird am 17. Juni 2020 zugunsten der „Halte-Stelle e.V.“ durchgeführt. Die Halte-Stelle e.V. versteht sich als ein professioneller Dienstleister im Bereich psychosozialer Betreuung psychisch kranker Erwachsener. Beratungsangebote in der Kontaktstelle, das Ambulant Betreute Wohnen und die Tagesstätte haben das Ziel, die die Versorgung psychisch Kranker zu verbessern und diese aus ihrer randständigen Isolierung herauszuführen.

Alle an der Gala mitwirkenden Künstlerinnen und Künstler treten ohne Gage auf und der gesamte Erlös der Veranstaltung wird an die Halte-Stelle e.V. gespendet. Wie gewohnt werden über den gesamten Verlauf der Spiegelzelt-Spielzeit Barspenden und überzählige Wertmarken gesammelt und den Spendenempfängern zugeführt.

Fred Ape, als ein Vertreter der beim Festival mitwirkenden Künstler*innen in der Pressekonferenz, pflichtete Horst Hanke-Lindemann bei, der hervorgehoben hatte, wie wichtig es ist zu möglichst vielen Künstler*innen ein persönliches Verhältnis zu pflegen. Was helfe, wenn einmal jemand ausfalle und man Ersatz benötige. Der künstlerische Direktor von „RuhrHOCHdeutsch“, Horst Hanke-Lindemann ist im Übrigen überzeugt: „Dortmund wird wieder einen tollen Kabarett- und Comedy-Sommer erleben. Wir haben ein spannendes, vielseitiges Programm zusammengestellt, bei dem für jeden Geschmack etwas dabei ist.“

Schirmherr von „RuhrHOCHdeutsch“ ist in diesem Jahr zum letzten Mal Ullrich Sierau, der ja bekanntlich als Oberbürgermeister nicht wieder antritt. Er freue sich, so der Oberbürgermeister, dass es gelungen sei, für das Spiegelzelt ein hochkarätiges Programm auf die Bühne zu stellen. Alle Dortmunder*innen sowie Gäste aus

Von links: Andreas Thielemann (Radeberger Gruppe), Hendrikje Spenger (Kulturbüro Dortmund), Jana-Larissa Marx (DEW21), Dirk Schaufelberger (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Dortmund, Horst Hanke-Lindemann (Künstlerischer Direktor RuhrHOCHdeutsch und Fred Ape (Liedermacher).

nah und fern seien herzlich eingeladen, dieses Veranstaltungs- Highlight in Dortmund mitzuerleben.

Der Veranstalter:

Veranstaltet wird das Festival „RuhrHOCHdeutsch“ vom Theater Fletch Bizzel.

Die Sponsoren:

Als Hauptsponsor präsentiert die Sparkasse Dortmund das Festival RuhrHOCHdeutsch. Außerdem unterstützen die DEW21, DOGEWO21, BRINKHOFF‘s No.1 und smply.gd GmbH Essen das Programm.

Tickets / Vorverkauf:

Der Vorverkauf beginnt am Samstag, 01. Februar 2020 ab 08.00 (bis 12.00 Uhr) im

Ticket Shop des Theaters Fletch Bizzel, Humboldtstr.45, Ticket-Hotline: 0231- 14 25 25

Ab 10.00 Uhr in allen anderen bekannten Vorverkaufsstellen.

sowie online im Internet.

Dortmunder Integrationspreis 2019 vergeben

In der Bürgerhalle des Dortmunder Rathauses sind die PreisträgerInnen des Integrationspreises 2019 ausgezeichnet worden. Von 29 interessanten und innovativen Bewerbungen waren von der Jury drei ausgewählt worden. Des Weiteren ist ein Ehrenpreis vergeben worden.

In der Bürgerhalle Dortmunder Rathauses Fotos: C. Stille

Viele Organisationen und Vereine in Dortmund fördern das Zusammenleben zwischen Einheimischen und Zugewanderten

In Dortmund gibt es unglaublich viele Organisationen und Vereine, die sich mit ihrer beruflichen oder ehrenamtlicher Arbeit in Sachen Integration über von ihnen ins Werk gesetzte Projekte und Aktionen verdient gemacht haben. Damit wird das Zusammenleben zwischen Einheimischen und Zugewanderten gefördert.

Moderatorin Steffi Strecker.

Nach erfolgreichen Veranstaltungen in den Jahren 2009, 2011, 2013, 2015 und 2017 geht der Dortmunder Integrationspreis nun bereits in die 6. Runde.

Mit dem Integrationspreis zeichnet MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund (Migrations- und Integrationsagentur Dortmund (MIA-DO) zusammen mit dem Integrationsrat Organisationen und Vereine aus, die sich der Integration von Zuwanderern verschrieben haben.

Schwerpunkte: Integrationsarbeit in den Bereichen Bildung, Arbeit und Unternehmen und Soziale Balance in den Stadtbezirken

Die Schwerpunkte der sich beworben habenden Projekte und Maßnahmen liegen gemäß der vorrangigen Handlungsfelder der städtischen Integrationsarbeit in den Bereichen Bildung, Arbeit und Unternehmen, Soziale Balance in den Stadtbezirken sowie Weltoffene/Internationale Stadt.

Eine Fachjury hat unter insgesamt 29 interessanten und innovativen Bewerbungen ihre Entscheidung getroffen. Dank einer Spende der Sparkasse Dortmund erwarten dabei den Sieger 5.000 Euro Preisgeld, Platz zwei und drei sind mit 3.000 Euro bzw. 2.000 Euro dotiert.

Feierliche Preisverleihung in der Bürgerhalle des Rathauses

Am vergangenen Dienstag hieß es: „Dortmund sucht DAS Integrationsprojekt“: Der Integrationspreis 2019 der Stadt Dortmund wird verliehen. Zur feierlichen Preisverleihung war in die Bürgerhalle des Rathauses eingeladen worden.

Quasi unterm erleuchteten Weihnachtsbaum sowie an langen Tafeln mit Lichtern darauf herrschte eine festliche Stimmung in der Bürgerhalle. Gregory Gaynair am Flügel begrüßte die Gäste des Abends musikalisch.

Ullrich Sierau: Dortmund ist eine integrationsfähige Stadt der Vielfalt. Es gehe um Gemein- statt Eigensinn

Angekündigt von Steffi Strecker (Radio 91,2), in deren Händen die Moderation der Preisverleihung lag, sprach Oberbürgermeister Ullrich Sierau zu den zahlreich Versammelten. Sierau lobte Dortmund als „integrationsfähige, eine Stadt der Vielfalt“, in der es „eine starke Gemeinschaft gebe, die sozusagen zivilgesellschaftlich fest verankert ist und, dass Zivilgesellschaft auch durch Politik und Verwaltung gelebt sein will“. Dortmund lebe davon dass es hier viele Kulturen ihre Heimat gefunden hätten. Dortmund zolle diesen Mitbürgern Respekt vor deren Kultur und sorge nach Kräften dafür, dass sie nicht diskriminiert und diskreditiert werden. So werde ihnen vermittelt, „dass sie ein wichtiger Teil der Stadtgesellschaft sind“.

OB Ullrich Sierau.

Wer diesen Konsens nicht teile und wem es an Toleranz fehle, so machte der Oberbürgermeister unmissverständlich klar, „gehört nicht in diese Stadt, kann gerne woanders hinziehen“.

Sierau unterstrich, diese Integration brauche immer wieder neu Impulse und neuen Gemeinsinn statt Eigensinn, „dieser Egoismus, der im Augenblick überall durch die Gesellschaft wabert, ist Gift für den Gemeinsinn“. Die Spalter seien unterwegs, sie dürften aber keine Chance in unserer Gesellschaft bekommen. Sierau: „Sonst sind wir nicht mehr zukunftsfähig.“

Dortmund sei eine internationale, ein wachsende Stadt, in welcher Menschen aus 180 Nationen zuhause seien. Zweihunderttausend Menschen – etwa ein Drittel – der Dortmunder hätten eine Einwanderungsgeschichte.

Beim MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund (MIA-DO-KI), sagte Sierau habe man anfänglich darauf hinweisen müssen, „dass es sich dabei nicht um eine japanische Fischsorte“ handele. Inzwischen habe sich das Zentrum bestens etabliert und schon viele Lösungen bei Problemen herbeiführen können.

„Ein humane, demokratische, eine vielfältige Gesellschaft baut auf Werte, wie auf Toleranz und Solidarität auf. Vielfalt ist Bereicherung. Mehrsprachigkeit ist ein Gewinn“, merkte Aysun Tekin an

Die Vorsitzende des Integrationsrates, Aysun Tekin, bedankte u.a. sich bei der Sparkasse Dortmund und deren anwesenden Vorstandsvorsitzenden Dirk Schaufelberger für das vorbildliche Engagement und für die Bereitstellung der Preisgelder für den Integrationspreis 2019.

Vorsitzende des Integrationsrates der Stadt Dortmund Aysun Tekin.

Tekin merkte an: „Ein humane, demokratische, eine vielfältige Gesellschaft baut auf Werte, wie auf Toleranz und Solidarität auf. Vielfalt ist Bereicherung. Mehrsprachigkeit ist ein Gewinn.“

Alle 29 BewerberInnen für den Integrationspreis gehörten zu Dortmunds besten Brückenbauern, machte Aysun Tekin klar. Eigentlich seien sie alle Gewinner – was die Auswahl von drei Preisträgern aus diesen 29 BewerberInnen sehr schwergemacht habe.

In Anschluss an Aysun Tekins Begrüßung wurden via Projektion alle BewerberInnen – bei musikalischer Untermalung durch Gregory Gaynair an den Tasten des Flügels – vorgestellt.

Der diesjährige Ehrenpreis ging an die Apothekerin Nicole Ausbüttel

Den diesjährigen Ehrenpreis in Form einer Urkunde und einer Trophäe bekam die in Aachen geborene, seit über 25 Jahren in Dortmund lebende, Apothekerin Nicole Ausbüttel, die ihr Herz quasi an die Dortmunder Nordstadt verloren habe, erklärte Laudatorin Aysun Tekin. Mit dem Ehrenpreis werde ein beispielhaftes Engagement für Integration und den Dialog und für das Miteinander in Dortmund gewürdigt. Nicole Ausbüttel erweise mit ihrer Arbeit in ihrer Apotheke auf der Münsterstraße und mittels einer guten Vernetzung im Quartier tagtäglich ein hohes Engagement an tätiger Integrationsarbeit. Mehrsprachigkeit werde als Chance begriffen. Ausbüttel ist die Vorsitzende der Interessengemeinschaft Münsterstraße und aktiv beim Münsterstraßen-Fest sowie bei der Internationalen Woche in Dortmund engagiert.

2. von links: Nicole Ausbüttel

Nicole Ausbüttel schätzt die Nordstadt. Kritik übte sie an undifferenzierter Berichterstattung mancher Medien über den Kiez

Nicole Ausbüttel schätzt, sagte sie, die Vielfalt und die gewisse Lebhaftigkeit in der Nordstadt. Und, dass dort eigentlich – selbst nachts – immer Leben ist, immer Passanten anzutreffen seien. Angst habe sie bislang nie gehabt. In ihrer Apotheke arbeiten Menschen aus mehreren Ländern. Nicole Ausbüttel erkenne durchaus Fortschritte in Sachen Integration in der Nordstadt. Was ihr missfällt, sei die meist undifferenzierte Berichterstattung mancher Medien über den Kiez. Die pickten sich einzelne negative Ereignisse – die fraglos auch geschähen – heraus und verallgemeinerten das. Das so gezeichnete Bild setze sich bei vielen Menschen dadurch fest und so der Nordstadt ein Negativimage aufgedrückt. Selbst bei Menschen in Dortmund wirke das, die aber selbst noch nie einen Fuß in die Nordstadt gesetzt hätten. Die Nordstadt, so Ausbüttel fest, sei in Wirklichkeit besser als ihr Ruf.

Über den 3. Platz freute sich der VfR Sölde 1922 e. V. für Integration und Inklusion durch Sport

Über eine Trophäe, ein Urkunde und ein Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro konnte sich der VfR Sölde 1922 e.V. für Integration und Inklusion durch Sport freuen. Er kam auf den 3. Platz. Die Laudatio hielt Alexander Krimhand von der jüdischen Gemeinde, Mitglied im Integrationsrat. Krimhand betonte, welch hohe Integrationskraft durch Inklusion Sport habe. Dabei gehe es darum das Selbstbewusstsein zu stärken und um Anerkennung. Um nicht wenige Geflüchtete habe sich der Verein verdient gemacht. So sei es sogar gelungen, jungen Leuten Arbeits- und Ausbildungsplätze zu vermitteln.

Die zwei Herren in der Mitte sind Verteter des Vereins.

Die Vertreter des Vereins freuten sich über das Preisgeld, dass sie in das Training des Futsal (Hochgewindigkeitshallenfußball) afghanischer Geflüchteter investieren möchten.

Mit dem 2. Platz für das Engagement wurde die Flüchtlingshilfe im Stadtbezirk Aplerbeck e.V. ausgezeichnet

Auf den zweiten Platz kam mit einem Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro die Flüchtlingshilfe im Stadtbezirk Aplerbeck e.V.

Michael Taranczewski (Mitglied im Integrationsrat/Ausschuss für Soziales, Arbeit und Gesundheit), machte in seiner Laudatio in bewegenden Worten auf die Ursachen für die Flucht von Menschen aufmerksam: Kriege, Mord und Vergewaltigung und ethnische Säuberungen in aller Welt. Auch deutsche Waffen seien es gewesen, die diese Kriege ermöglichten. Eine sogenannte „Wertegemeinschaft“ habe versagt. Bundeskanzlerin Merkel sei es zu verdanken gewesen, dass Deutschland viele der Geflüchteten aufnehmen konnte.

Laudator Michael Taranszewski.

Entsandte des ausgezeichneten Vereins berichteten über ihre humanitäre Arbeit (Kleiderabgaben, Fahrradwerkstadt, Möbelvergabe) im Stadtbezirk, in das sie nicht nur Geflüchtete, sondern auch Menschen aus Aplerbeck mit einbeziehen, die in prekären Verhältnissen leben. Diese Menschen seien stünden auch dem Verein in vielfacher Weise hilfreich zur Seite.

Die Flüchtlingshilfe Aplerbeck wurde mit dem 2. Preis auszgezeichnet.

Das Preisgeld werde man in das im kommenden Jahr neu zu beziehende Ladenlokal investieren.

Der 1. Platz für ein in Deutschland vielleicht einzigartiges, religionsübergreifendes Theaterprojekt „Weiß du wer ich bin?“

Für den 1. Platz, dotiert mit 5.000 Euro, hat die Jury ausgewählt: die Osman Gazi Moschee Huckarde, die Jüdische Kultusgemeinde Groß-Dortmund, die Evangelische Lydia-Gemeinde Dortmund für das Theaterprojekt „Weißt du wer ich bin?“

Der Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Dortmund Dirk Schaufelberger.

In seiner Laudatio erklärte der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Dortmund, Dirk Schaufelberger, Ziel und Zweck des Theaterprojektes sei es gewesen, Akzeptanz und Verständnis füreinander zu finden und damit die Bindung der Religionen zu stärken. Mut, Toleranz und Offenheit, Neugierde aufeinander habe eine Rolle gespielt. Damit sei auch ein Zeichen gegen die Spaltung unserer Gesellschaft gesetzt worden.

Der 1. Preis ging an ein interreligiöses Theaterprojekt.

Die Schauspieler, Muslime, Christen und Juden, aus dem Theaterprojekt erzählten von ihrer Zusammenarbeit. Das Projekt hätten sie gemeinsam erarbeitet. Die Resonanz auf das Theaterinszenierung sei sehr gut gewesen und habe gewiss etwas bewegen können. Kunst sei wie der Sport ebenfalls eine gute Möglichkeit miteinander ins Gespräch zu kommen. Und es diene den Abbau von Vorurteilen. Einer der Schauspieler zitierte Shakespeare: „Die ganze Welt ist Bühne und alle Frauen und Männer bloße Spieler, sie treten auf und gehen wieder ab.“ Wahrscheinlich, so einer der Akteure, sei dieses Projekt sogar einzigartig in Deutschland. Übrigens, wies eine Schauspielerin daraufhin, dass am 17. Dezember im Heinz-Hilpert-Theater in Lünen die letzten Vorstellung stattfindet. Eine Fortsetzung des Projektes wird wohl in Erwägung gezogen.

Imbiss und Musik zum Ausklang

Die PreisträgerInnen kamen nach der feierlichen Preisverleihung, unter Beteiligung von Oberbürgermeister Ullrich Sierau, dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Dortmund Herrn Dirk Schaufelberger sowie der Vorsitzenden des Integrationsrates Frau Aysun Tekin, in der Bürgerhalle des Rathauses noch zu einem kleinen Imbiss zusammen. Wieder begleitet am Flügel von Gregory Gaynair.

Am Flügel: Gregory Gaynair.